Mittwoch, 23. Januar 2008

Reisebericht - Pécs II und Zagreb I

Wir beginnen unseren letzten halben Tag in Pécs damit, ein Frühstück zu suchen. Dass man auch im Restaurant, zur Morgenzeit Essen einnehmen wollen könnte, das scheint hierzulande nicht gang und gäbe zu sein, daher irren wir einigermaßen durch die Gassen, finden aber einige neue hübsche Stellen, wo wir noch nicht waren. Zum Ende entscheiden wir uns für ein trendy eingerichtetes Lokal nahe der Stadtmitte, dem Szecheny-Platz, wo es Riesenpfannkuchen gibt, die uns auch in ihrer Ausführung nicht enttäuschen. Da wären: Nutellafüllung, Rumschokolade und Apfelzimtvanillesauce. Dementsprechend gestärkt wenden wir uns den Nachholungen vom Vortag zu. Wir hatten einige Objekte des Interesses links liegen gelassen in der Hoffnung, den ewigen Fluch zu brechen, der dann eintritt, wenn man sich sagt „hier komme ich bestimmt wieder hin, am besten morgen”, und wo dann letztlich doch nichts passiert. Dem gingen wir aus dem Weg und begannen unsere Tour im Zsolnay-Museum. Die Familie Zsolnay unterhielt ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Porzellanfabrik in Pécs, in der durchaus eindrucksvolle Produkte entstanden. Da ist ein Ententeich der Weltausstellung in Wien, diverse Heiligenbilder, aber auch Gebrauchsgeschirr verschiedenster Provenienz, etwa Repliken von Bronzezeitfunden, asiatische oder ägyptische Serien. Das Museum ist angenehm aufgemacht und vergleichsweise sehr gut dokumentiert, daher kann ich es nur empfehlen. Wer mehr lesen will: http://www.zsolnay.hu/De/3index.htm. Danach sehen wir uns noch die Gallerie für moderne Kunst an, die sich hier auch findet – die aber relativ enttäuschend gehalten ist. Ein paar nette Werke von um 1930, aber en gros nichts neues oder bewegendes. Aber immerhin den Fluch besiegt. Noch ein wenig irren wir durch die Gassen, bis wir uns dann auf den Rückweg nach Budapest machen, aus unten genannten Gründen. Wir steigen noch in einer Pizzeria unterwegs ab und beobachten Halbstarke. Irgendwie haben wir auf dieser Reise eine Tendenz häufig in Lokalen zu landen, für die wir eigentlich schon fast zu alt sind, so auch hier. Die Kellnerin lacht fast als wir kurz nach Mittag schon Bier verlangen, nebenan balzen die vierzehnjährigen Angeber. Einer lässt es aus, sein Schnitzel überhaupt zu probieren und hat nur Augen für seine Gegenüber. Was er nicht auslässt ist ein Gang, wohl in Richtung Toilette, wobei er dann bodywirksam durch das Lokal zurückstolziert, mit gespanntem und schwankenden Oberkörper, was für ein Mann!

Über Budapest und die Reise dahin gibt es wenig zu berichten, außer dass die Nacht kurz wurde – um 6 ging es schon wieder weiter Richtung Zagreb. Am nächsten Morgen sind zum Glück alle vorhanden am Keleti, für mich ein fünfminütiger Laufweg, und reisefertig, mit Pässen und Sandwiches. In Südungarn begegnet uns unterwegs wieder Schnee, wovon man in Budapest natürlich nichts merkt, vielleicht auf den wenigst sonnenbeschienenen dunklen Orten, aber sonst wirklich nicht, und bald sind wir an der Grenze zu Kroatien. Dort werden wir erst einmal auf ein Abstellgleis verfrachtet und ausgiebig kontrolliert. Hier beginnt das kroatische Wunder. Wir sind inzwischen ein wenig an die ungarische Mentalität gewöhnt, sehr korrekt, etwas langsam, nicht unbedingt in allen Bereichen kooperativ sondern mehr lethargisch beharrend bis man aus dem Weg weist. Der kroatische Grenzbeamte hat gute Laune und ist lustig. Und spricht Englisch. Sammelt die Pässe ein, spricht unsere Namen aus, mit großer Faszination. Keine weiteren Komplikationen, wir verlassen unser Gleis und kommen irgendwann, etwa eine Stunde verspätet in Zagreb an. Dort beginnt die Suche nach einem Hostel ...

Dienstag, 22. Januar 2008

ReiseBerichte - Pécs I

Seit Sonntag Abend bin ich wieder in Budapest. Heute habe ich beim Training meine ersten Schläge abbekommen, nachdem wohl der Anfängerbonus nicht mehr zählte, fühle mich aber gleich viel involvierter. Darüber wie es mir beim Ninjutsu ergeht werde ich wohl ein andernmal schreiben, aber es ist für mich sehr bereichernd wieder etwas kampfkunstartiges zu praktizieren, nachdem ich in den letzten Monaten meist dem Hasensport nachgegangen bin. Am Sonntag bin ich also zurückgekehrt aus Pécs und Zagreb. Die Tour begann am Mittwoch und wurde am Freitag ungeplant unterbrochen, wir fuhren nach Budapest zurück, verbrachten eine Nacht dort und kamen dann am Freitag Mittag endlich in Zagreb an. Zu den Gründen später.

Die Reise habe ich mit Georg und Kinga unternommen, mit dem Urpaar unserer Erasmus Sprachkursgruppe, die sich schon in der zweiten Woche gefunden haben. Sie haben mit der Tragik zu tun, dass Kinga demnächst wieder nach Warschau zurückgeht während Georg noch mindestens bis Mai hier in Budapest bleibt. Für sie war es also eine Art Abschiedsreise, für mich eine Beschäftigung, da ich hier in Budapest erst einmal wenig zu tun hatte. Montags gehe ich zwar immer noch zur CEU, aber danach ist erstmal Freiraum angesagt. Den nutze ich so gut es geht für Sport, Sprachlernen und die Gegend anschauen, aber die Einladung zur Rundfahrt kam mir doch durchaus gelegen. Nachdem Szeged ein wenig unaufregend war, war ich gegenüber den südungarischen Städten schon ein wenig skeptisch. Pécs konnte meine Vorurteile aber relativ überzeugend zerstreuen.

In Pécs angekommen, was von Budapest aus nominell drei Stunden dauert (nominell, da in diesem Land Verspätungen noch deutlich regelmäßiger vorkommen als bei unserer DB und weil es auch eigentlich keine Informationen darüber gibt, wie pünktlich man unterwegs ist oder eben nicht), mussten wir nicht lange nach dem Hotel suchen: Direkt neben den Bahngleisen fand sich ein unförmiger Block, wohl aus sozialistischen Zeiten, das billigste Hotel der Stadt mit etwa 3000 Forint pro Kopf (inklusive Kurtaxe, oder wie sie das hier bezeichnen). Trotz des anfänglichen Schocks arrangierten wir uns schnell, da wir ja insgesamt auch nur zwei Nächte hier bleiben wollten. Wir mieteten uns also im billigstmöglichen Zimmer ein, Blick auf die Bahngleise, nur mit Waschbecken, im siebten Stock und mit betagter Garnitur. Sicher, wir hätten uns auch ein Appartement mit fließendem Wasserklo und Blick auf den Hügel leisten können, aber dann wäre uns natürlich ein wichtiger Teil der Erfahrung entgangen. Am Bahnhofskiosk bestelle ich noch souverän eine Landkarte der Stadt (samt richtiger Verwendung des ungarischen Possessiv, es ist schwer zu sagen, ob ich wirklich eine Karte wollte oder meine Sprachkenntnisse ausprobieren). Es ist etwa Mittag, wir sind morgens um 7.30 aufgebrochen. Gleichzeitig leben wir mit einer Unsicherheit: Kinga, polnische Staatsbürgerin, hat nur ihren Personalausweis mit (eine Chipkarte, in Polen), während wir Deutschen zuversichtlich mit der Zusicherung des auswärtigen Amtes reisen, dass wir mit Perso nach Kroatien reinkommen. A long story short, es stellt sich heraus, dass Kinga für ihren Reisepass noch einmal nach Budapest muss. Da wir aber am Ende des zweiten Tages schon mit Szeged abgeschlossen haben entschließen wir uns, als Vorgriff quasi eingeschoben, dazu gemeinsam nach Budapest zurückzureisen. Wie es so oft mit Studenten geht tauschen wir unsere Zeit gegen einen höheren Geldaufwand, denn natürlich ist ein Bahnticket günstiger, als noch eine Nacht in Pécs zu verbringen, und so angetan waren wir auch nicht. Falls jemanden die Details interessieren: Für Studenten kostet eine Bahnfahrt von 3 Stunden mit etwa IC-Komfort umgerechnet 6 Euro 50, mit Reservierung 8. Eine Übernachtung in unserem Rundumwohlfühlhotel hingegen 12.

Aber zurück zum Stadtrundgang: Pécs hat als Hauptattraktion eine Kathedrale, wo wir uns auch über kurz und lang hinbegeben. Unterwegs genießen wir das entspannte Stadtbild, die Konfrontation von Alt und Neu, die für die Stadt typisch sein soll, und den Reiz, den eine Stadt ausstrahlt, wenn sie am Hügel gebaut ist, mit langen Blicken über das Panorama, steilen Gässchen und nur niedrig aufragenden Häusern. Neben Budapest werden viele Sprachkurse auch für Pécs angeboten, wir kontemplieren also, was wohl anders gelaufen wäre, wären wir in diesem hübschen, beschaulichen Städtchen gelandet. Sicher entspannter, sicher weniger exzessiv, sicher ein Schock dann nach Budapest zu reisen. Nunja.

Wir sehen uns also die Kathedrale an, Georg handelt noch einen Weingutschein für die bischofsstifteigene Winzerei aus, wo wir in einem mit riesigen Fässern gefüllten Keller einen Weißwein kredenzt bekommen. Skandalöserweise hatte der Zuständige für die Eintrittstickets in der Kathedrale uns diese nicht sofort übergeben, aber da es im Reiseführer stand, und ein Reiseführer ist eine Autorität, erhalten wir unser Recht. Der Kathedralenzuständige, übrigens, spricht ein sehr gutes Deutsch, hat irgendwann in einer Deutschen Institution gearbeitet und leitet uns freundlich durch die Kathedrale. Er empfiehlt uns auch ein Restaurant, wo wir nachher den Tag beschließen wollen, auf dem Tettye-Berg, einer der Berge die nördlich von Pécs aufsteigen. Über kurz und lang machen wir uns also auf den Weg dahin und genießen das – etwas vom Blick überteuerte – Abendessen. Immerhin erhalte ich das Hirschragout von dem ich schon den ganzen Tag geträumt habe, „Bambi's father”, wie es in Pidgin-Erasmus-Englisch heisst, venison, wenn man endlich das richtige Wort aus der rosettasteinigen Speisekarte erlesen hat. Auf dem Rückweg scheitern wir daran, das für Pécs typische Bier zu finden, das es angeblich nur in einem einzigen Restaurant gibt, wovon der Kellner nichts weiß, und wo Wikipedia offensichtlich gelogen hat. Wir scheitern allerdings nicht am Bier trinken und Palinka probieren.

Über den Folgetag schreibe ich morgen etwas. Er beginnt aber sehr hoffnungsvoll mit Palacsintafrühstück und Kaffee.


Dienstag, 15. Januar 2008

Wanderlust

Ich fahre morgen nach Pécs, im Anschluss kurz nach Zagreb und Sonntag wahrscheinlich zurück. Das wird ein Fest. Heute war ich zum ersten Mal beim Ninjutsutraining - einige Bereiche sehen aus wie Wing-Tsun, andere sind sehr andere. Als Hausaufgabe muss ich jetzt Rollen und Fallen üben. Wenn ich wieder da bin schreibe ich einen ausführlichen Bericht, versprochen.

Sonntag, 13. Januar 2008

Aufwandsaufnahme

Und wieder ist es Sonntag, und ich sitze in Budapest. Das ist nicht weiter kritisch, denn langsam lebe ich mich hier wieder ein. Ungarisch zu sprechen fällt mir erstaunlich leicht, auch wenn der Zahn der Abwesenheit ein wenig an meiner Vokabelflexibilität genagt hat, aber immerhin verstehe ich inzwischen das meistes was mir die bunten Werbetafeln in der Metro entgegenwerfen, zumindestens dafür reicht es also schon. Um an den vorherigen Eintrag anzuschließen, ich werde keinen Intensivkurs belegen, da er a) zu teuer und b) zu langsam für meine Zwecke ist. Da ich bis zum Start des regulären Semesters noch etwa einen Monat Zeit habe ist hier also Selbststudium angesagt.

Gestern war ich schon wieder in der Bibliothek der Akademie und habe mich auf meinen ersten Unitag (morgen!) vorbereitet. Berkeley gefällt mir beim Wiederlesen sehr gut und ist deutlich strukturierter als Herr Locke, aber das wird sicherlich kaum jemanden überraschen. In der Zwischenzeit sind auch andere unserer kleinen Erasmusgemeinschaft zurückgekommen, so dass ich Freitag Abend zum Abendessen geladen war, bei Kati und Ferran, was sich auf der fernen Budaseite befindet. Auf seiner Heimreise ins katalonische Land hat Ferran ein gesamtes Schweinebein tranchieren lassen, so dass sich wunderhübsch dunkelrot glänzende Scheiben Schinken ergeben haben. Das war ungemein lecker, aber jetzt habe ich den starken Bedarf nach einigen vegetarischen Wochen. Oder Monaten.

Seit ich wieder hier bin habe ich noch zwei weitere Teehäuser ausprobiert. Interessanterweise befinden sich alle in der Jokai utca, die direkt hinter dem Oktogon liegt (wer Budapest kennt weiß wovon ich spreche). Nach dem Eislaufen am Donnerstag war ich im roten Löwen, was relativ unatmosphärisch ist, aber sehr esoterisch und guten Tee servierend, vorgestern in einem anderen, dessen Namen ich vergessen habe, das ebenfalls einen vorgelagerten Esoterikladen besitzt und das wohl scheinbar auf Wasserpfeifen spezialisiert ist. Nach weiteren Testdurchläufen werde ich gerne ein Rating abgeben, aber bisher kann ich auf jeden Fall sagen dass mich kein Teehaus in Deutschland sonderlich beeindruckt hat, habe ich aber auch nicht wirklich nach gesucht. Heute spielte ich mit dem Gedanken noch das House of Terror aufzusuchen, irgendwann einmal war es Sonntags frei, aber ich habe schon mit Schrecken erfahren dass sich diese komfortable Regelung nun geändert hat, zumindestens in anderen Museen. Mal schaun.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Neue Wege stehen

Trotz meiner langen Abwesenheit von diesem Medium wird es kein größeres Update geben. Dieser Blog war als Protokoll meiner Tätigkeiten in Ungarn gedacht und wird es auch bleiben. Daher finden die Weihnachts / Silvester / Jahresanfangs – streifzüge hier keinen angemessenen Ort. Wer will kann dies zum Anlass nehmen, mich auf anderen Medien und Wegen zu kontaktieren. Zum Beispiel nehme ich gerne Telefongespräche via Skype entgegen, mein Benutzername lautet „aesop-” und ich bin häufig abends online. Sogar mein Vater hat inzwischen ein installiertes Mikrophon, insofern sollte es für den Rest der Welt auch kein Hindernis darstellen. Aber, um kurz meine Befindlichkeit darzustellen: Ich bin sehr zufrieden mit den drei Wochen, die hinter mir liegen. Zunächst verbrachte ich einige Zeit in Hamburg, mit produktiver Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, dieses gefeiert habend, samt anschließender Geburtstagsfeier meiner Edinburgher Cousine, lag die Silvesterfeier bei Steffi in Mannheim an. Danach dann das Januarseminar der CJD Studentenschaft auf Burg Liebenzell und schließlich heute die Rückreise nach Budapest. In gewisser Weise bin ich nun drei Wochen entfernt von ungarischer Sprache und Kultur, entrückt aus der Welt, in die ich eintauchen wollte. Doch wie es mit vielen guten Vorsätzen ist, sie relativieren sich irgendwann. Jetzt freue ich mich, dass ich soviele liebe Menschen in Deutschland habe, die ich gerne sehe, die mich gerne bei sich aufnehmen, und deren einziger Makel ist, dass ich sie nicht jede Woche sehen kann, da sie über die Republik verstreut leben. Auf diese erfreuliche Situation mit Selbstisolierung zu reagieren wäre doch irgendwie Selbstmord, daher akzeptiere ich freudig, dass ich weiterhin hin und wieder nach Deutschland pendeln werde.


Mein Gepäck hat sich allerdings rapide vermehrt auf dieser Reise. Nützliches und Notwendiges sind hinzugekommen, Gewünschtes und Ersehntes. Für baldige Berg- und Taltouren habe ich mir endlich Schlafsack und Isomatte eingepackt, aus der Einkleidungsfreude von Schwesterlein Anna und meiner Oma sind noch einige Kleidungsstücke entwachsen. Einige Bücher, ein Quintenzirkel für Gitarre. Eine Gitarre. Ein Paar Schlittschuhe, die ich in einer Karlsruher Nacht- und Nebelaktion noch erworben habe, fünf Minuten über Ladenschluss, gleich im Anschluss in der Karlsruher Innenstadt ausprobiert und für gut befunden. Sobald ich mein Heim erreiche wird ein dreifaches „Amen” fällig werden, da ich dann tatsächlich diesen Berg von Sachen heimgeschafft habe. Was noch fehlt ist eine lustige schottische Mütze, die ich demnächst ordern werde und die dann mein sich leerendes Haupt verziert.


Was habe ich in diesem neuen Jahr vor? Als erstes, viel meine Schlittschuhe nutzen, solange die Eisbahn bei mir um die Ecke noch Spuren von Betrieb zeigt. Wenn alles gut geht wird meine Mitläuferin und Mitkonzertgängerin Dagmara auch entsprechend ausgestattet sein und wir können uns einen schönen Spätwinter machen. Mein nächster Vorsatz, vom Unwichtigen zum Wichtigeren fortschreitend, ist die Aufnahme einer weiteren fernöstlichen Kampfkunst, diesmal Ninjutsu. Auf einer Party vor einiger Zeit hatte ich mich sehr angenehm mit einem anderen Kampfkünstler unterhalten und viele Gemeinsamkeiten festgestellt, die ich nun ausloten werde. Angeblich geht es mit sehr basalem Training los, Fallübungen und derartiges, aber ich habe ja bereits die Erfahrung gemacht, dass sehr grundlegende Bausteine sich letztendlich zu einem hocheffizienten System zusammensetzen lassen, im Fall von Wing-Tsun. Sobald ich zuhause eintreffe werde ich Erkundigungen einziehen, ob es möglich ist, an einem Intensivsprachkurs teilzunehmen, der bereits seit Semesterbeginn läuft. Lehrer ist unter anderem Levente, mit dem ich schon im Intensivkurs die Ehre hatte, der sehr lebendig und konversativ den Unterricht gestaltet. So das möglich ist werde ich also bis zum Semesterbeginn der ELTE, das ist Mitte Februar, noch eine Runde Intensivungarisch lernen. Für das gesamte zweite Semester Ungarisch ist der Imperativ vorgesehen, den ich aber auch gerne vorweg lerne, und was mich ein wenig frappiert, ich meine, nur die Imperativformen, ein gesamtes Semester? Punkt vier ist natürlich weiter erfolgreich an der CEU zu studieren, wo es jetzt, wie vorher, mit Alcinous weitergeht, und von Locke zu Berkeley fortschreitet. Fünftens steht natürlich die Überlegung zu meiner Magisterarbeit an, auf die ich mich hier ja vorbereiten will. Das Seminar zur Neuzeit hat mir da einige neue Ideen gegeben, und ich will ausloten, was sich damit anfangen lässt. Dies liest sich vielleicht wie eine Vorsatzliste zum neuen Jahr, und so ist sie vielleicht auch gemeint, hier in der Öffentlichkeit abgelegt um den Fortschritt zu dokumentieren.