<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689</id><updated>2012-01-29T05:28:37.251+01:00</updated><category term='Feuerwerk'/><category term='Stadt Budapest'/><category term='Karikatur'/><category term='Flughafen'/><category term='Bericht'/><category term='Weltschmerz'/><title type='text'>Erasmus in Budapest</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>49</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5678307783147436668</id><published>2008-06-26T13:10:00.002+02:00</published><updated>2008-06-26T13:39:41.329+02:00</updated><title type='text'>Letzte Schritte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mein Tag dreht sich um die letzten Verrichtungen in dieser Wohnung und dieser Stadt. Gestern erlebte ich ein Abschiedsdinner (wieder) im Castro, einer gemütlichen Kneipe im Zentrum Budapests und wunderte mich, dass sogar ein scheinbar "leichtes" Gericht wie Pasta mit Fisch in den hiesigen Küchen (oder in der Küche des Castro) zu einem fetttriefenden Etwas werden kann. Wie dem auch sei, unterdessen gewann die deutsche Nationalmannschaft mit unattraktivem aber hocheffektiven Spiel. Am Tisch saß ich wiederum zwischen Katalanen, denen die spanischen Siege eher nebensächlich sind, wegen innerspanischer Sentimente. Genauer, so wurde mir kommuniziert, hängt das Nichtanerkennen des Kosovo von spanischer Seite auch daran, dass sie Probleme bekämen, den katalanischen Landesteil und das Baskenland bei sich zu behalten. Wieviel daran wahr und falsch ist lasse ich hier offen, aber interessant allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich noch die letzte Wohnstätte Béla Bartóks in Budapest besucht. Das Haus ist recht groß und liegt im 2. Distrikt von Budapest - was etwas irritierend klingen kann, denn während der erste Distrikt tatsächlich sehr zentral auf der Buda Seite beheimatet ist, so bezeichnet der zweite Distrikt den Nordteil von Buda, der sich auch von der Stadt weg zieht. Daher hatte ich vom Moszkva tér noch etwa 20 Minuten mit dem Bus in die Hügel. Im Haus gibt es nicht viel zu sehen, daher war ich in einer Stunde damit durch, aber es hat sich trotzdem sehr gelohnt dahin zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen sprach mich eine sehr freundliche Museumsfachkraft an und erklärte die Einrichtung. Sie bestand aus "bäuerischem" Mobiliar aus der Gegend in der Bartók geboren wurde, also waren alte Schränke, Tassen, Vorhänge ausgestellt. In einem Nebenzimmer befindet sich der Bösendorfer auf dem Bartók komponierte, daneben steht sein Grammofon, mit dem er über die siebenbürgischen Dörfer zog und Volkslieder sammelte. An einer Wand davor sind auch Bilder einer Sammelreise, die ihn in den 30ern in die Türkei führte. Speziell sein Interesse an türkischer und arabischer Musik, entsprechende Reisen um Material zu sammeln und Teilnahme an Kongressen über dieses Feld waren mir bisher nicht bewusst und freuten mich zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Obergeschoss das erst vor zwei Jahren ausgebaut wurde, fanden sich dann einige Kuriositäten. Das eine war etwa ein Holzstock, an dessen Ende sich verzierte Lederstreifen fanden, unterschiedlicher Länge und Farbe. Meine Führerin erklärte, dass dieser Stock von wandernden Arbeitern benutzt wurde. Dort wo sie blieben und schafften erhielten sie am Ende ihrer Tätigkeit einen Lederstreifen, der durch die Länge besagte, wie lange sie dort gearbeitet haben, und vielleicht noch andere Codes beinhaltet, die dann ausdrücken, wie gut sich der fahrende Gesell geschlagen hat. Weitere Ausstellungsstücke umfassten eine Sammlung von Blumen, Käfern, Münzen, ... , eigentlich sammelte er scheinbar alles. Schön war auch der Ungarische Ausdruck, dass jemand, der ein wenig seltsam und isoliert ist dann als "käferig" bezeichnet wird. Passend zum Hobby. Das letzte Stück war schließlich eine Zigarette, die bei der Restaurierung des Flügels darin gefunden wurde. Bartók war schwerer Raucher und wurde selten ohne angetroffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem, ein schöner Besuch, ich stand kurz davor, ein Dokumentationsbuch zu erwerben, aber die geschätzten zusätzlichen fünf Kilo in meinem Rucksack wollte ich mir nun doch nicht zumuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montag führte ein Ausflug mich noch nach Zsámbék (Schambeck), ein deutsch geprägter Ort mit einer sehr alten Klosterruine. Vielleicht lade ich später noch einige Bilder hoch. In jedem Fall gab es ein freundliches Restaurant, interessante Ruinen und einen großen Feiertag den wir just verpasst hatten, da er Sonntag stattfand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie nun weiter? Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal, ob ich dieses Blog noch weiter betreiben werde. Der Titel wäre zumindestens veraltet und unnütz. Diejenigen die ich hoffe hiermit unterhalten zu haben werde ich bald wiedersehen. Die Fremdheit, die ich in einigen Auszügen versucht habe wiederzugeben wird sich in Deutschland nicht einstellen. Ein Werkzeug steht da ohne Zweck. Ein Projekt, das ich vielleicht noch in Angriff nehmen werde ist eine Art "Guide to Budapest", ein Leitfaden wie man sich hier zurecht findet und was man unternehmen sollte. Ob es dazu kommt steht noch in den Sternen. Vielleicht am Wochenende, wenn Internet abgestellt ist und ich mich nicht anderweitig ablenke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;ENDE&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);font-size:78%;" &gt;(vorerst)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5678307783147436668?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5678307783147436668/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5678307783147436668' title='9 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5678307783147436668'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5678307783147436668'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/06/letzte-schritte.html' title='Letzte Schritte'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>9</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-7134873728089715214</id><published>2008-06-19T13:35:00.004+02:00</published><updated>2008-06-19T14:14:40.611+02:00</updated><title type='text'>Länderspiel # 2</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Wochenende haben wir einen Roadtrip unternommen. Nur einen Tag lang, und ohne die gesamten Implikationen die das gängigerweise für pubertierende Nordamerikaner hat, aber immerhin waren wir in Ungarn mit dem Auto unterwegs. Genossin Fatima reist demnächst nach Prag zurück und hatte daher ihr Vehikel "am Start", wie man so schön sagt. Wir haben uns also Richtung Süden aufgemacht. Unser letztes Ziel war Pécs, aber unterwegs machten wir Zwischenstopp in einigen bemerkenswerten Orten entlang der Donau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser erster Stopp war Paks. Dort gibt es eine katholische Kirche im besonderen Stil, vollkommen schwarz an der Außenseite und aus Holz gefertigt. Für mich eine überzeugende moderne Lösung, organisch im Gegensatz zu streng geometrisch, Holz im Gegensatz zu Stein, Mensch im Gegensatz zu Gott. Eine Art moderne Theologie die dabei zum Ausdruck gebracht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweiter Halt war Szekszárd, wo wir auch zu Mittag aßen, eine wunderbar cremige kalte Obstsuppe, die ich als eine der wenigen Ungarischen Eigenkreationen und Spezialität zu akzeptieren bereit bin. Frische Früchte, sämige Konsistenz, das ist schon mal etwas. Die Stadt selbst war recht sehenswert, nett und niedrig, Kirchgänger strömten gerade aus der Messe (wir fuhren am Sonntag) und trugen zum Teil traditionelle Trachten. Wenig weiter fand sich ein spannendes Prometheus Denkmal mit Hunden, Wohnblock und Wiese. Sehr poetisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dritte Station vor Pécs war das Schlachtfeld von Mohács, oder genauer gesagt die Gedenkstätte die dort errichtet wurde um dem Massaker an der ungarischen Seele zu gedenken. Mit diesem Tag im Jahre 1526 endete das Ungarische Königreich, und sollte nie wieder hergestellt werden. Die Ungarische Geschichte ist seit dem eine Geschichte von Revolutionen und Befreiungskämpfen. Als ich darüber noch einmal nachlies bin ich auf die Webseite: www.hungarian-history.hu gestoßen, die wirklich eine angenehmen Fülle von Informationen bietet. Wir hatten Glück an der Gedenkstätte, denn gerade wurde das Originalmaterial der Schlacht, also die Waffen und Rüstung, einer Gruppe Studenten vorgeführt. Die weiblichen Teilnehmer unserer Unternehmung durften dann auch auf einen armen Fuchs schießen, der auf ein Polster gemalt nicht entfleuchen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt kamen wir in Pécs an. Das war für mich ein interessanter Kontrast, da ich ja schon im Januar dort war (hier im Blog verzeichnet). Im Sommerlicht war das ganze aber noch einmal eine sehr andere Erfahrung, besonders weil wir auch hier Glück hatten mit der Ereigniskultur: In der Fußgängerzone fand das berühmte Straßenrennen von Pécs statt und wir konnten seinen Ausgang verfolgen (genauer gesagt, das erste Rennen habe ich sogar mit der Kamera aufgenommen!). Zuletzt gondelten wir noch zum Pécser Dom, tranken Kaffee, und machten uns bald auf den Heimweg. In jedem Fall eine sehr schöne Tour. Ich habe dabei gemerkt, dass mein Verhältnis zu den ungarischen Distanzen relativ verzerrt ist. Von Budapest nach Pécs sind es nur etwa 200 km, aber da der Zug schon über drei Stunden dauert hätte ich es viel weiter eingeschätzt. So setzen sich deutsche Züge und Fahrpläne im Kopf fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Feier des Tages habe ich mich endlich wieder an mein Fotoalbum gesetzt und einige Bilder hochgeladen, die sich &lt;a href="http://picasaweb.google.com/jacob.langeloh/PecsundUmgebung/photo#s5213564597368266306"&gt;hier&lt;/a&gt; bewundern lassen. Das Rennen gibt es dann &lt;a href="http://www.jacob-langeloh.com/dateien/RennenPecs.divx"&gt;hier&lt;/a&gt; (DivX kodiert).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-7134873728089715214?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/7134873728089715214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=7134873728089715214' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7134873728089715214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7134873728089715214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/06/lnderspiel-2.html' title='Länderspiel # 2'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-37966984693451963</id><published>2008-06-13T12:40:00.003+02:00</published><updated>2008-06-16T07:51:45.198+02:00</updated><title type='text'>Länderspiel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie so viele andere auch habe ich gestern Fußball geschaut. Wie für viele andere Fußballfans in Deutschland war es vermutlich eine frustrierende Erfahrung. Die Deutsche Nationalmannschaft spielte deutlich schlechter als noch im Auftaktspiel gegen Polen, und man kann es nicht nur auf unglücklich Umstände schieben (das zweite Gegentor), dass Kroatien mit 2-1 gewonnen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was viele andere aber nicht gemacht haben ist, das Match im Österreichischen Fernsehen anzusehen. Bekanntlich gibt es Menschen im Internet, die keinen Fernseher haben, gerne Sport sehen wollen, und sich dann mit anderen Menschen austauschen, die die entsprechenden Daten ins Internet senden. Kurz: Ich habe den ORF per p2p empfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein österreichischer Kommentator bei einem deutschen Spiel? Das war eine interessante Erfahrung. Für mich wirkte es über die meisten Strecken nörgelig. Immer gab es etwas, womit die Deutschen gar nicht zurecht kamen, immer wurde betont, wie sehr die Kroaten das Spiel im Griff hatten, selbstverständlich lief gar nichts bei den Deutschen zusammen, selbstverständlich seien die Kroaten sehr abgeklärt. Mir ist klar, dass ich das aus der Perspektive eines Deutschen höre, der einen Österreicher verfolgt. Aber seltsam ist es schon. Im Anschlussspiel von Österreich gegen Polen (wo ich leider nicht lang genug dabei war, um den Ausgleich noch zu erleben) das gegenteilige Bild. Die Nationalmannschaft wird in den Himmel gehoben, und für Montag das große Fußballendspiel gegen die Deutsche Nationalmanschafft projeziert, das Aufeinandertreffen zweier Giganten. Zweier Giganten? Was habe ich verpasst, das die österreichische Mannschaft in letzter Zeit vollbracht hätte? Für wie gefährlich halten sie sich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun in den Österreichischen Blättern, medienwirksam zitiert auf der Spiegel-Webseite:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Kronenzeitung:&lt;/b&gt; "Vastic gleicht in der 93. Minute aus, großes 'Finale' gegen Deutschland: Jetzt brauchen wir noch ein Cordoba! Vor dem Ende kam das Glück zurück! Der Traum lebt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Standard:&lt;/b&gt; "Wien wird Cordoba. Und zwar: 'Schalala lala!'"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cordoba. Immer wieder Cordoba. Wir wissen was in Cordoba passiert ist. Fußballzwerg Österreich gegen die übermächtigen Deutschen. Die Weltmeister von 1974 bei der WM '78 in Argentinien. Beide haben keine Chance mehr aufs Weiterkommen (Deutschland nur mit hohem Sieg). Deutschland spekuliert auf jenen. Österreich ist motiviert, kämpft, gewinnt 3:2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Magisterarbeit beschäftigt sich mit Narrativen. Das heißt mit bestimmten Weisen, Geschichten zu erzählen, die ungemein wirkungsmächtig werden können. Durch eine gewisse Konstruktion, durch eine bestimmte Art, Geschichte zu lesen, wird sie zu einem Symbol und zu etwas, worauf man sich in jedem passenden und unpassenden Moment beziehen kann. Dabei ist es nicht einmal wichtig &lt;span style="font-style: italic;"&gt;was genau&lt;/span&gt; in Cordoba passiert ist. Wichtig ist, was Cordoba in dieser Kultur ist und dort bedeuten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insofern ist das ganze für mich sowohl Fanleid, als auch interessanter Anschauungsunterricht. Weiter gehts am Montag.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-37966984693451963?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/37966984693451963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=37966984693451963' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/37966984693451963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/37966984693451963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/06/lnderspiel.html' title='Länderspiel'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6264763938287837112</id><published>2008-06-10T20:42:00.003+02:00</published><updated>2008-06-10T20:43:40.565+02:00</updated><title type='text'>Tski</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schon wieder fast eine Woche seit dem letzten Eintrag, die Zeit kriecht wie eine Weinbergschnecke aus der Sonne und doch rennt sie. Heute im Supermarkt sah ich eine seltsame Aufschrift auf einer Banana. Ich entzifferte als ersten Wortteil: Elefant. Dann dachte ich: Kann ja nicht sein. Lese das ganze Wort: Elefant .......... Knochen .......... Strand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste ein wenig schmunzeln.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6264763938287837112?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6264763938287837112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6264763938287837112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6264763938287837112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6264763938287837112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/06/tski.html' title='Tski'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-211169755104579065</id><published>2008-06-04T23:04:00.002+02:00</published><updated>2008-06-04T23:35:25.129+02:00</updated><title type='text'>Overflow</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Nächte in Budapest sind um diese Jahreszeit gerade noch erträglich. Eigentlich ist es schon über die Grenze, aber gestern hat ein Wärmegewitter die Gefahr unterdessen gebannt. Deswegen bin ich nun froh, die Tage größtenteils in der Bibliothek zu verbringen. Dort schreibe ich an meiner Abschlussarbeit, also an der Rohfassung, die inzwischen schon die Hälfte des verlangten Umfangs hat. Ich würde sagen, dass ich gut vorankomme. Dazu häufen sich nun die Abschiedsparties, -trünke, -reisen. Ein Effekt der sich langfristig wohl verlieren wird, so wie es schon im Dezember war, als die Halbjährlichen ihr Auf-Wiedersehen sagten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern abend war so eine Party in einem Keller namens "Melypont" (Tiefpunkt), wobei drei Geburtstag hatten und eine sich verabschiedete, eine Finnin namens MariaRita, mit der ich bis Weihnachten in einem Sprachkurs saß und die ich still aber intelligent in Erinnerung hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen ist endlich wieder Zeit zum Ninjutsu, was ich schon vermisst habe, und was mir dann noch innerhalb von drei Wochen Unterhaltung verschaffen wird. Viel mehr gibt es vom Status Quo eigentlich nicht zu berichten. Man schwitzt. Man liest. Man schreibt. Man trinkt Kaffee mit Zimt und Vanillesojamilch (Eigenkreation, erstaunlich gut).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also noch ein paar Worte aus Norwegen, auch wenn sie in diesem Klima eher verblassen und vollständig ins Reich des Ungreifbaren hinübergleiten. Die schönste Tour, in meiner Erinnerung, machten wir etwa Mitte der ersten Woche. Wir waren nach Stavanger gefahren von Kristiansand aus, waren dort über die nahegelegene Insel gewandert und hatten einen Campingplatz gesucht. Zwischen Bäumen, an der Nordseeküste, am Rand eines Kinderfreizeitwildnisparks fanden wir schlussendlich was wir suchten - Ruhe, Meer, Panorama.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren am Nachmittag angekommen und hatten uns informiert, wo unsere Tour weiter gehen konnte. Auch hier in der Gegend war alles über 6-700 Metern noch voll von Schnee, der Frühling hatte lange auf sich warten lassen. Wir suchten nach Inhalt für etwa 3 1/2 Tage, aber leider bot die Umgebung nur zerstückelte Touren, die wir uns selbst zusammensetzen konnten. Wir erwarben also eine Karte des Lysefjordgebiets - ein Stück östlich von Stavanger begibt sich diese Wasserstraße landeinwärts, während an ihren Ufern sich das Gebirge immer höher hebt, bis endlich fast 1000 Meter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag besuchten wir zunächst einen Wasserfall. Ein Schulbus brachte uns bis zum Parkplatz. Der ganze Tag hatte etwas cineastisches. Als das letzte Kind ausstieg, und sich der Bus in den Serpentinen zum Einstiegspunkt nahe dem Wasserfall aufmachte startete der Busfahrer Musik. Ein wenig elektronisch, melancholisch, gebrochene Vocals im Vordergrund, sanft untermalt. Goldene Sonne auf dem Hügel, während der Bus sich die Kurven emporschraubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Parkplatz waren es noch einige hundert Meter purer Anstieg, mit Treppe und Sicherheitskette zum festhalten. Nicht für Rucksacktouristen, sondern für Tagesbesucher, einmal hoch, runter, Grill anschmeißen. Wir klettern hoch. Der Manafossen übererfüllt unsere Erwartungen. Mit Gewalt dringt er aus dem Fels in unser Gesichtsfeld, reklamiert es in seiner Plastizität und Entschlossenheit. Das untige Bild trägt dem Ganzen nur wenig Rechnung, da das Schmelzwasser dem Fall noch mehr Wucht und Volumen gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a7/Manafoss_2004_2.jpg/450px-Manafoss_2004_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a7/Manafoss_2004_2.jpg/450px-Manafoss_2004_2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach unserem Abstieg mussten wir das Tal noch eine Strecke zurück verfolgen um den Einstieg zu unserer Wanderroute zu finden. Unsere Karte begann gerade nördlich des Tals und es war ein Zubringer eingezeichnet, der in drei Kilometern aus dem Tal zu unserem Kartenausschnitt führen sollte. Der Weg oben sollte nicht explizit, also mit roten "T"s und Punkten, markiert sein, sondern eben nur ein Pfad sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs fragen wir einen blonden verschmutzten Bauern, der an einer riesigen Maschine arbeitet, wie weit es noch sei. Er spricht wenig Englisch, aber bietet uns sofort an, uns ins Tal zu fahren. Es sei noch weit. Wir sollten vorsichtig sein, oben sei vielleicht noch Schnee. Auf keinen Fall sollten wir auf das Eis treten, das sei gefährlich. Ja, wir versprechen es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er fährt uns also zum Einstieg, den wir so wahrscheinlich kaum gefunden hatten. Es ist früher Nachmittag, vor uns liegt der Überstieg vom einen Tal ins andere, also zunächst ein steiler Pfad aufwärts, eine kleine Hochebene, die uns noch etwas höher führt, und dann der lange Abstieg. Unser Weg hinauf ist wiederum in goldenes Kinolicht getauft. "Dann haben sie sich verabschiedet und sind in die Berge gegangen. Er war der letzte Mensch, der sie noch lebendig sah."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gehen den steilen Pfad hinauf, er ist mit Steinen bedeckt, die wohl Erosion verhindert, Tritthilfe sind, wer weiß. Neben uns fällt ein Wasserfall in das Tal. Hin und wieder treffen wir Schafpforten. Dieser Weg ist nicht für uns da. Er ist für diejenigen da, die hier ihre Schafe hintreiben. Er ist für die da, die oben ihre Häuser haben. Wir sind in ein anderes Reich eingetreten, wir sind nicht mehr auf den geleiteten Wegen, wir sind - zu einem gewissen Grade - frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei aber immer noch voller ungewisser Erwartung. Was wenn wir wieder auf ein Schneefeld treffen? Wenn es nicht weitergeht? Wenn wir an der Kuppe stehen, wiederum von Süden kommend, und im Norden, unter uns, nur weiße Weite sehen? Was dann tun? Umkehren? Noch einmal durchquälen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am ersten Tag stehen noch keine solchen Entscheidungen an. Wir vollenden den Aufstieg und geraten auf besagte Hochebene. Zwei Seen markieren das Territorium und liegen malerisch auf diesen 4-500 Metern. Mehrere Sommerhäuser, Dächer bedeckt mit Moos und Gras, sind hier gut angelegt. Wahrscheinlich noch nicht bewohnt, dafür ist es zu früh. Zwischen den Seen, Halbzeit, schlagen wir unser Zelt auf. Es ist ein wenig feucht zu Boden, aber wir finden einen guten Ort, nicht weit von einem lebendigen Bach, der sich zu den Seen herab stürzt. Malerisch hebt sich das grüne Zelt vom braun-roten Heidegras ab. Hier passt alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag beginnen wir nun also den Anstieg über die Hügelwellen, die uns zum höchsten Punkt führen. Wir sind immer noch leicht gespannt. Was wenn. Auf der letzten Kuppe, die wir nur auf Umwegen erreichen, da der Weg sich verliert, können wir schließlich auflachen. Ja, es gibt Schnee. Wir müssen insgesamt vielleicht 10-15 Meter durch ihn hindurch steigen. Sinken höchstens bis zum Knöchel ein. Das ist gezähmte Wildnis, nichts wovor man sich fürchten müsste. Und machen uns an den Abstieg, nach Espedal, erst das obere, dann das untere. Das obere ist eine Art Bergsiedlung, mit 6-7 Häusern und einer Art Dorfstraßenpfad zwischendrin, noch deutlich über dem Niveau des Tals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg finden wir einen Wasserfall, der sich unter der Brücke die wir überqueren zu einem Teich ergießt. Wir lassen uns nicht lange bitten und steigen herab zum Bade. Es ist saukalt, klar, aber dieses Gefühl der Reinlichkeit, des Kontrasts, ist erhebend. Dann steigen wir ins Tal.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-211169755104579065?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/211169755104579065/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=211169755104579065' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/211169755104579065'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/211169755104579065'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/06/overflow.html' title='Overflow'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5919688984201179654</id><published>2008-05-28T11:16:00.003+02:00</published><updated>2008-05-28T11:44:48.896+02:00</updated><title type='text'>Die neuen Rechte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die größte Neuigkeit zuerst: Sowohl Kat als auch ich sind wohlbehalten aus Norwegen wiedergekehrt und ich befinde mich inzwischen wieder in Budapest. Auf der Reise blieb ich verschont von größere Anfechtungen der Gesundheit betrifft (alle Knochen sind heil), aber auch von kleineren Details (kaum erkältet). Das macht das Gesamte schon einmal erfolgreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tour dauerte vom 9. bis zum 23. Mai und begann in Oslo. Von dort wollten wir etwa eine Woche einen Wanderweg durch die Wildnis beschreiten, was aber an den Schneeverhältnissen scheiterte. Stattdessen verlotterten wir am Rande der Städte von Südnorwegen - Kristiansand, Stavanger, Bergen und am Schluss noch ein Tag Oslo. Die erste Woche waren wir mehr oder weniger in der Wildnis unterwegs, die zweite Woche erholten wir uns und gaben uns den städtischen Versuchungen hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allen anderen Dingen - ich weiß nicht, ob ich einen kompletten Bericht dieser Reise anfertigen mag - unterschied sich Norwegen vom Gefühl her. Das macht sich an zwei Dingen fest: An Leuten und Rechten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Norweger sind freundlich. Diese Ansicht mag sich in der Welt herumgesprochen haben, das sagt aber noch nichts darüber aus, wie freundlich sie in Wirklichkeit sind. Wenn man sie nach dem Weg fragt sind sie nicht beleidigt oder überlegen, ob es überhaupt in ihren Zuständigkeitsbereich gehört, dir jetzt diese Auskunft zu erteilen. Meistens kennen sie sich gut aus und helfen gerne, ansonsten verweisen sie an Mitmenschen die eher helfen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel unser erster Wandertag. Da es Wochenende war konnten wir nicht die gesamte Strecke zu unserem Startpunkt per Bus zurücklegen. Wir fuhren also den halben Weg per Bahn und wollten zur Not die Strecke laufen. So stehen wir also am Bahnhof und schauen uns nach der richtigen Richtung um. Auftritt ein junger Mann, groß und blond, der uns fragt wohin wir denn wollten. - Amli, bzw. Dölemo, sagen wir. - Ah, da können wir euch mitnehmen, heute fährt ja kein Bus.  Schon eingestiegen, die ersten 20 Kilometer hinter uns gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann am zweiten Tag. Wir sind ungeplant in ein Tal abgestiegen, wo kein Bus und kein gar nichts fährt. Wir fragen in einem Handarbeitsladen (wer weiß warum es genau solch einen Laden hier gibt) nach dem Weg in die nächste Stadt und nach einer Badestelle am wunderschönen See, wo wir uns gerade befinden. Eine ältere Dame, die nicht sonderlich viel Englisch spricht, sich aber verständlich machen kann mit dem Wort Norwegisch von Zeit zu Zeit. Sie wird uns zu einem Waldstück mit privatem Strand bringen. Vorher zeigt sie auf ein Haus und sagt, dort würden Deutsche wohnen, vielleicht wüssten sie jemanden, der in die Stadt fährt. Wir fragen also, ein wenig skeptisch. Der pater familias sieht sich verantwortlich: - Dann muss ich sie wohl nach Dölemo bringen. Später bringt er uns an einen Kreuzweg zwischen Arendal und Kristiansand, kurze Zeit später sammelt ein Pastor uns auf, der uns nach Kristiansand fährt, über das europäische Bildungsideal und Erinnerungskultur erzählt, uns noch die Stadt zeigt und einen hervorragenden Campingplatz weist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Kürze: Norweger fühlen sich verantwortlich. Und: Diese Haltung färbt ab. Je einsamer das Tal war, in dem wir jeweils nach einer Mitfahrgelegenheit suchten, desto freundlicher und hilfsbereiter die Menschen. Das bezieht sich nicht nur auf das Anhalterspiel, sondern auf jegliches Nach-dem-Weg-Fragen und sonstige alltägliche Interaktion. Am letzten Tag etwa. Wir haben mitten in Oslo einen Campingplatz gefunden, am Rande des Vigelandparks, den man, sollte man in Oslo weilen, unbedingt gesehen haben muss. Das Zelt steht noch, wir köcheln Tee und warmes Müsli zum Frühstück. Ein Herr wandert vorbei und kommentiert. Meine deutschen Nerven erwarten eine bestimmte Form von Kommentar. Vielleicht Paranoia. Ich erwarte einen dummen Spruch. Wenn Fremde in Deutschland mit dir Kontakt aufnehmen, und du gerade mit nicht-standardisiertem Benehmen beschäftigt bist, dann gibt es einen dummen Kommentar. Es kann gar nicht anders sein. So nicht der Norwegische Herr. Als wir Nichtverständnis signalisieren übersetzt er - Are you having breakfast? bon appetit!.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Gesellschaft haben wir nicht nur von Norwegern Gutes erfahren. Gleichzeitig konnte man den "attitude-transfer" gegenüber Deutschen, Polen, Niederländern und Ungarn beobachten. Nicht dass sie von sich aus misantrophisch gestimmt wären. Aber hier in diesem Klima werden alle ermuntert, auch mal ihrer freundlichen Seite Auslauf zu gewähren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommt dieses Klima zustande? Ich möchte nur wieder ein Beispiel nennen, das mir so ungemein typisch erscheint. Wir kommen an ein norwegisches Wandergebiet. Dort steht eine Tafel, die grob die Routen der Region erläutert, gemeinsam mit einigen Vorschriften, wie man sich in der Wildnis zu verhalten hat. Unten auf der Seite befindet sich so ein Infokasten. Doch der Inhalt ist spektakulär. In diesem Kasten stehen keine Verbote, sondern meine &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rechte&lt;/span&gt;. Hier steht, dass ich über das Gebiet gehen darf, dass ich Skifahren darf, dass ich Pilze und Blumen sammeln darf, dass ich zu einem gewissen Grade fischen darf, dass ich mein Zelt aufbauen darf. Dort stehen Rechte, die ich in dieser Wildnis in Anspruch nehmen kann. Wieder ist es vielleicht die Deutsche Seele, die dazu kommentiert "Das kann doch nicht sein". Aber doch, hier bekommt man noch gesagt, was man explizit darf, in welcher Form man die Natur erleben darf. Und das ist ein Signal, das ich sonst selten sehe und mir, wie gesagt, in deutschem Naturschutzwahn kaum vorstellen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fühlt sich also Norwegen an. Als Auszug. Als Einstieg.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5919688984201179654?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5919688984201179654/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5919688984201179654' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5919688984201179654'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5919688984201179654'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/05/die-neuen-rechte.html' title='Die neuen Rechte'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-1160521838137205824</id><published>2008-05-07T16:39:00.002+02:00</published><updated>2008-05-07T16:44:06.936+02:00</updated><title type='text'>Auf der Reise</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Morgen verlasse ich Budapest. Nicht auf Dauer, sondern "nur" für zwei Wochen Urlaub, aber trotzdem ist meine Zeit hier nun fast um. Unsere Wohnung ist bis Ende Juni gemietet, und da ich nicht damit rechne, länger als das hier zu sein, ist dies also auch der Endpunkt des Budapest Abenteuers. Sobald ich aus Norwegen wiederkomme werde ich vielleicht auf dieser Plattform ein wenig darüber reflektieren, ein gesamtes Fazit ziehen und nebenbei noch einige Tipps für Budapest-Besucher der Ewigkeit überantworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war für mich mein Prüfungstag, in den zwei Seminaren die ich neben dem Selbststudium hier noch besucht habe - mein Ungarischkurs und ein Seminar auf Englisch zur Philosophie der Psychologie. Beides hatte ich mir schlimmer vorgestellt, aber letztlich war alles machbar und erfolgreich, insofern bin ich diese Prüfungen los. Über meinen Essay zu Berkeley habe ich noch nichts gehört, hoffe aber natürlich das beste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie erwähnt geht es morgen dann nach Hamburg und von dort direkt weiter nach Norwegen. Dort werde ich meine neuen Spielzeuge, ein Zelt und Outdoorbekleidung, in einer angemessenen Umgebung ausprobieren. Ich bin in jedem Fall sehr gespannt, wie es wird und wie einfach oder schwer das Überleben in der Wildnis wird. Echte Wildnis ist es ja nicht, da der norwegische Wanderverein großflächig Wege markiert hat, an diese Wege Hütten platziert, und somit eine Alternative zum schutzlosen Zeltwandern zur Verfügung stellt. Die Temperaturen sollen angeblich so zwischen 10 und 15 Grad liegen, was natürlich traumhafte Bedingungen zu dieser Jahreszeit sind. Ich freue mich sehr drauf.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-1160521838137205824?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/1160521838137205824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=1160521838137205824' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1160521838137205824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1160521838137205824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/05/auf-der-reise.html' title='Auf der Reise'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5287629612783699059</id><published>2008-04-25T15:58:00.002+02:00</published><updated>2008-04-25T16:17:55.369+02:00</updated><title type='text'>Auf der Suche</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Inzwischen habe ich mich wieder daran gewöhnt, das relativ alltägliche Budapester Leben zu leben. Ich gehe zu den wenigen Veranstaltungen die ich noch an der Uni habe, davon drei Stunden Ungarisch in der Woche und warte ansonsten auf die Rückmeldung für meinen Essay an der CEU. Mit dem Programm LateX habe ich mich soweit angefreundet dass ich schöne Texte produzieren kann und bin mit den sonstigen Funktionen sehr zufrieden - dass man etwa ein Literaturverzeichnis erstellen kann, von dem er dann automatisch die bibliographischen Daten kopiert, und das man dann für die nächste Arbeit weiterverwenden kann. Klar, das gibt es auch in anderer Form mit separaten Programmen, aber dass man einfach eine Textdatei mit den relevanten Werken in einer gewissen Form erstellt, und dann daraus alle Zitationen bezieht, das ist schon sehr angenehm. Für den optischen Eindruck werde ich am Ende dieses Eintrags meinen kleinen Artikel über Berkeley hinstellen, wer will mag ihn auch aus philosophischer Sicht lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzte Woche gab es eine angenehme Abwechslung hier vor Ort mit einigen Gastvorträgen. Beides waren Franzosen (eine sie und ein er). Sie hielt den Vortrag auf Englisch, über den Cartesianismus der Port-Royale-Logik, was den geneigten Leser nicht sonderlich interessieren muss. Ich saß eher dort und versuchte mich irgendwie zurechtzufinden im Vortrag, es wirkte so als hätte das französische Gedankengut den Transfer in die englische Sprache nicht sonderlich unbeschadet überstanden und war daher schwer wieder zu extrahieren, wie es oft klingt, wenn Menschen nicht in ihrer angestammten Sprache reden. Sie sprechen zwar sinnvolle, zusammenhängende Sätze, aber irgendwo fehlt eine Verbindung zwischen dem was intendiert ist zu sagen und dem was das Resultat dann letztendlich ist. Der zweite Vortrag war in der Hinsicht erfreulicher. Der Dozent trug seine Gedanken über das Thema von Pascal und den Emotionen auf Französisch vor. Danach wurde es auf Ungarisch simultanübersetzt, jeweils paragraphenweise. Das war ungemein stimulierend für mich, ich konnte so meine Verstehensfertigkeiten in zwei Sprachen verbessern, die ich beide leider nur zur Hälfte spreche. Da sich das dann auch so wunderschön überlappte gab es wunderschöne Synergieeffekte, mal lag mir ein ungarisches Wort näher, mal ein französisches. Besonders schön sind sicherlich meine Notizen von dieser Sitzung, die wohl mindestens viersprachig sind, mit französischen Ausdrücken, ungarischen Übersetzungen wo sie mir französische Ausdrücke erklärten, deutschen Kommentaren, und englischen Ergänzungen, die ich wohl einfach aus Gewohnheit eingefügt haben werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern feierte die "polnische" Magda ihren Geburtstag nach, der am 21. bereits stattfand. Zur Feier des Tages erhielt sie eine Gitarre, da ihre alte bei einer Reise in den fernen Osten unwiderruflich beschädigt wurde. Das setzte sie erstmal ein wenig fassungslos auf den Boden, war aber schön, Teil dessen gewesen zu sein. Daneben gab es sehr erträgliche Pfannkuchen und Konversationen mit Österreichern und Pseudoösterreichern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den nächsten Tagen werde ich weiterhin auf der Suche nach einer Art Praktikum hier in Budapest sein. Es wäre schade, wenn ich mit Ende Juni einfach spontan entschwinden würde oder im Juni hier nichts mehr zu tun hätte (außer der ewig unausweichlichen Magisterarbeit). Sicherlich noch ein wenig Reisen und das Land sehen, aber hier Arbeiten hätte noch etwas besonderes. Soviel nun also, auf gehts ins Wochenende.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5287629612783699059?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5287629612783699059/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5287629612783699059' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5287629612783699059'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5287629612783699059'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/04/auf-der-suche.html' title='Auf der Suche'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8616562674530855701</id><published>2008-04-18T08:23:00.002+02:00</published><updated>2008-04-18T08:26:04.573+02:00</updated><title type='text'>Gute Menschen</title><content type='html'>Es gibt gute Menschen auf der Welt. Ich habe Beweise. Auf dem Weg zum Flughafen, wohin ich Felix eskortiert habe, verlor ich meinen Studentenausweis mit der zugehörigen Monatskarte. Das ist doppelt schade: Einen solchen schönen blauen Ausweis auszustellen dauert in etwa zwei Monate - daher lohnt es sich für mich nicht, einen neuen permanenten zu besorgen. Stattdessen einen grünen temporären. Zweitens: Das Monatsticket war noch gültig bis 10. Mai, und ich bin ungewillt, für Dinge zweimal zu bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, gestern morgen fand ich beide gemeinsam wohlbehalten in meinem Briefkasten, ohne Umschlag oder Notiz. Es gibt also gute Menschen auf dieser Welt, und besonders in Ungarn.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8616562674530855701?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8616562674530855701/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8616562674530855701' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8616562674530855701'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8616562674530855701'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/04/gute-menschen.html' title='Gute Menschen'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-4037089056231086643</id><published>2008-04-15T21:45:00.002+02:00</published><updated>2008-04-15T21:58:45.083+02:00</updated><title type='text'>Denkpause</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Rund einen Monat ist mein letzter Eintrag her, und ich habe diese Zeit sehr intensiv verbracht. Heute Morgen ist Felix abgeflogen, mit dem ich hier eine knappe, wunderbare Woche verlebt habe. Am Sonntag sind wir nach Visegrád gewandert, wo ich schon anderswann war, aber eine so eindrucksvolle, lebensfrohe Natur auf dem Weg habe ich noch nicht gesehen. Wir waren beide unglaublich beeindruckt, haben uns an einem Hochpunkt, von dem das Tal der aus Österreich kommenden Donau besonders klar im Sichtfeld liegt, in die Sonne gesetzt und einfach den Tag genossen. Davon kam nun auch der erste Sonnenbrand des Jahres, aber es war eine würdige Stelle dafür. Danach haben wir im mittelalterlichen Restaurant diniert, das auch einige andere Besucher schon genießen konnten, und das ich immer wieder gerne besuche - wegen der großen Portionen, der Beilagen, die sogar - im Gegensatz zu sonstigen madscharischen Sitten - Gemüse beinhalten, und des aufmerksamen Service wegen. Ganz abgesehen davon, dass damit eine Reise nach Visegrád meist sehr erfolgreich abgeschlossen werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute stehe ich also wieder ein wenig alleine da und darf meine Tage neu sortieren, was ich gerne tue. Das Besuchtwerden ist eine tolle Sache, und ich habe jeden einzelnen Tag mit meinen Gästen genossen, aber im Ganzen handelte es sich doch um eine ziemliche Invasion, da ja auch alle sich die schönste Reisezeit nach Budapest, nämlich den Frühling, herausgepickt haben. Im Winter ist es meistens dunkel hier, im Sommer wird es langsam unerträglich heiß - die letzte Woche hatten wir schon über 20 Grad an einigen Tagen, was mich natürlich mitleidig Deutschland gegenüber stimmt, wo es angeblich wieder Schnee geben soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Zeit hat sich mein Verständnis von Touristenführung weiterentwickelt. Inzwischen habe ich eine Theorie, wozu man nach Budapest kommen sollte. Und so materialistisch es klingt: In Budapest geht es um Konsum. Das bedeutet vor allen Dingen, dass es sich nicht unbedingt lohnt, aus Budapest etwas mitzubringen. Weder die Volkskust noch die kulinarischen Spezialitäten rechtfertigen im Normalfall, damit sein Gewicht zu beschweren. Wenn man nach Budapest kommt, dann sollte man essen, trinken, einsaugen was man kann. Das beginnt mit den Kaffee- und Teehäusern. So guten Kuchen und so günstige Teespezialitäten bekommt man selten. Zum Mittagstisch kann man günstig indisch / ungarisch / voll vegetarisch essen gehen. Am Nachmittag in einem Thermalbad absacken. Zum Abend entweder auf das Partyschiff A38 oder in den Palast der Künste, wo Studenten besondere Eintrittstickets für 80 Eurocent erhalten. Den ganzen Tag wandelt man durch die wunderbare alte Bausubstanz, von der man nicht absehen könnte was sie bewirkte, würde sie vollständig renoviert und aufgemöbelt - vor dem Glanz müsste man vollständig erstarren in Staunen, und so würde Budapest zu einer Stadt der gefrorenen Statuen, in verschiedenen Stadien des Geblendetseins auf der Straße verblieben. Da wir aber nicht wollen, dass das passiert, begnügen wir uns damit, dass die Stadt ihren morbiden Charme weiter ausstrahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-4037089056231086643?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/4037089056231086643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=4037089056231086643' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4037089056231086643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4037089056231086643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/04/denkpause.html' title='Denkpause'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6178750825910153145</id><published>2008-03-17T18:14:00.002+01:00</published><updated>2008-03-19T12:04:25.798+01:00</updated><title type='text'>Wege</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jetzt habe ich erst einmal eine Woche Pause, es stehen Osterferien an, das Semester der CEU ist geendet, Anna kommt erst am 24., also kann ich mich ein wenig entspannen. Wahrscheinlich ist aber, dass ich mich den länger aufgeschobenen akademischen und sonstigen Vervollkommnungstätigkeiten zuwende - ich war schon länger Zeit nicht mehr in der Bibliothek, und habe jetzt einen erneuten Motivationsschub für meine Magisterarbeit. Gleichzeitig werde ich meinen Essay über die "Early Modern Empiricists" schreiben und mich darin wahrscheinlich mit "Berkeley und Common Sense" beschäftigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Moment schaue ich mir dafür die Textverarbeitung LateX (sprich: LateCH, da ein Chi und kein Ix). Ich war damals in den Facharbeitszeiten immer neidisch auf diese talentierten Menschen, die so wunderbar einheitlich formatierte Dokumente Zustande brachten, in der Zwischenzeit habe ich gelernt, wie ich Openoffice und MS Word ein paar Dinge für mich tun lasse, nun steht endlich der nächste Schritt an, dass ich "you see what you mean" betreibe, also quasi dem Dokument sage, was ich gerne haben will, und es dann selbst herausfindet welche Raumaufteilung und Formatierung dafür besonders sinnvoll ist. Inzwischen bin ich soweit dass das Programm bereitwillig meine sehr basalen Kommandos ausführt und ein hübsches Dokument ausspuckt - das ging relativ schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es nähern sich die Osterfeiertage, für die ich aber kein besonderes Programm habe. Nach meinen Besuchen bin ich erst einmal gesättigt von Prunk und Sehenswürdigkeiten, in einer sehr positiven Weise, mit allen war es wunderschön, mit meinem Vater in einem Kreis zu tanzen ist fast so ein Lebenstraum wie mit ihm Handball zu spielen (das haben wir ja schon geschafft), mit Martin und Anne die Feudalherrschaft zur Burg von Visegrad wiedererstehen zu lassen auch eine Freude. Mehr will ich gar nicht erwähnen, und das eine Ereignis dem anderen zuvorstehen lassen, das wäre unangemessen. In meinem Kopf mischen sich die ganzen vielen Eindrücke und lassen ihn ratlos zurück aufgrund der Ordnung, der ihnen zu geben wäre. So verlege ich mich lieber auf die Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag kommt vielleicht DAS Barockorchester, die English Barock Soloists mit John Elliott Gardiner und spielen die Johannespassion, die mir insgesamt wegen geringerer Monstrosität doch etwas lieber ist als ihr großer Bruder, die Matthäuspassion. Ich werde mich für Restkarten anstellen und zwei-drei Stunden in der Schlange verbringen um diesem Ereignis beiwohnen zu können, so wichtig wäre es mir dann. Zuletzt, ich wurde von meinem herzigen Mentor Bogyó dazu aufgefordert, auf Deutsch (!) einen Artikel für die internationale Seite einer Studentenpublikation zu schreiben. Sobald ich das erledigt habe kann ich diesen Artikel ja auch hier zum besten geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6178750825910153145?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6178750825910153145/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6178750825910153145' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6178750825910153145'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6178750825910153145'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/03/wege.html' title='Wege'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-7327869367927035069</id><published>2008-03-13T11:59:00.002+01:00</published><updated>2008-03-13T12:17:06.703+01:00</updated><title type='text'>Zeits wirds ...</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun also endlich mal wieder eine reguläre Nachricht. Und die Freude war groß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich heutzutage dazu aufgefordert werde meinen Lebensstatus preiszugeben, in der Form von "wie gehts" oder "hogy vagy" (sprich: Hodj vadj) auf Ungarisch, dann verweise ich oft darauf, dass ich gerade Besuchswochen habe, wie schon in der vorherigen Nachricht angedeutet. Das hat für mich viele positive Seiten. Ich fühle mich inzwischen wieder halbwegs im Deutschen beheimatet und muss mir nicht mehr mühsam die Worte zusammensuchen. Zeitweise habe ich viel in Englisch gedacht und beim Reden nach ungarischen Wörtern gesucht. Nun geht es wieder halbwegs und ich habe auch zum Schreiben in deutscher Sprache wieder ein relativ nahes Verhältnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweimal die Woche gehe ich zu meinem neuen Ungarischkurs. Der Lehrer nennt sich Lengyel Atilla, also der Pole Atilla, aber ist echter Ungar mit Schnurrbart. In den Stunden spricht er, abgesehen vom gelegentlichen englischen Erklärwort, nur Ungarisch mit uns. Das meiste verstehe ich und gegenüber den vielen Asiaten, die den Kurs auch besuchen, habe ich den Vorteil, die vielen gesamteuropäischen Wörter gut zu verstehen (heute etwa ging es um "monarchia", was für die Asiaten teilweise unbekannt war und den seltsamen "ch"-Laut beinhaltete).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Niveau ist für mich sehr angenehm, ich habe inzwischen wirklich das Gefühl, das meiste gesprochene einigermaßen zu verstehen. Im Schriftbild ist das ganze noch etwas schwieriger, aber die Frühe der Kurse (Mittwoch 8 Uhr, Donnerstag 8.30) sorgt dafür, dass ich immerhin jeden Morgen eine Metro einsammeln kann. Metro ist eine kostenlos verteilte Zeitung, wahrscheinlich werbefinanziert, von etwa 20 Seiten, die damit die auflagenstärkste in Budapest ist. Wie der Name schon suggeriert kann man sie in den Morgenstunden an den Metrostationen erhalten. Manchmal kommt sie mir ein wenig wie eine Werbeveranstaltung vor, auch in den Artikeln, in denen neue Produkte oder Shoppingzentren besprochen werden, es gibt aber immer auch einen Sportteil, ein wenig Politik und zuguterletzt einen Calvin &amp;amp; Hobbes Comic, hier Kazmér s Huba den ich morgens gierig verzehre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegenwärtig ist mein Herr Papa in der Stadt und hat mir heldenhaft einen Jahresvorrat Räucherstäbchen, ein dunkles Brot mit vielen Kernen und drei Packungen Lakritz mitgebracht, worum ich explizit gebeten habe und was mir, mit Ausnahme der Räucherstäbchen, in Budapest nicht unbedingt direkt zugänglich ist, das Brot in jedem Fall nicht. Gestern haben wir den Ort aufgesucht an den sich die Volkstänzer Budapests geflüchtet haben, die vorher etwa 10 Gehminuten von meiner Heimstätte logierten. Das Fonó-Zentrum liegt im Süden der Budaseite, wo man also nur schwierig hinkommt und wo sich eher Vorstadtindustrie befindet. Es gab einen Tanzworkshop und eine Musikgruppe die dann zum Tanz aufgespielt hat. Beim Workshop hatte ich Schwierigkeiten, mich einfach so in den Kreis einzureihen, wir kamen ein wenig spät und die Schritte variierten in schneller Folge. Irgendwann rang ich mich dazu durch, schlug mich eher schlecht als recht, aber bin nun fast motiviert, die Erfahrung zu vertiefen, was ja schon ein Erfolg für sich wäre. Das "Konzert" im Anschluss war dann etwas antiklimatisch, da es nicht wirklich viel zum Zuhören gab, aber viel zum Tanzen, was ich mich noch nicht traute. Höhepunkt war ein Csárdás, der sehr sehr langsam anfing und sich dann in 30 Minuten bis zur Extase hin steigerte, mit drehenden und wirbelnden Paaren auf der gesamten Tanzfläche. So war es gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute habe ich die beiden nach Szentendre geschickt, wo sie bei sonnigem Wetter auch gut aufgehoben sind. Dort residiert auch der Tárogáto-Bauer, der Budapest inzwischen hinter sich gelassen hat und nun dort diese speziell ungarischen Klarinetten fertigt. Das reicht erstmal, mehr nach dem Wochenende wo dann auch bald meine Osterferien anfangen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-7327869367927035069?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/7327869367927035069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=7327869367927035069' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7327869367927035069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7327869367927035069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/03/zeits-wirds.html' title='Zeits wirds ...'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8473617900664280917</id><published>2008-03-07T20:44:00.004+01:00</published><updated>2008-03-07T20:47:27.809+01:00</updated><title type='text'>Lebenszeichen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nur falls irgendjemand schon Besorgnis anmelden wollte: Es geht mir gut, ich befinde mich immer noch wie erwartet in Budapest, folge einem relativ routinierten Alltag und erfreue mich einer recht stabilen Gesundheit. In den letzten Wochen lief schleppend das neue Semester an, in dem ich einen leicht anderen Mix aus Kursen besuche. Gleichzeitig ging meine Besuchsphase los, wobei Kat sich zwei Wochen zu mir gesellte, vorgestern traf dann der erste Felix ein sowie eine weitere Architektin, Emma aus Delft. Heute haben wir bereits einen ausführlichen Standrundgang mit Architektenblicken hinter uns und brechen nachher noch in Richtung Nachtbad im Rudas Fürdö auf. Mehr über das ganze in den nächsten Tagen, dieser Eintrag dient eher zur Besorgnisvermeidung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8473617900664280917?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8473617900664280917/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8473617900664280917' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8473617900664280917'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8473617900664280917'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/03/lebenszeichen.html' title='Lebenszeichen'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2341227691419711594</id><published>2008-02-14T09:14:00.004+01:00</published><updated>2008-02-14T09:40:41.165+01:00</updated><title type='text'>Konterfaktischer Konditionalblogeintrag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn heute nicht der Vortrag über Hermetismus im 17. Jahrhundert ausgefallen wäre, dann würde ich wahrscheinlich nicht hier sitzen und Blog schreiben. Was aber nicht ganz stimmt, denn der Vortrag finge erst um 10 an, aber wahrscheinlich würde ich die Zeit anderweitig verplempern. Insofern basiert die Existenz dieses Eintrags auf einem Nichteingetreten sein eines anderen Ereignisses, beziehungsweise, wäre dieses Ereignis wie geplant eingetreten, wäre nun etwas anderes der Fall, als es nun ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es liegt wieder eine angenehme Woche hinter mir, die ich fast ausschließlich in Budapest verbracht habe. Ein paar Sachen sind dabei inzwischen vertrauter, das Ninjutsu Training, mein Montagskurs an der CEU, Budapest das sich langsam auf den Frühling einstimmt (aber nur ganz langsam).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neu war unter anderem ein Ausflug nach Visegrad. Visegrad liegt am Donauknie, zwischen Szentendre, worüber ich in meinem letzten Eintrag ein paar Andeutungen gemacht habe, und Esztergom, wo wir in grauer Vorzeit einmal einen Ausflug hin unternommen haben. Alle diese Orte haben es gemeinsam, dass sie sehr prominent am Wasser gebaut sind. Szentendre hat seine eigene Insel, die sich über Kilometer in der Mitte der Donau befindet und sie damit in Szentendrische und reguläre Donau spaltet, Visegrad und Esztergom haben zwar keine Insel, dafür aber Bauwerke, die eindrucksvoll über den Flusslauf blicken. In Esztergom steht dann über der majestätischen Basilika, an deren Kopfstück &lt;span style="font-size:100%;"&gt;"&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Caput, mater et magister ecclesiarum hungaria&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;e" geschrieben steht. Diese Hochwürden hat sie aber auch verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Visegrad kamen wir, von Leányfalu aus quer durch den Wald und die Visegrader Hügel. Diese Wanderung machte in etwa 20 Kilometer aus, also waren wir zu viert etwa vier Stunden unterwegs mit einigen Verweilmomenten an schönen Ausblicken über das Flachland und einigen Beschwerdemomenten über die Wegverhältnisse. Die schlimmsten Strecken waren die Wege die für Fahrradfahrer ausgezeichnet waren. Meistens handelte es sich um zwei Traktorspuren, tief in den Waldboden eingegraben, die aufgrund der Regenfälle, die sich natürlich in diesen Spuren sammeln, zutiefst vermatscht waren. Warum dies so sein musste, dafür habe ich eine Theorie.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;An einem unserer ersten Aussichtspunkte radelte mit den letzten Zügen, mit dem Stolz eines  selbstbewussten Siegers, ein Mountainbiker herbei. Das sah schon eindrucksvoll aus, seine professionelle Kluft, der Dreck, von dem sein Outfit starrte. Er radelte zunächst an uns vorbei, auf die offene Wiese, direkt vor dem Aussichtspunkt, quasi mitten ins Blickfeld. Dort ließ er sein Rad zu Boden, schnaufte einmal tief durch, streckte sich und blickte in den Horizont. Nun frage ich mich: Wie eindrucksvoll wäre dieser Auftritt gewesen, hätte unser lieber "Biker" nicht die Schmutzspuren aufweisen können, die Garantie dafür, dass er harte Straßen mit übermenschlicher Kraft gerade so gemeistert ha&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;t? Hätte er dann ebenfalls ins Blickfeld stolzieren können, mit der Garantie, alle Blicke auf sich zu ziehen? Ich denke nicht. Die schmutzigen Straßen sind unbedingte Voraussetzung für Selbstdarstellungen dieser Art. Deswegen sind sie in solch schlechtem Zustand, was Fußgänger kaum erfreuen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Endpunkt in Visegrad kompensierte aber für diese Strapazen. Wir hatten einen wunderbaren Blick über die Donau, der auch fotographisch festgehalten wurde. Danke an dieser Stelle an Magda fürs Einfangen (die neue; tatsäc&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;hlich ist eine zweite Magda nach Budapest gekommen, die ebenfalls Medizin studiert, aus Polen kommt, und Magda heißt. Zufälle gibt es ...). In Visegrad haben wir auch in einem Renaissance-Restaurant gegessen, mit "men in tights and silly hats", aber es wäre zu lang daraus noch eine Geschichte zu stricken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R7P-RFkD-RI/AAAAAAAAA-Q/I6i9jTqHfng/s1600-h/magda.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R7P-RFkD-RI/AAAAAAAAA-Q/I6i9jTqHfng/s320/magda.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5166752767028754706" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2341227691419711594?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2341227691419711594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2341227691419711594' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2341227691419711594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2341227691419711594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/02/konterfaktischer-konditionalblogeintrag.html' title='Konterfaktischer Konditionalblogeintrag'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R7P-RFkD-RI/AAAAAAAAA-Q/I6i9jTqHfng/s72-c/magda.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-7385812007168119843</id><published>2008-02-06T17:38:00.001+01:00</published><updated>2008-02-06T17:55:39.148+01:00</updated><title type='text'>Meditationen</title><content type='html'>Eine Weile bin ich nun wieder in Budapest, eine sehr entspannte Weile seitdem ich meine Prüfung und die Vorbereitung letzte Woche erfolgreich hinter mir habe, jegliche zeremonielle Gebräuche des Abschieds über mich hinweggewaschen sind. Ich habe die Zeit genutzt zum Ausflug nach Szentendre, ein Künstlerdorf an der Donau, eine halbe Stunde S-Bahn entfernt von Budapest. Dort herrscht angeblich ein ganz besonderes Licht, in dem Kunstwerke wie von selbst entstehen und wo daher die allerbesten Bedingungen für kreative Künstlerkommunen herrschen. So geschehen in Ungarn in den 20er Jahren. Dass die entsprechende Gruppe sich bald in ihre Bestandteile auflöste tat dem Ruhm keinen Abbruch, und auch jetzt noch hat das Städtchen einen ganz besonderen Ruf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig interessant ist der serbische Einfluss hier. Als die Türkenherrschaft ihr Ende fand und das serbische Gebiet befreit wurde gelangten Flüchtlinge nach Szentendre, siedelten dort und prägten das Stadtbild. Viele der Aufschriften sind auch in kyrillisch vorhanden, (auf Deutsch interessanterweise auch), es gibt eine serbisch-orthodoxe Kirche und ein Museum für die serbisch-orthodoxe Kirchenkultur. Was die Sonneneinstrahlung angeht, der Tag war tatsächlich sehr schön, ob dem auch so war in Budapest ist natürlich offen. Gereist bin ich mit meinem spanisch-baskischen Mitbewohner Xabi, der zwar schonmal da war, aber als Architekt zu der Künstlerkommune nicht nein sagen konnte. (Xabi hat auch die Angewohnheit, seine Kreativität in unserer Küche auszulassen, die inzwischen ein Netz aus Schnüren beherbergt, an denen etwa raumteilende Laken gespannt sind (parallel zum Fußboden) oder Lampen hängen. Wer mich besuchen wird, wird dann wissen, wovon ich spreche).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Szentendre haben wir noch zwei Museen besucht, die Sammlungen von Margit Kovács und Béla Czóbel, beide sind sehr zu empfehlen, Kovács hat interessante, unterhaltsame Skulpturen geschaffen, ein wenig comichaft manchmal, immer in Bewegung. Czóbel fing relativ expressionistisch an und verschwimmt im Laufe seines Oeuvres mehr und mehr, war aber auch spannend zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Woche werde ich noch meinen Stundenplan fürs nächste Semester finalisieren, ich hoffe es wird auch ein wenig Musikwissenschaft geben. Einen Proberaum fürs Klavierspielen finde ich höchstwahrscheinlich auch, nur weiß ich noch nicht, wieviel mich das kosten könnte. Aber ich freue mich definitiv darauf, wieder regelmäßig mit einem Tasteninstrument Kontakt zu haben, auch wenn ich täglich Gitarre spiele (üben kann man es mangels Anleitung nicht nennen) und das sehr genieße. Soviel erstmal, vieles ist im Moment stillständig oder in der Entwicklung. Bald passiert mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-7385812007168119843?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/7385812007168119843/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=7385812007168119843' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7385812007168119843'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/7385812007168119843'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/02/meditationen.html' title='Meditationen'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5320245852166296801</id><published>2008-02-01T10:08:00.000+01:00</published><updated>2008-02-01T10:31:25.881+01:00</updated><title type='text'>Reiseberichte - Abschluss</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Serie wird beendet, auch wenn sie über eine Woche unterbrochen wurde. In einem Anfall von Geschäftigkeit habe ich mich in die Bibliothek verkrochen und für eine mündliche Prüfung gelernt, die gestern nun stattfand und die ich erfolgreich absolviert habe. Trotzdem möchte ich noch ein paar Worte über Zagreb verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Schock, direkt vor dem Bahnhof: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Leute halten an Zebrastreifen&lt;/span&gt;. Wer sein Leben in Deutschland verbracht hat mag davon nicht so geschockt sein, aber dem sei gesagt: Weder in Italien, noch in Ungarn, noch in Polen, noch ... tun sie es. Und nun auf einmal in Kroatien, scheinbar liegt das wahre Erbe der k.u.k. Monarchie, was diese Höflichkeitsform angeht, im kroatischen Raum. Das lustige in Ungarn ist hingegen, dass dort wo kein Zebrastreifen, an Kreuzungen, die Autofahrer immer sehr nett und zuvorkommend sind, während sie sich wahrscheinlich am Zebrastreifen denken, dass ein Akt der Freundlichkeit, der aus Zwang geschieht, kein echter Akt der Freundlichkeit ist und deswegen direkt durchfahren, da es ja moralisch nichts zu gewinnen gibt. Oder so ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, wir tourten einige Hostels ab, die uns in Zagreb empfohlen worden waren. Dabei stellte sich recht bald heraus, dass Januar nicht als touristische Hauptsaison betrachtet wird und daher zwei von zwei Hostels, die wir uns nahe des Bahnhofs markiert hatten, geschlossen waren. Wir zogen also weiter zur allgemeinen Touristeninformation, die sich gleich am Hauptplatz befand. Dort der nächste Schock: Die Leute sprechen perfektes Englisch und wenn man sie nach einer Unterkunft fragt &lt;span style="font-style: italic;"&gt;telefonieren sie sogar um zu überprüfen, ob es dort noch freie Betten gibt&lt;/span&gt;. Das mag wiederum dem verwöhnten Deutschen als ein Standard erscheinen, in Ungarn gibt es das auf jeden Fall nicht. Dementsprechend tauschten wir uns konspirativ über unsere neu gewonnene Liebe für die Kroaten aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Hostel der Wahl hieß nun also "Carpe Diem" und befand sich ein wenig hügelaufwärts nach Norden. Das Personal war wiederum recht freundlich, das Hostel bestand aus drei Zimmern mit jeweils drei Ikeadoppelbetten. An den Wänden fanden sich Höhlenschriften von dagewesenen Backpackern, allerdings höchstens zwei Jahre alt. Dort mit Instruktionen für das Abendprogramm versehen wandten wir uns Zagreb zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier mache ich einen Sprung, da die Reise nicht mehr so frisch in meinem Kopf ist, und möchte nur generell sagen, dass Zagreb eine sehr faszinierende, lohnende Stadt ist. Das Leben findet viel auf der Straße statt, um sieben Uhr abends war der Hauptplatz voll von Leuten, und das im Januar - im Sommer passiert hier dann, mehr oder weniger, alles. Dass die Stadt am Hügel erbaut ist hat bestimmte Vorteile, von fast überall kann man den eindrucksvollen Dom erblicken. Inmitten der Altstadt findet man dann noch eine besondere Kirche, die direkt vor dem kroatischen Parlament steht, und wo die Wappen Kroatiens und Zagrebs in das Dach eingelassen sind. Direkt nebenan haben wir auch eine sehr gut gemachte Chagallausstellung gefunden, auch wenn ich langfristig ein wenig genervt von seiner Übermotivisierung war. Nebenan gab es noch das Museum für "naive Kunst", was ich nicht derartig empfehlen kann, es war irgendwie lustig, aber dann doch mehr naiv als künstlerisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Altstadt aus kann man eine Seilbahn ins Tal herab nehmen, da sie gute 40 Meter über den neueren Bereichen steht. Von dem Punkt wo die Seilbahn oben abfährt hat man eine grandiose Aussicht über die Stadt, wo wir auch am zweiten Tag einen der beeindruckendsten Sonnenuntergänge erleben durften, den ich in meinem Leben gesehen habe. Ich hänge ein Bild an, um die Aussage zu untermauern. Zagreb, kurz gefasst, lohnt sich. Sicherlich für 3-4 Tage, wenn nicht länger. Die Menschen sind freundlich, es gibt ausreichend Hostels, es ist viel los und die Stadt ist schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt noch eine Anekdote von der Rückfahrt: Bei der Passkontrolle gab es Probleme mit Kingas Reisepass. Dazu muss gesagt werden, dass es in Polen scheinbar möglich ist, mit dem gleichen Bild jahrelang weiterzureisen, und man kann es den Grenzkontrolleuren nicht verdenken, dass sie das fast 10 Jahre alte Bild nicht sofort mit der heutigen Person in Verbindung brachten. Was folgte war ein kleiner Test, ob sie auch wirklich polnische Staatsbürgerin sei. In Polnisch gab es diverse Anweisungen auf einem Zettel, so komplex wie: "Schreibe deinen Vor- und Nachnahmen" oder "male eine Leiter und ein Dreieck" oder zuletzt, wo eine Zahlenreihe stand "Umkreise die 12 und die 65". So macht Staatsbürgerschaft Spaß. Kinga bestand den Test, soweit ich weiß, und wir durften zuende reisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R6LmrV2bdgI/AAAAAAAAA-I/teeBJE6JjDs/s1600-h/resize2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R6LmrV2bdgI/AAAAAAAAA-I/teeBJE6JjDs/s320/resize2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5161941755194209794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5320245852166296801?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5320245852166296801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5320245852166296801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5320245852166296801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5320245852166296801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/02/reiseberichte-abschluss.html' title='Reiseberichte - Abschluss'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/R6LmrV2bdgI/AAAAAAAAA-I/teeBJE6JjDs/s72-c/resize2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2400450047378065913</id><published>2008-01-23T18:15:00.000+01:00</published><updated>2008-01-23T18:30:41.874+01:00</updated><title type='text'>Reisebericht - Pécs II und Zagreb I</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Wir beginnen unseren letzten halben Tag in Pécs damit, ein Frühstück zu suchen. Dass man auch im Restaurant, zur Morgenzeit Essen einnehmen wollen könnte, das scheint hierzulande nicht gang und gäbe zu sein, daher irren wir einigermaßen durch die Gassen, finden aber einige neue hübsche Stellen, wo wir noch nicht waren. Zum Ende entscheiden wir uns für ein trendy eingerichtetes Lokal nahe der Stadtmitte, dem Szecheny-Platz, wo es Riesenpfannkuchen gibt, die uns auch in ihrer Ausführung nicht enttäuschen. Da wären: Nutellafüllung, Rumschokolade und Apfelzimtvanillesauce. Dementsprechend gestärkt wenden wir uns den Nachholungen vom Vortag zu. Wir hatten einige Objekte des Interesses links liegen gelassen in der Hoffnung, den ewigen Fluch zu brechen, der dann eintritt, wenn man sich sagt „hier komme ich bestimmt wieder hin, am besten morgen”, und wo dann letztlich doch nichts passiert. Dem gingen wir aus dem Weg und begannen unsere Tour im Zsolnay-Museum. Die Familie Zsolnay unterhielt ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Porzellanfabrik in Pécs, in der durchaus eindrucksvolle Produkte entstanden. Da ist ein Ententeich der Weltausstellung in Wien, diverse Heiligenbilder, aber auch Gebrauchsgeschirr verschiedenster Provenienz, etwa Repliken von Bronzezeitfunden, asiatische oder ägyptische Serien. Das Museum ist angenehm aufgemacht und vergleichsweise sehr gut dokumentiert, daher kann ich es nur empfehlen. Wer mehr lesen will: &lt;a href="http://www.zsolnay.hu/De/3index.htm"&gt;http://www.zsolnay.hu/De/3index.htm&lt;/a&gt;. Danach sehen wir uns noch die Gallerie für moderne Kunst an, die sich hier auch findet – die aber relativ enttäuschend gehalten ist. Ein paar nette Werke von um 1930, aber en gros nichts neues oder bewegendes. Aber immerhin den Fluch besiegt. Noch ein wenig irren wir durch die Gassen, bis wir uns dann auf den Rückweg nach Budapest machen, aus unten genannten Gründen. Wir steigen noch in einer Pizzeria unterwegs ab und beobachten Halbstarke. Irgendwie haben wir auf dieser Reise eine Tendenz häufig in Lokalen zu landen, für die wir eigentlich schon fast zu alt sind, so auch hier. Die Kellnerin lacht fast als wir kurz nach Mittag schon Bier verlangen, nebenan balzen die vierzehnjährigen Angeber. Einer lässt es aus, sein Schnitzel überhaupt zu probieren und hat nur Augen für seine Gegenüber. Was er nicht auslässt ist ein Gang, wohl in Richtung Toilette, wobei er dann bodywirksam durch das Lokal zurückstolziert, mit gespanntem und schwankenden Oberkörper, was für ein Mann!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Über Budapest und die Reise dahin gibt es wenig zu berichten, außer dass die Nacht kurz wurde – um 6 ging es schon wieder weiter Richtung Zagreb. Am nächsten Morgen sind zum Glück alle vorhanden am Keleti, für mich ein fünfminütiger Laufweg, und reisefertig, mit Pässen und Sandwiches. In Südungarn begegnet uns unterwegs wieder Schnee, wovon man in Budapest natürlich nichts merkt, vielleicht auf den wenigst sonnenbeschienenen dunklen Orten, aber sonst wirklich nicht, und bald sind wir an der Grenze zu Kroatien. Dort werden wir erst einmal auf ein Abstellgleis verfrachtet und ausgiebig kontrolliert. Hier beginnt das kroatische Wunder. Wir sind inzwischen ein wenig an die ungarische Mentalität gewöhnt, sehr korrekt, etwas langsam, nicht unbedingt in allen Bereichen kooperativ sondern mehr lethargisch beharrend bis man aus dem Weg weist. Der kroatische Grenzbeamte hat gute Laune und ist lustig. Und spricht Englisch. Sammelt die Pässe ein, spricht unsere Namen aus, mit großer Faszination. Keine weiteren Komplikationen, wir verlassen unser Gleis und kommen irgendwann, etwa eine Stunde verspätet in Zagreb an. Dort beginnt die Suche nach einem Hostel ...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2400450047378065913?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2400450047378065913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2400450047378065913' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2400450047378065913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2400450047378065913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/01/reisebericht-pcs-ii-und-zagreb-i.html' title='Reisebericht - Pécs II und Zagreb I'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-3418964761849002970</id><published>2008-01-22T21:56:00.000+01:00</published><updated>2008-01-22T22:25:13.532+01:00</updated><title type='text'>ReiseBerichte - Pécs I</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Seit Sonntag Abend bin ich wieder in Budapest. Heute habe ich beim Training meine ersten Schläge abbekommen, nachdem wohl der Anfängerbonus nicht mehr zählte, fühle mich aber gleich viel involvierter. Darüber wie es mir beim Ninjutsu ergeht werde ich wohl ein andernmal schreiben, aber es ist für mich sehr bereichernd wieder etwas kampfkunstartiges zu praktizieren, nachdem ich in den letzten Monaten meist dem Hasensport nachgegangen bin. Am Sonntag bin ich also zurückgekehrt aus Pécs und Zagreb. Die Tour begann am Mittwoch und wurde am Freitag ungeplant unterbrochen, wir fuhren nach Budapest zurück, verbrachten eine Nacht dort und kamen dann am Freitag Mittag endlich in Zagreb an. Zu den Gründen später.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Die Reise habe ich mit Georg und Kinga unternommen, mit dem Urpaar unserer Erasmus Sprachkursgruppe, die sich schon in der zweiten Woche gefunden haben. Sie haben mit der Tragik zu tun, dass Kinga demnächst wieder nach Warschau zurückgeht während Georg noch mindestens bis Mai hier in Budapest bleibt. Für sie war es also eine Art Abschiedsreise, für mich eine Beschäftigung, da ich hier in Budapest erst einmal wenig zu tun hatte. Montags gehe ich zwar immer noch zur CEU, aber danach ist erstmal Freiraum angesagt. Den nutze ich so gut es geht für Sport, Sprachlernen und die Gegend anschauen, aber die Einladung zur Rundfahrt kam mir doch durchaus gelegen. Nachdem Szeged ein wenig unaufregend war, war ich gegenüber den südungarischen Städten schon ein wenig skeptisch. Pécs konnte meine Vorurteile aber relativ überzeugend zerstreuen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;In Pécs angekommen, was von Budapest aus nominell drei Stunden dauert (nominell, da in diesem Land Verspätungen noch deutlich regelmäßiger vorkommen als bei unserer DB und weil es auch eigentlich keine Informationen darüber gibt, wie pünktlich man unterwegs ist oder eben nicht), mussten wir nicht lange nach dem Hotel suchen: Direkt neben den Bahngleisen fand sich ein unförmiger Block, wohl aus sozialistischen Zeiten, das billigste Hotel der Stadt mit etwa 3000 Forint pro Kopf (inklusive Kurtaxe, oder wie sie das hier bezeichnen). Trotz des anfänglichen Schocks arrangierten wir uns schnell, da wir ja insgesamt auch nur zwei Nächte hier bleiben wollten. Wir mieteten uns also im billigstmöglichen Zimmer ein, Blick auf die Bahngleise, nur mit Waschbecken, im siebten Stock und mit betagter Garnitur. Sicher, wir hätten uns auch ein Appartement mit fließendem Wasserklo und Blick auf den Hügel leisten können, aber dann wäre uns natürlich ein wichtiger Teil der Erfahrung entgangen. Am Bahnhofskiosk bestelle ich noch souverän eine Landkarte der Stadt (samt richtiger Verwendung des ungarischen Possessiv, es ist schwer zu sagen, ob ich wirklich eine Karte wollte oder meine Sprachkenntnisse ausprobieren). Es ist etwa Mittag, wir sind morgens um 7.30 aufgebrochen. Gleichzeitig leben wir mit einer Unsicherheit: Kinga, polnische Staatsbürgerin, hat nur ihren Personalausweis mit (eine Chipkarte, in Polen), während wir Deutschen zuversichtlich mit der Zusicherung des auswärtigen Amtes reisen, dass wir mit Perso nach Kroatien reinkommen. A long story short, es stellt sich heraus, dass Kinga für ihren Reisepass noch einmal nach Budapest muss. Da wir aber am Ende des zweiten Tages schon mit Szeged abgeschlossen haben entschließen wir uns, als Vorgriff quasi eingeschoben, dazu gemeinsam nach Budapest zurückzureisen. Wie es so oft mit Studenten geht tauschen wir unsere Zeit gegen einen höheren Geldaufwand, denn natürlich ist ein Bahnticket günstiger, als noch eine Nacht in Pécs zu verbringen, und so angetan waren wir auch nicht. Falls jemanden die Details interessieren: Für Studenten kostet eine Bahnfahrt von 3 Stunden mit etwa IC-Komfort umgerechnet 6 Euro 50, mit Reservierung 8. Eine Übernachtung in unserem Rundumwohlfühlhotel hingegen 12.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Aber zurück zum Stadtrundgang: Pécs hat als Hauptattraktion eine Kathedrale, wo wir uns auch über kurz und lang hinbegeben. Unterwegs genießen wir das entspannte Stadtbild, die Konfrontation von Alt und Neu, die für die Stadt typisch sein soll, und den Reiz, den eine Stadt ausstrahlt, wenn sie am Hügel gebaut ist, mit langen Blicken über das Panorama, steilen Gässchen und nur niedrig aufragenden Häusern. Neben Budapest werden viele Sprachkurse auch für Pécs angeboten, wir kontemplieren also, was wohl anders gelaufen wäre, wären wir in diesem hübschen, beschaulichen Städtchen gelandet. Sicher entspannter, sicher weniger exzessiv, sicher ein Schock dann nach Budapest zu reisen. Nunja.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Wir sehen uns also die Kathedrale an, Georg handelt noch einen Weingutschein für die bischofsstifteigene Winzerei aus, wo wir in einem mit riesigen Fässern gefüllten Keller einen Weißwein kredenzt bekommen. Skandalöserweise hatte der Zuständige für die Eintrittstickets in der Kathedrale uns diese nicht sofort übergeben, aber da es im Reiseführer stand, und ein Reiseführer ist eine Autorität, erhalten wir unser Recht. Der Kathedralenzuständige, übrigens, spricht ein sehr gutes Deutsch, hat irgendwann in einer Deutschen Institution gearbeitet und leitet uns freundlich durch die Kathedrale. Er empfiehlt uns auch ein Restaurant, wo wir nachher den Tag beschließen wollen, auf dem Tettye-Berg, einer der Berge die nördlich von Pécs aufsteigen. Über kurz und lang machen wir uns also auf den Weg dahin und genießen das – etwas vom Blick überteuerte – Abendessen. Immerhin erhalte ich das Hirschragout von dem ich schon den ganzen Tag geträumt habe, „Bambi's father”, wie es in Pidgin-Erasmus-Englisch heisst, venison, wenn man endlich das richtige Wort aus der rosettasteinigen Speisekarte erlesen hat. Auf dem Rückweg scheitern wir daran, das für Pécs typische Bier zu finden, das es angeblich nur in einem einzigen Restaurant gibt, wovon der Kellner nichts weiß, und wo Wikipedia offensichtlich gelogen hat. Wir scheitern allerdings nicht am Bier trinken und Palinka probieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Über den Folgetag schreibe ich morgen etwas. Er beginnt aber sehr hoffnungsvoll mit Palacsintafrühstück und Kaffee.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-3418964761849002970?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/3418964761849002970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=3418964761849002970' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3418964761849002970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3418964761849002970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/01/reiseberichte-pcs-i.html' title='ReiseBerichte - Pécs I'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2306456898590264197</id><published>2008-01-15T22:00:00.001+01:00</published><updated>2008-01-15T22:01:24.794+01:00</updated><title type='text'>Wanderlust</title><content type='html'>Ich fahre morgen nach Pécs, im Anschluss kurz nach Zagreb und Sonntag wahrscheinlich zurück. Das wird ein Fest. Heute war ich zum ersten Mal beim Ninjutsutraining - einige Bereiche sehen aus wie Wing-Tsun, andere sind sehr andere. Als Hausaufgabe muss ich jetzt Rollen und Fallen üben. Wenn ich wieder da bin schreibe ich einen ausführlichen Bericht, versprochen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2306456898590264197?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2306456898590264197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2306456898590264197' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2306456898590264197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2306456898590264197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/01/wanderlust.html' title='Wanderlust'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2380545497206130063</id><published>2008-01-13T10:30:00.000+01:00</published><updated>2008-01-13T10:46:41.122+01:00</updated><title type='text'>Aufwandsaufnahme</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und wieder ist es Sonntag, und ich sitze in Budapest. Das ist nicht weiter kritisch, denn langsam lebe ich mich hier wieder ein. Ungarisch zu sprechen fällt mir erstaunlich leicht, auch wenn der Zahn der Abwesenheit ein wenig an meiner Vokabelflexibilität genagt hat, aber immerhin verstehe ich inzwischen das meistes was mir die bunten Werbetafeln in der Metro entgegenwerfen, zumindestens dafür reicht es also schon. Um an den vorherigen Eintrag anzuschließen, ich werde keinen Intensivkurs belegen, da er a) zu teuer und b) zu langsam für meine Zwecke ist. Da ich bis zum Start des regulären Semesters noch etwa einen Monat Zeit habe ist hier also Selbststudium angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ich schon wieder in der Bibliothek der Akademie und habe mich auf meinen ersten Unitag (morgen!) vorbereitet. Berkeley gefällt mir beim Wiederlesen sehr gut und ist deutlich strukturierter als Herr Locke, aber das wird sicherlich kaum jemanden überraschen. In der Zwischenzeit sind auch andere unserer kleinen Erasmusgemeinschaft zurückgekommen, so dass ich Freitag Abend zum Abendessen geladen war, bei Kati und Ferran, was sich auf der fernen Budaseite befindet. Auf seiner Heimreise ins katalonische Land hat Ferran ein gesamtes Schweinebein tranchieren lassen, so dass sich wunderhübsch dunkelrot glänzende Scheiben Schinken ergeben haben. Das war ungemein lecker, aber jetzt habe ich den starken Bedarf nach einigen vegetarischen Wochen. Oder Monaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit ich wieder hier bin habe ich noch zwei weitere Teehäuser ausprobiert. Interessanterweise befinden sich alle in der Jokai utca, die direkt hinter dem Oktogon liegt (wer Budapest kennt weiß wovon ich spreche). Nach dem Eislaufen am Donnerstag war ich im roten Löwen, was relativ unatmosphärisch ist, aber sehr esoterisch und guten Tee servierend, vorgestern in einem anderen, dessen Namen ich vergessen habe, das ebenfalls einen vorgelagerten Esoterikladen besitzt und das wohl scheinbar auf Wasserpfeifen spezialisiert ist. Nach weiteren Testdurchläufen werde ich gerne ein Rating abgeben, aber bisher kann ich auf jeden Fall sagen dass mich kein Teehaus in Deutschland sonderlich beeindruckt hat, habe ich aber auch nicht wirklich nach gesucht. Heute spielte ich mit dem Gedanken noch das House of Terror aufzusuchen, irgendwann einmal war es Sonntags frei, aber ich habe schon mit Schrecken erfahren dass sich diese komfortable Regelung nun geändert hat, zumindestens in anderen Museen. Mal schaun.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2380545497206130063?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2380545497206130063/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2380545497206130063' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2380545497206130063'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2380545497206130063'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/01/aufwandsaufnahme.html' title='Aufwandsaufnahme'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8930660350057067865</id><published>2008-01-09T14:48:00.000+01:00</published><updated>2008-01-09T14:49:08.138+01:00</updated><title type='text'>Neue Wege stehen</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Trotz meiner langen Abwesenheit von diesem Medium wird es kein größeres Update geben. Dieser Blog war als Protokoll meiner Tätigkeiten in Ungarn gedacht und wird es auch bleiben. Daher finden die Weihnachts / Silvester / Jahresanfangs – streifzüge hier keinen angemessenen Ort. Wer will kann dies zum Anlass nehmen, mich auf anderen Medien und Wegen zu kontaktieren. Zum Beispiel nehme ich gerne Telefongespräche via Skype entgegen, mein Benutzername lautet „aesop-” und ich bin häufig abends online. Sogar mein Vater hat inzwischen ein installiertes Mikrophon, insofern sollte es für den Rest der Welt auch kein Hindernis darstellen. Aber, um kurz meine Befindlichkeit darzustellen: Ich bin sehr zufrieden mit den drei Wochen, die hinter mir liegen. Zunächst verbrachte ich einige Zeit in Hamburg, mit produktiver Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, dieses gefeiert habend, samt anschließender Geburtstagsfeier meiner Edinburgher Cousine, lag die Silvesterfeier bei Steffi in Mannheim an. Danach dann das Januarseminar der CJD Studentenschaft auf Burg Liebenzell und schließlich heute die Rückreise nach Budapest. In gewisser Weise bin ich nun drei Wochen entfernt von ungarischer Sprache und Kultur, entrückt aus der Welt, in die ich eintauchen wollte. Doch wie es mit vielen guten Vorsätzen ist, sie relativieren sich irgendwann. Jetzt freue ich mich, dass ich soviele liebe Menschen in Deutschland habe, die ich gerne sehe, die mich gerne bei sich aufnehmen, und deren einziger Makel ist, dass ich sie nicht jede Woche sehen kann, da sie über die Republik verstreut leben. Auf diese erfreuliche Situation mit Selbstisolierung zu reagieren wäre doch irgendwie Selbstmord, daher akzeptiere ich freudig, dass ich weiterhin hin und wieder nach Deutschland pendeln werde. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Mein Gepäck hat sich allerdings rapide vermehrt auf dieser Reise. Nützliches und Notwendiges sind hinzugekommen, Gewünschtes und Ersehntes. Für baldige Berg- und Taltouren habe ich mir endlich Schlafsack und Isomatte eingepackt, aus der Einkleidungsfreude von Schwesterlein Anna und meiner Oma sind noch einige Kleidungsstücke entwachsen. Einige Bücher, ein Quintenzirkel für Gitarre. Eine Gitarre. Ein Paar Schlittschuhe, die ich in einer Karlsruher Nacht- und Nebelaktion noch erworben habe, fünf Minuten über Ladenschluss, gleich im Anschluss in der Karlsruher Innenstadt ausprobiert und für gut befunden. Sobald ich mein Heim erreiche wird ein dreifaches „Amen” fällig werden, da ich dann tatsächlich diesen Berg von Sachen heimgeschafft habe. Was noch fehlt ist eine lustige schottische Mütze, die ich demnächst ordern werde und die dann mein sich leerendes Haupt verziert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Was habe ich in diesem neuen Jahr vor? Als erstes, viel meine Schlittschuhe nutzen, solange die Eisbahn bei mir um die Ecke noch Spuren von Betrieb zeigt. Wenn alles gut geht wird meine Mitläuferin und Mitkonzertgängerin Dagmara auch entsprechend ausgestattet sein und wir können uns einen schönen Spätwinter machen. Mein nächster Vorsatz, vom Unwichtigen zum Wichtigeren fortschreitend, ist die Aufnahme einer weiteren fernöstlichen Kampfkunst, diesmal Ninjutsu. Auf einer Party vor einiger Zeit hatte ich mich sehr angenehm mit einem anderen Kampfkünstler unterhalten und viele Gemeinsamkeiten festgestellt, die ich nun ausloten werde. Angeblich geht es mit sehr basalem Training los, Fallübungen und derartiges, aber ich habe ja bereits die Erfahrung gemacht, dass sehr grundlegende Bausteine sich letztendlich zu einem hocheffizienten System zusammensetzen lassen, im Fall von Wing-Tsun. Sobald ich zuhause eintreffe werde ich Erkundigungen einziehen, ob es möglich ist, an einem Intensivsprachkurs teilzunehmen, der bereits seit Semesterbeginn läuft. Lehrer ist unter anderem Levente, mit dem ich schon im Intensivkurs die Ehre hatte, der sehr lebendig und konversativ den Unterricht gestaltet. So das möglich ist werde ich also bis zum Semesterbeginn der ELTE, das ist Mitte Februar, noch eine Runde Intensivungarisch lernen. Für das gesamte zweite Semester Ungarisch ist der Imperativ vorgesehen, den ich aber auch gerne vorweg lerne, und was mich ein wenig frappiert, ich meine, nur die Imperativformen, ein gesamtes Semester? Punkt vier ist natürlich weiter erfolgreich an der CEU zu studieren, wo es jetzt, wie vorher, mit Alcinous weitergeht, und von Locke zu Berkeley fortschreitet. Fünftens steht natürlich die Überlegung zu meiner Magisterarbeit an, auf die ich mich hier ja vorbereiten will. Das Seminar zur Neuzeit hat mir da einige neue Ideen gegeben, und ich will ausloten, was sich damit anfangen lässt. Dies liest sich vielleicht wie eine Vorsatzliste zum neuen Jahr, und so ist sie vielleicht auch gemeint, hier in der Öffentlichkeit abgelegt um den Fortschritt zu dokumentieren. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8930660350057067865?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8930660350057067865/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8930660350057067865' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8930660350057067865'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8930660350057067865'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2008/01/neue-wege-stehen.html' title='Neue Wege stehen'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-974772929468605448</id><published>2007-12-15T10:09:00.001+01:00</published><updated>2007-12-15T11:01:50.639+01:00</updated><title type='text'>Vortrag, Vorfreude</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die letzte Woche habe ich mich dem Phänomen Foucault gewidmet. Ich denke die Bezeichnung ist angemessen, bedenkt man wieviel Wirbel sein erster großer Erfolg, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;les mots et les choses&lt;/span&gt; in Frankreich verursachte. Selbst die große Ikone J.P. Sartre ließ sich zu einer Antwort auf die Provokationen Foucaults bewegen, übertitelt mit "Sartre répond". Dem zuvorgegangen waren Interviews, in denen Foucault, auf Basis seiner neu gewonnenen intellektuellen Anerkennung, Sartre und ähnliche Philosophen als Menschen des 19. Jahrhunderts bezeichnete, die verzweifelt versuchen, eine Erklärung für das 20. Jahrhundert zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kam ich dazu? Scheinbar findet in dem Doktorandenseminar, in dem ich bis jetzt eine Ecke der roten Couchgarnitur im Zimmer meines Betreuers hier vor Ort besetzte, die Ohren spitzte, und mich der Illusion hingab, dass hier lauter hochinteressante Gegenstände in wahnsinnig präziser Weise verhandelt werden - da ich ja nicht alles verstand und Aufmerksamkeit für Spracherwerb nun eben vonnöten ist, am Ende jedes Semesters eine kleine Konferenz statt. Mitten in diese gesellige Isolation, die ich jeden Donnerstagmorgen betrieben habe, wurde ich letzte Woche gefragt, ob ich einen Vortrag zu Foucaults klassischer Episteme halten möchte, auf jener Konferenz. Das habe ich nun also gestern gemacht. Zunächst im gebrochenen Ungarisch erklärt, dass ich sehr gerne einen Vortrag in der Landessprache halten wollte, es mir aber leider noch nicht möglich ist, dann über den Status der Foucault'schen Hypothesen über die klassische Episteme geredet. Was ich versucht habe zu beschreiben ist eben das, die Verwirrung und Faszination die aufgrund eines so unbestimmten Modus des Sagens aufkommt. Denn Foucault versucht eine Form des &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hinweisens auf das unbewusst zugrunde Liegende&lt;/span&gt;. Da gibt es vielleicht viel auf der Oberflächenstruktur zu kritisieren, aber das bleibt eben Oberfläche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vortrag wurde - so würde ich es beschreiben - wohlwollend angenommen. Insgesamt habe ich zwei Gesichter gezählt, die sich mir aufmerksam zuwandten, es gab ein-zwei höfliche Nachfragen, die mein generelles Projekt lobten, aber keine wirkliche Diskussion. Das war nicht weiter verwunderlich, weil mein Vorgänger sein Referat über Kant, Foucault und Aufklärung (felvilágosodás im Ungarischen) masslos überzogen hatte und die versammelte Mannschaft schon etwas in den literarischen Seilen hing. Das Abschlussreferat des Foucaultspezialisten aus Szeged, der extra für diesen Anlass eingeflogen wurde, wurde dementsprechend kommentarlos hingenommen während die fleißigen Studenten schon ihre Sackerl packten. Dass dieser Spezialist kein Deutsch sprach sondern nur Ungarisch und Französisch, vielleicht trug das auch zum Mangel an Debatte nach meinem Vortrag bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute schneit es wieder, wie gestern, was für Budapester Verhältnisse ein Rekord ist. Zur Feier des Tages war ich gestern Schlittschuhlaufen, hinein in die Welt der verblichenen Sommerhits und der posenden Hiphopkiddies. Nun, diese Schlittschuhkiddies sind nicht &lt;span style="font-style: italic;"&gt;wirklich&lt;/span&gt; Hiphopper, sonst würden sie sich die Lärmbelästigung auf der Eisbahn ja nicht antun, aber in Essentiam legen sie das gleiche Verhalten an den Tag, die coolen Posen, messerscharf andere Läufer schneiden, in Baggypants kreuz und quer durch den Berufsverkehr. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, danach gekocht und den erfolgreichen Tag gefeiert. Es ist noch etwas seltsam aus der Geschäftigkeit, die mich auch in die Bibliothek der &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkInTheCity/photo#5113747878660532722"&gt;Akademie&lt;/a&gt; führte, wieder in die Entspannung zurückzukehren, nicht viel zu tun zu haben. Nun, vielleicht Weihnachtsgeschenke besorgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend findet bei uns in der Wohnung eine kleine Party statt, in Gedenken an die Erasmusstudenten die uns - viel zu früh - um Weihnachten herum verlassen. Dieser Gedanken, insgesamt nur vier Monate hier zu sein - das wäre deprimierend, aber zum Glück gehöre ich zu den neunmonatlichen Privilegierten. Haben wir es gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-974772929468605448?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/974772929468605448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=974772929468605448' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/974772929468605448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/974772929468605448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/12/vortrag-vorfreude.html' title='Vortrag, Vorfreude'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-4514067972601029401</id><published>2007-12-05T20:58:00.000+01:00</published><updated>2007-12-05T21:28:29.780+01:00</updated><title type='text'>Ein Update in Bildern</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seit meinem Geburtstag ist ein bisschen was passiert, aber bisher hatte ich keine Lust zu dokumentieren. In Kürze: Ich habe am letzten Donnerstag ein ungemein mitreißendes Livekonzert besucht bei dem ich abgetanzt bin wie ein epileptischer Teenager, danach war ich ein wunderschönes Wochenende lang in Wien und finde mich derzeit wieder in Budapest ein. Gestern haben wir die Klausur in unserem Sprachkurs geschrieben, heute habe ich sie wiederbekommen. Gerade habe ich auch das letzte Viertel eines gigantischen Steinofenbrots verzehrt, von dem ich die Rest aus österreichischen Landen mitgebracht habe. Dazu die gute ungarische Salami, die ich inzwischen gefunden habe. Wunderbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich nicht nur schreibfaul geworden bin sondern auch fotosortierfaul war ich sehr dankbar dass mich heute Kasia ein wenig angestoßen hat. Daher präsentiere ich die Werke der letzten Wochen. Darauf sind größtenteils Straßenszenen zu sehen, die unter Umständen nicht allzu interessant sind, falls sie dennoch gefallen bitte ich um irgendeine Rückmeldung. Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darüber, wo ich mit der Photographie hinwill und ob ich irgendwie mich damit ernsthaft beschäftigen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, die Alben:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/Schneewetter/photo#s5140574094051901954"&gt;Eindrücke aus meinem Bezirk beim (hier sehr seltenen) Schneewetter&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/SzegedCo/photo#s5140575683189801762"&gt;Fotos eines Wochenendbesuchs in Szeged&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkTo/photo#s5140578560817890514"&gt;Dämmerungsstimmung von einem kleinen Spaziergang auf den Gellérthegy&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Und, da ich von einigen Stellen gefragt wurde: &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/Ichetc/photo#s5140580510733043522"&gt;Bilder die eine Annäherung an die Vorstellung erlauben, wie ich im Moment so aussehe.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;Und, aus weiterem Enthusiasmus: Das ist die Band die ich am Donnerstag gehört habe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;center&gt;&lt;object width="425" height="355"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KNklosMYw7o&amp;amp;rel=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KNklosMYw7o&amp;amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-4514067972601029401?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/4514067972601029401/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=4514067972601029401' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4514067972601029401'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4514067972601029401'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/12/ein-update-in-bildern.html' title='Ein Update in Bildern'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8760513932198938079</id><published>2007-11-28T11:22:00.000+01:00</published><updated>2007-11-28T12:02:07.096+01:00</updated><title type='text'>Geburtstagsfreuden</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern bin ich also 25 geworden. Und die Welt hat sich dennoch weitergedreht. Der Tag begann bereits um zwei nach zwölf, als meine Mitbewohnerin Magda mit einem Schokoladenkuchen und fünf darum dekorierten Teelichtern mein Zimmer betrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tagsüber habe ich dann gemacht, wozu ich sonst keine Zeit finde, in diesem Fall: Kürbissuppe kochen. Mit Paprika, Ingwer, Zitrone, genau das richtige für die - doch etwas kälter gewordenen - Budapester Wintertage. Zwischendrin kam noch ein Paket aus Deutschland an, von meinem Herrn Vater, das mich auch sehr erfreut hat. Anbei lag ein Brief aus ungarischen Sätzen. Ich freute mich schon sehr, dass mein alter Herr meinem Beispiel folgte und auch etwas Ungarisch lernte, es handelte sich aber bei genauerem Hinsehen um Sätze aus dem beigefügten Sprachführer, mit einigen putzigen Verschreibern. Bereits einige Tage vorher war mein "Geschenk" aus Tübingen angekommen: Kasia hatte mir bei meinem Besuch um Februar eine Probe ihrer Strickkunst versprochen und inzwischen werde ich von einem sehr hübsch blau-weiß-grau gemusterten Schal warm gehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstags habe ich ansonsten Metaphysikvorlesung und Sprachkurs, beides lief recht ereignislos, bis auf einen Fall von "Cocktail oder Pizza" im Kurs, der aber für die Mitwelt nicht unbedingt von Belang ist. Danach hatten wir eigentlich ein kleines Abendessen bei uns in der Wohnung geplant. Bereits bei anderen Gelegenheiten habe ich bestimmt erwähnt, dass sowas nie klappt. Die zweite Magda, die polnische, hatte auch einen Kuchen vorbereitet (irgendwie muss es am Namen liegen), und ein Treffen mit dem zweiten Geburtstagskind, Fatima, organisiert, wo dann noch ganz viele andere Leute dazukommen sollten. Wie Logistik so ist, die einzige Möglichkeit für mich, Freunde, Kuchen und Suppe zu verbinden war, sie in unsere Wohnung einzuladen. Dort fand sich also nach und nach das übliche dutzend Gäste ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich inzwischen ein wenig überrascht bin von der Unmöglichkeit, nur zu dritt zu Abend zu essen, fand ich das ganze doch irgendwie schön, soviele liebe Glückwünsche und noch einige sehr passende Geschenke. Zu nennen: Eine Tafel Karamelschokolade von Judith, und mein persönliches Highlight des Tages von meinen Mitbewohnern. Sie heißt Hering mit Nachnahmen, kommt aus Brasilien, befindet sich in einem glänzenden Zustand, braucht relativ wenig Pflege und macht wunderbare Laute: Meine neue Mundharmonika! Somit steht meiner Karriere als Bob Dylan von Ungarn nicht mehr viel im Weg, nur müsste ich noch lernen, während des Gitarrespielens zu singen. Das ganze erstreckte sich dann bis kurz nach zwölf, so dass mein Geburtstag auch schon wieder vorüber war. Ich habe mich sehr über die vielen guten Wünsche gefreut, die mich per Email, StudiVZ, Brief, Telefon und persönliche Handgebe erreicht haben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8760513932198938079?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8760513932198938079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8760513932198938079' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8760513932198938079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8760513932198938079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/geburtstagsfreuden.html' title='Geburtstagsfreuden'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5416218651075265624</id><published>2007-11-18T17:39:00.000+01:00</published><updated>2007-11-18T22:06:45.487+01:00</updated><title type='text'>Schneeregen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist Sonntag. Es regnet. Ich sitze im Haus. Ich liebe meine Mitbewohner, ich liebe sie wirklich, doch dass sie mir bei ihrem Aufbruch nach Debrecen und Wien keinen Krumen Brot im Haus gelassen haben, darüber könnte ich mich doch ein wenig echauffieren, besonders das Roggenbrot, das ich Freitag noch hoffnungsvoll zurückgelassen habe, liegt mir jetzt [nicht] schwer im Magen. Daran, dass ich diese Entwicklung nicht verfolgen konnte ist unschwer zu entnehmen, dass ich auch auf Reisen war. Ich habe ein mehr oder weniger aufregendes Wochenende in Szeged verbracht, nur für mein Ungarisch war es definitiv gut. Der Reihe nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meiner exzessiven Reise nach Deutschland war dies die erste "reguläre" Woche, mit dem echten Budapest-Gefühl und ohne die Verwirrung die direkt nach Wiederankunft über mich gekommen war. Eine typische Woche in Budapest sieht für mich ungefähr so aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;1. Montag bis Donnerstag Morgen fleißig sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das schließt reguläre Arbeit in der Bibliothek ein, wo ich entweder Texte in Vorbereitung auf meine Donnerstagsveranstaltung lese, die an leseintensivsten ist, oder eben meinen griechischen Text weiter übersetze. Inzwischen geht das schon wieder ganz gut, mir kommt das Gefühl für die Sprache zurück und der Text den wir vor uns liegen haben ist nicht allzu kompliziert, sehr hellenistisch-einfach geschrieben, sehr geradeaus gedacht. Wir graben in diesem Text an den Wurzeln des mittelalterlichen Platonverständnisses, wie aus den - mehr oder weniger eindeutig geschriebenen - Dialogen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lehrmeinungen&lt;/span&gt; wurden, und platonische Doktrinen. Für das Seminar am Donnerstag lese ich, wie bereits irgendwann erwähnt, ideengeschichtliche Texte, die alle etwas damit zu tun haben, wie sich das Phänomen "Neuzeit" ausbuchstabieren, erklären und auch zu einem gewissen Grade rechtfertigen lässt. Ich fühle mich dort immer noch sehr wohl und habe in der letzten Woche viel Respekt für Spinoza gewonnen, werde also wahrscheinlich mein Latein ausgraben und ein wenig in Originaltexten stöbern.&lt;br /&gt;Es überrascht mich ehrlich, dass ich es in Budapest deutlich besser schaffe mir Arbeiten fest vorzunehmen, zeitgerecht auszuführen, auch mal ein wenig extra zu tun. Wer weiß, in Berlin war ich besser eingerichtet im Alltag, fauler und hatte mehr Reisezeiten - hier ist das ganze wie eine zwanglose Muße, mit neuen Entdeckungen in jeder Woche. Distanzen spielen hier auch eine Rolle: Wenn man den Eindruck hat, in 15 Minuten in der Bibliothek sein zu können, und dann mit der Arbeit anfangen zu können ist das wesentlich motivierender als sich durch den Berliner Großstadtdschungel zu quälen. Das einzige was ich hier vermisse ist die Musikwissenschaft, wo ich leider noch keine Kurse besuche, aber hoffentlich im nächsten Semester.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;2. Ab Mittwoch Abend: Konzerten frönen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Und wieder waren es kulturelle Faktoren die mich zur nationalen Konzerthalle lockten. Dass ich in einem jüngst ausgefüllten Fragebogen noch nachdenken musste, was mein Lieblingsgebäude in Budapest ist, das stimmt mich jetzt eher verwundert: Die nationale Konzerthalle ist ein wunderbarer Neubau, meist in einem verlockenden blauen oder lilanem Licht angestrahlt, birgt das Nationale Festivaltheater und die nationale Konzerthalle, und könnte mir gerne zum zweiten Wohnort werden, wenn es nach mir ginge. Diese Woche war polnisches Intermezzo angesetzt, zwei Konzerte in denen namhafte polnische Jazzmusiker mit amerikanischen Koryphäen zusammenspielten. Dabei kam es zum zweiten Wiedersehen, das mich an den Herbst 2004 erinnerte: In einem früheren Eintrag hatte ich erwähnt, dass der Bandleader einer der ersten Jazzgruppen die ich in Budapest gehört habe auch das BJJO bei meinem Praktikum dort geleitet hatte. In dem Konzert spielte nun der Dirigent des LJO (Luckman Jazz Orchestra), des zweiten Orchesters das damals an dem Projekt teilgenommen hatte - hier allerdings auf der Flöte zu hören. Das Konzert war sehr spirituell gehalten - die Musiker variierten über alte Kirchengesänge, ingesamt drei verschiedene Variationen von "Salva Regina" waren zu hören. Eine wundervoll meditative Musik, in der sich die Darsteller zum großen Teil altruistisch dem Klang unterordneten und damit einen wunderbaren Effekt erzielten - zugegeben, die Bühnenbeleuchtung im Hintergrund roch ein wenig nach Kitsch, die Ansagen waren schon fast ultra-christlich, aber insgesamt hatte alles noch ausreichend Stil und war nicht zu "gagyi (Schreibweise?)", was auf ungarisch soviel wie "silly", "albern", "übertrieben und peinlich" heißt (Aussprache: godji). Das Konzert am Donnerstag war dagegen etwas enttäuschend - so gute Musiker, und so schlechter Sound. Beginn: Solovioline, hübsche Melodie, aber total übersteuert und zu laut. So kann man gute Musiker verschwenden ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;3. Ab Donnerstag: Ausweg aus der Stadt suchen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wochenends versuche ich meistens ein wenig unterwegs zu sein. Nicht dass Budapest ganz fürchterlich wäre, aber hier im Land gibt es noch sehr viel zu sehen und Budapest wartet ja auch geduldig auf die Besucher, denen und mir ich dann die Stadt zeigen kann, wenn sie da sind. Also zieht es mich in die Randgebiete. Was demnächst noch aussteht ist etwa Szentendre, eine der sehr alten Städte an der Donau, wo es ein wunderbares Marzipanmuseum geben soll - so etwas die Madame Tussauds in London, nur halt mit Figuren aus Marzipan. Früher oder später muss ich auch noch unbedingt nach Transylvanien (was ja schon länger Rumänien ist), von dort hat mir Magda, meine Mitbewohnerin, wunderschöne Bilder gezeigt. Wahrscheinlich ist es Januar oder Februar so weit, dann habe ich nämlich 1 1/2 Monate frei, vielleicht nur versetzt mit ein paar Prüfungen oder Hausarbeiten. Dieses Wochenende war ich in Szeged, was nicht sonderlich spektakulär war (wie oben angedeutet). Der Cognac war gut, habe viel Sprachpraxis bekommen, diverse Zerfallsprodukte angemerkt, Tom Hanks auf Ungarisch in Cast-Away gesehen, aber das wars dann auch schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;4. Zwischendurch: Wundern wo die Zeit geblieben ist&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen bin ich seit drei Monaten in Ungarn. Was als Zeitraum nicht nach viel klingt ist in Hinsicht der Gewöhnung und Einstellung auf diesen Ort eine Zeitreise. Wenn ich an einigen Orten vorbeigehe erinnere ich die ersten Tage - als der Aktionsradius noch so klein war, als ich mich an einigen bekannten Orten lang gehangelt habe, keinen Überblick hatte, ein wenig Angst, mich zu verlieren. Immer neue Ecken entdeckt habe, oder vielmehr auch die alten Ecken wiederentdeckt, durch das Philosophieinstitut geirrt und kaum ein Wort Ungarisch verstanden - das ist jetzt alles vorbei, inzwischen gehe ich mit der Stadt ähnlich souverän um wie mit Berlin, aber irgendwie kommt es mir schade vor, dass dieses Adrenalin, diese erste Welle der Aufregung verflossen ist und langsam vom Alltäglichen überlappt wird.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5416218651075265624?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5416218651075265624/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5416218651075265624' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5416218651075265624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5416218651075265624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/schneeregen.html' title='Schneeregen'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-5586158346119854619</id><published>2007-11-10T09:55:00.000+01:00</published><updated>2007-11-10T10:40:15.113+01:00</updated><title type='text'>Beschallung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist jetzt erst eine Woche seit ich wieder in Budapest bin aber die Tage fühlen sich deutlich voller an als vorher - vielleicht aber auch nur verglichen mit der entspannten Traumwelt die in Deutschland war. Auf jeden Fall habe ich die Angewohnheit mitgenommen, den Tag ein wenig mehr zu nutzen und freue mich darüber sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anfänglichen Schwierigkeiten, wieder in die Sprache hineinzukommen, haben sich inzwischen gelegt und ich spreche wieder relativ verständliches Ungarisch. Eine Sache, die mir vorher nicht so deutlich bewusst war und es langsam wird ist, dass man im Ungarischen einfach sehr präzise sprechen muss. Da die Endungen die Bedeutung des Worts entscheidend beeinflussen darf man nicht, wie im Deutschen, in der Mitte des Worts seine Sprechwerkzeuge entspannen und den Rest des Worts als einen lapprigen Rest herausfallen lassen sondern muss auch am Ende deutlich artikulieren um die feinen Unterschiede in der Bedeutung herauszuarbeiten. Als Übung bin ich inzwischen dazu übergegangen, ungarisches Radio zu hören, mr3 Bartók, ein standesgemäßer Sender mit schöner Musik und hübsch gesprochenen Sprachbeiträgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich zum zweiten Mal das Franz Liszt Kammerorchester gehört, das in der nationalen Konzerthalle spielte. Nach einer kleinen Periode der Unbehaglichkeit, als sich meine Mitkonzertgänger etwas verspäteten, und ich die kostbaren Tickets schon die Donau hinabtreiben sah, war das ganze aber kein großes Problem und wir erwarben drei Tickets zum Semmelpreis (200 HUF = 0,80 Euro). Diesen Erfolg zu feiern hatten wir leider keine Zeit, da das Konzert schon in den Startlöchern stand. Heute auf dem Programm: Beethovens Ouverture zu den Geschöpfen des Prometheus, das Klavierkonzert G-Dur und nach der Pause Schuberts großes Quintett C-Dur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ouverture war ... nunja, Beethoven. Ein paar einleitende Akkorde, ein schneller Streicherlauf, ein wenig Aufregung, klein bisschen Spannungsaufbau in der Koda, vorbei. Aber auch nicht wirklich aufregend. Spannender war das zweite Stück, das - nebenbei gesagt - bisher auch immer mein Lieblingsklavierkonzert von Beethoven war. Das fünfte ist mir ein wenig zu - sperrig -, zu sehr von diesem heroisch-militaristischen Ton geprägt. Das vierte ist intimer, bescheidener und für mich daher auch zugänglicher. Das heißt aber nicht, dass man es zu lax angehen sollte - was leider bei diesem Orchester am Anfang passierte. Der Pianist, Ránki Dezsö, hatte anfangs einige rhythmische Probleme und wirkte etwas unsouverän, aber langfristig war es dann gut. Dass er in der Kadenz ungefähr 1 1/2 mal so schnell spielte spricht auf jeden Fall dafür, dass auch ihm das Tempo zu entspannt war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einem gewissen Grade war die Musik selbst eine Nebensache, denn es gab viele andere Dinge zu beobachten. Die Studentenplätze befinden sich in der Konzerthalle im dritten Stock, also etwa zehn Meter über dem Parkett, in luftiger Höhe. Man blickt in die Schallsegel, die wahrscheinlich sehr vorteilhaft wirken. Man hört im Stehen, gelehnt an das Geländer, an einen der flexiblen Dekorationspfeiler. Zwischendurch kommen immer wieder Nachzügler hinein, ein frischer Windstoß verwirrt dann jedesmal. Einmal ist es soweit: Das Programm das ich lose nahe dem Abgrund platziert habe hat genug von seinem flatterhaften Leben, nimmt den Wind zum Anlass und springt ab. Mitten in den spielerisch-turbulenten Schlusssatz des Konzerts flattert ein sich nur mühsam entfaltendes Blatt in den Gang nahe dem Parkett. Das Ganze dauert vielleicht fünf, sechs Sekunden, aber ist ein Moment der zwanglosen Freiheit, die ein seltsamer Zufall, ein nun eingetroffenes, irgendwie schönes, unabwendbares und nun nur noch zu beobachtendes Ereignis, hat. Wie das erhabene Naturschauspiel, dem wir nicht unterworfen sein wollten, es aber mit Ehrfurcht und Interesse verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach dann das nächste Schauspiel. Wie unter dem Stichwort "Klatschzwang" verhandelt wundern mich manche Sitten in ungarischen Konzerthäusern, obwohl das Rhythmisieren des Geklatsches im Konzerthaus nicht ganz so deutlich ist wie anderswo. Heute fand ich aber eine zweite Sitte, die ich weit mehr mag. Als Musikwissenschaftler kennt man die Berichte, in Chroniken, Biographien, Aufzeichnungen aus früher Zeit: Berichte über ein frenetisches Publikum, das die Vorführenden mit enthusiastischem Applaus dazu bewegt, Teile des Werks zu wiederholen. Egal wie umfangreich der Zuspruch, in Deutschland habe ich das noch nie erlebt. Vielleicht arbeiten alle Orchester nach Tarif im Minutentakt, vielleicht ist es unter ihrer Würde, vielleicht muss sich das Konzert den billigen Unterhaltungsmedien, die Wiederholungen bis zum Grenzwert ausschlachten, widersetzen. In Ungarn hat man diese Ängste nicht. Und so wurde zum Ende des Klavierkonzerts tatsächlich der gesamte dritte Satz wiederholt. Ein sehr schönes Schauspiel, denn Orchester und Pianist gönnten sich mehr Risiko, mehr Fluss, mehr Entspanntheit, wie es eben möglich ist, wenn man schon einmal gezeigt hat, dass man die Leistung erbringen kann, und nun nur noch für sich und zur Freude spielt. Eine sehr schöne Tradition, die ich sehr gerne auch einmal bei den Berliner Philharmonikern sehen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Programmblock nahm mich nicht in gleicher Weise mit. Irgendwie stehe ich dem Konzept, ein Stück für vier, fünf, acht Streicher mit einer größeren Besetzung aufzuführen skeptisch gegenüber. Es fehlt ein wenig die kommunikative Dynamik, die direkte Interaktion der Spieler miteinander, die eben Kammermusik auszeichnet. Das Stück wirkt langweiliger, weniger unmittelbar, wenn erst ein Konsens in einer Untergruppe gefunden werden muss und der dann mit einer zweiten Gruppe abgeglichen wird, und so erst das Zusammenspiel entsteht. So wirkt das Stück auch, als hätte es verblüffend wenig Substanz, als hätte Schubert zu dünn komponiert - hat er nicht, er hat nur für den Dialog komponiert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-5586158346119854619?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/5586158346119854619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=5586158346119854619' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5586158346119854619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/5586158346119854619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/beschallung.html' title='Beschallung'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-306692772476462152</id><published>2007-11-08T07:31:00.000+01:00</published><updated>2007-11-08T08:14:01.540+01:00</updated><title type='text'>Morningbell</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Inzwischen nutze ich auch die Morgenstunden des Tages, wo die Stadt noch schläfrig ihre Glieder entfaltet und sich in Position ruckelt um den Tag mit einer klammerhaften Umarmung zu begrüßen und nicht mehr loszulassen. Denn der Smog und die dicke Luft nimmt nicht die Stadt in den Griff, die Stadt nimmt die Welt in den Griff und krallt sich daran fest, macht sie zu ihrem Eigen. Die einzige mögliche Erfrischung ist dann der Regenguss, wie man einen Strahl Wasser auf zwei verbissene Hunde, Menschen, Radikalengruppen lenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit nutzen die Menschen unterschiedlich. Die Illusion der Ruhe und Abgeschiedenheit lässt sich aber kaum lange aufrecht erhalten. Am Montag habe ich einen Morgenlauf zum népliget unternommen, also zu dem Volkspark, der ein gutes Stück von mir entfernt liegt. Der Weg führte mich die Köbányai út entlang, eine Straße die parallel zu den Bahnschienen die nach Osten führen. Vorher führte mich der Weg den Friedhof entlang, die Fiumei út, wo ich schon einen Nachtspaziergang nach Party verbracht habe und animalische Angstgrundlagen wieder entdeckt. In der Köbányai befinden sich die Chinesen und Gypsies von denen es im achten Bezirk angeblich soviele gibt. Die gesamte Straße besteht aus Lagerhäusern (auf der einen Seite, das andere ist Fabrikgelände), Autoparkplätzen davor, kaufenden und handelnden Menschen. Billige Kleidung, Nahrungsmittel, Schuhe, chinesische Dekoration, bereits um sieben in der Frühe als umfassende Beschäftigung und wahrscheinlich auch Lebensgrundlage. Ich muss mir hin und wieder ins Gedächtnis rufen dass das Innenstadtparadies, in dem ich die meiste meiner Zeit zubringe, mit Kathedrale vor der Haustür, Donau und Parlament nebenan, eben das ist: Ein abgeschlossener Bereich, in dem nicht jeder etwas zu suchen oder zu finden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Volkspark ist sehr hübsch, schöner als das Stadtwäldchen das von Zirkuszelten, Wellnessbädern und am wichtigsten, nervigen Straßen durchzogen ist. Im Park ist es ruhig, sonnig, entspannt, irgendwo findet sich ein Feld der Energieproduktion, aber das stört nicht weiter.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-306692772476462152?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/306692772476462152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=306692772476462152' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/306692772476462152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/306692772476462152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/morningbell.html' title='Morningbell'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2610187102085663102</id><published>2007-11-05T23:55:00.000+01:00</published><updated>2007-11-06T00:18:27.756+01:00</updated><title type='text'>Gegenwartssprung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unsere Reise in den Nationalpark endete also mit einem Tag in Miskolc, nachdem wir ohne Karte fröhlich nach dem Weg gesucht hatten, um 10 vor 10 die Türen der Pizzerien vor die Nase geschlagen bekamen und daher mit Sandwiches und Hamburgern in einer Bar unsere Existenz sicherten. Am Folgetag inspizierten wir noch zwei Attraktionen: Eine alte Burg, die auch auf dem zweihundert Forintschein abgebildet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Ry-goDJXSpI/AAAAAAAAAtA/v4uiHwr6g98/s1600-h/200forint.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 143px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Ry-goDJXSpI/AAAAAAAAAtA/v4uiHwr6g98/s320/200forint.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5129495110498077330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf dieser Burg kletterten wir ein wenig herum und sahen uns echt antike Ritteruniformen und den Weg einiger Heiligen in die Hölle an. Ein wenig Kinderspielplatz zum Abschluss. Von dort migrierten wir zum Höhlenbad (barlangfürdö auf ungarisch), wo wir noch zwei recht kurzweilige Stunden verplantschten. Sehr exotisch war es leider nicht, Chlorwasser in angenehmem Ambiente. Wir fielen also in den Zug nach Budapest, schliefen und tauschten uns über ästhetische Konzepte aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war vor etwa zwei Wochen, daher ein schneller Überblick über die Zwischenzeit. Kurz im Anschluss war ich auf der StA-Sitzung bei Oberurff, genauer gesagt bei Kassel in der Jugendherberge von Melsungen. Um 7 Uhr morgens waren sie schon recht freundlich und offerierten mir das Teebuffet das mit Exotik nicht geizte aber darüber solide Grundlagen vermissen ließ - wer braucht schon Winterzimt, Vanille-Rhabarber und Cola-Tee (sic!) wenn keine Kräuter, Hagebutte, grüner Tee vorhanden sind? Die Sitzung insgesamt war lang, etwas ineffizient aber dabei sehr entspannt, für einen alternden auscheidenden StA-ler genau das richtige, um noch einmal in aller Länge und Breite das über Jahre akkumulierte Wissen preiszugeben. Wegen Sitzungsüberlängung fiel der Partybesuch in Kassel leider aus, aber das schmerzte mich nicht sonderlich, denn es gab um drei Uhr nachts noch Schokofondü zur Kompensation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Gelegenheit erhielt ich auch meine Abschiedsurkunde aus diesem Gremium, dem ich in fünf Jahren fast soviel Aufmerksamkeit gewidmet habe wie meinem Studium, in dem ich sehr viele, sehr schöne Momente hatte und wo ich unglaublich wertvolle Menschen getroffen habe. Es ist schwer zu sagen, wie viel mir das ganze geholfen hat, bedeutet hat, und wo ich ohne wäre. Also: Danke euch allen für die gute Zeit und die ausdrucksvolle Urkunde. Für den Rest der Welt liegt sie hier in Budapest zur Ansicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den Bogen zu schließen: Gestern bin ich wieder hier in Ungarn eingetrudelt, heute die ersten Kurse besucht und versuche wieder ins Ungarische hineinzukommen, was mir aber eher mäßig gelingt, plane aber immerhin wie ich die verbleibende Zeit sinnvoll nutzen kann und dem dräuenden Alltag ein Schnippchen schlagen. Wer sich gewöhnt hat schon halb verloren!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2610187102085663102?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2610187102085663102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2610187102085663102' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2610187102085663102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2610187102085663102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/gegenwartssprung.html' title='Gegenwartssprung'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Ry-goDJXSpI/AAAAAAAAAtA/v4uiHwr6g98/s72-c/200forint.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-1003675302332085885</id><published>2007-11-05T19:20:00.000+01:00</published><updated>2007-11-05T19:46:53.327+01:00</updated><title type='text'>Bükkenrede, zweiter Teil</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diesmal ohne anstößiges Gedicht, aber mit rascher Erklärung: Die tollkühne Ankündigung, dass ich den zweiten Teil der Reise bald veröffentliche konnte ich leider nicht halten. In der Zwischenzeit habe ich eineinhalb Wochen Zeit in Deutschland verbracht und dabei wenig Zeit und Muße gehabt, meine Budapester Geschichten weiter zu führen. Als kleine Entschädigung werde ich zumindestens versuchen, die Bilder von unserer Bükk-Reise in meinen Besitz zu bringen und der Öffentlichkeit zukommen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach. Am zweiten Tag unserer Hügelreise pendelten wir in aller Frühe nach Silvásvárad. Unterwegs noch ein wenig Panik, denn der Bahnhof war um die Ecke, aber nicht so um die Ecke, und die Gruppe war wach, aber noch nicht so wach und vor allen Dingen so dynamisch wie eben nur eine Gruppe von mehr als drei Personen es sein kann. Auf die Tickets geworfen, in den Zug gehechtet, und die Sandwichproduktion angeworfen die uns schon am Vorabend vor dem Hungertod gerettet hatte. Dem Schaffner entlockt unsere Manufaktur höchstens ein mitleidiges Lächeln, aber er weist uns freundlich darauf hin, dass es in Szilvásvárad zwei Bahnstationen gibt, wir entscheiden uns für die erste, die schneller in die Berge führt und danken recht freundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Szilvásvárad angekommen sind wir endlich dort, wo wir hinwollten. In klirrender Kälte am Fuß der Hügel, die sich hier durch die Landschaft ziehen. Die Sonne scheint, der Atem gefriert, wir machen uns auf den Weg. Auf einer Allee dann der erste Gruß der Hügel: Ein Windstoß streift die nur lose hängenden, gelb-getrocketen langförmigen Blätter und in einem taumelnden Regen trudeln sie vor uns zu Boden in einem bunt-fröhlichen Schauspiel. Davon aufgemuntert geben wir uns dem Weg hin. Am Anfang führt er uns auf die Höhe von etwa 800 Metern, über recht steile Serpentinen, teils mit Laubmatsch, teils mit rund-eckigen Steinen bedeckt, die das Gehen einerseits ermöglichen, andererseits aber auch etwas schwieriger machen. Wir pausieren hin und wieder, entsorgen den Proviant, der uns die Beutel schwer macht, und erklimmen den Höhenzug. Hin und wieder locken Sonnenstreifen die uns deuten, warum wir hier sind und uns weiter willkommen heißen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Höhe gewonnen ist geht es recht zügig und bequem weiter - nur zwischendurch müssen wir uns für ein Gruppenbild in den Wald fügen. Xabi, der seine Kamera aktiviert und zu uns sprintet, wirft mich mit seiner Auflehnung fast um, aber die Formation hält und das Bild gelingt entsprechend. Zu Mittag sind wir in Bánkút, etwa auf 2 / 5 der Strecke und kehren im weißen Adler (fehér sas) ein. Dort erfahre ich, wie sich die Ungarn die Spaghetti in Milan vorstellen: Mit Ketchup und Speckstücken. Über diesen Delikatessen entspinnt sich leider eine weniger schmackhafte Diskussion: Weitergehen, Bus suchen? Die Befürchtung wächst, dass wir es nicht mehr rechtzeitig nach Miskolc schaffen, dass wir im Dunkeln steile Abhänge herabpurzeln werden und dabei Kopf, Hals und Designersonnenbrille riskieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir geht die Diskussion auf die Nerven: Wir haben uns entschieden, wandern zu gehen, der Tag ist jung, der Weg ab jetzt flach oder bergab. Klar, andere haben andere Schmerzgrenzen, aber bei einer Wanderung mittags zu bemerken dass man Ewigkeiten keine fünf Kilometer einen Fuß vor den anderen gesetzt hat grenzt doch ein wenig an Arbeitsverweigerung. Bald löst sich das Problem mit einer einfachen 3 zu 3 Aufteilung. Judith, Magda und ich setzen auf dem Wanderweg fort, der Rest fährt Bus und organisiert schon einmal eine Unterkunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest des Wegs wird wunderschön. Zu dritt kann laufen, reden, noch Kekse am spiegelnden See essen. Dabei nehme ich es den Steinen auch nicht übel, dass sie sich auf der Landstraße gegen mich verschwören und sich selbstmörderisch vor meine Füße werfen. Wir passieren noch ein Märchenschloss, das sich Hotel nennt, klauen Plätze in einem Bus und sind schon in Miskolc, Nummer drei unter den ungarischen Städten. [Teil 3 folgt, bestimmt!]&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-1003675302332085885?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/1003675302332085885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=1003675302332085885' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1003675302332085885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1003675302332085885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/11/bkkenrede-zweiter-teil.html' title='Bükkenrede, zweiter Teil'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-1511882725232626151</id><published>2007-10-24T21:43:00.000+02:00</published><updated>2007-10-24T22:02:38.660+02:00</updated><title type='text'>Bükkenrede, Teil 1</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrtes Publikum,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;die Zeit geht mir zu schnelle rum,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;kaum das ich mich versehen hab,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;seit Wochen nichts ich schreiben tat,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;und so hol ichs noch heute nach,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;oder doch am morgigen Tag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Entschuldigt die Einleitung die hoffentlich weit unter meinem sonstigen Niveau liegt, aber diese Anspielung fühlte sich so unentgehbar an, dass ich prompt darauf hereingefallen bin. Der Anlass dieser Geschmacklosigkeit liegt an der Unternehmung an der ich die Ehre hatte von Samstag bis Montag teilzunehmen, und wo es um den ungarischen Nationalpark, die Bükk, ging. Inzwischen sollten die Gesichter und Namen in meiner doch relativ konstanten Reisegruppe bekannt sein, daher ohne lange Umschweife: Zu sechst machten wir uns am Samstagmorgen in Richtung Eger auf. Der Akzent, der nicht auf dem zweiten e liegt ist wichtig, denn egér heisst auf ungarisch "Maus". Doch in Eger lebten nie Mäuse sondern wahre Männer die Ochsenblut tranken und Türken hinschlachteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend davor wurde mir noch echtes ungarisches Pörkölt serviert, das man in Deutschland wahrscheinlich mit "Gulasch" bezeichenen würde, aber gulyas ist hier eine Suppe und Pörlölt ist eben Pörkölt, eine etwas suppige Fleisch und Beilagenanordnung in einem Topf, über Stunden auf dem offenen Feuer zubereitet und exklusiv den Gästen serviert. Wir verdankten den freundlichen Umstand der Bewirtung der Abwesenheit des Hausherren, in dessen Absenz der Sohn Freunden und Mutter alkoholische Getränke und Zigaretten gestatten konnte, die sonst kaum ins Haus und noch weniger in die Tüte gekommen wären. Daher gab es von Mami zur Begrüßung auch Becherovka und weiter gings in dem Stil. Dass der Rest der Eingeplanten bis etwa 11 Uhr nicht auftauchte machte es Magda und mir umso einfacher sämtliche lang- und kurzfristigen Gelüste nach ungarischem Essen erst einmal zu stillen. Als dann noch mehr Personal eintraf wurde noch ein nettes Beisammensein daraus, dem wir uns aber, im Anbetracht unser frühen Abfahrt am nächsten Tag, bald entzogen. Der Abend fand ganz um die Ecke von unserem alten kollégium statt, wo ich [wie irgendwo nachzulesen ist] zwei freudige, sich etwas nach Internat anfühlende, Wochen verbrachte bis ich definitiv beschloss dass eine eigene Wohnung komfortabler wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also nochmals, wir setzten uns morgens in den Zug und fuhren nach Eger. Das dauert insgesamt in etwa zwei Stunden, und schon waren wir im fremden Land. Eger ist eine relativ überschaubare Stadt mit vielen zentralen Türmen (Kirchen, Lyceen mit Sternenwarte, ein Bischofspalast), einer Burg über der Stadt und einer recht guten Touristeninformation über die wir sogleich gierig herfielen. Wir erhielten also in drei Sprachen (Englisch, Deutsch, Polnisch) Faltblätter über Eger und Umgebung. Danach beschäftigten wir uns, misstrauisch beäugt in einem bayerischen Spezialitätenrestaurant sitzend, mit der Suche einer Herberge. Ungarisch fragen ist nicht so schwer. Ungarische Antworten verstehen, hingegen, ist eine fortgeschrittene Übung die ich nur in einigen Fällen erfolgreich meisterte. Schließlich fanden wir eine Pension am Stadtrand, kauften Verpflegung für die nächsten Tage, wanderten Richtung Stadt. Die zwei Spanier gingen Reiten (an unserem nächsten Stop, Szilvásvárad gibt es berühmte Lippizaner) und der Rest erkundete die Burg über Eger. Hier wurden vor etwa fünfhundert Jahren zwanzigfachüberlegene Türken erfolgreich zurückgehalten, auf der Burg tranken sie einen Mischwein, den sie heute Egri Bikavér nennen (Erlauer Ochsenblut, Erlau ist natürlich der alte deutsche Name). Eingenommen wurde die Burg erst um 1600, als sie von Söldnern verteidigt wurde (hier zeigt sich der interessante, ewigwährende Topos vom einzig wahren Heer, dem Bürgerheer, das um seiner eigenen Güter willen deutlich besser kämpft als jedes Söldnerheer). Von der Burg hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt, mit ihren jeweiligen Twintowers (ein schönes Terroristenausbildungslager wäre das) und auf einem Hügel in der Mitte stehen drei golgatische Kreuze, die mit sinkender Sonne ein schönes Panoramabild abgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abend hin flanieren wir in Richtung des Tals der schönen Frauen, wo in natürlich dauerklimatisierten Kellern die Egrer Weine dahinreifen. Wir kehren noch in einem etwas zu volkstümlich aufgemachten Restaurant ein, erreichen gerade noch, dass wir eine Flasche Wein vor der Sperrstunde mitnehmen dürfen und verköstigen diesen guten Tropfen (natürlich Bikavér) in unserer Pension. Er schmeckt wirklich wunderbar, dazu gesellt sich wie so oft Gitarre und Gesang. Wir bringen den versammelten Spaniern und Polinnen "He ho, spann den Wagen an" bei und beenden somit die erste erfolgreiche Station.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-1511882725232626151?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/1511882725232626151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=1511882725232626151' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1511882725232626151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1511882725232626151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/bkkenrede-teil-1.html' title='Bükkenrede, Teil 1'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-513200873258990130</id><published>2007-10-17T22:37:00.000+02:00</published><updated>2007-10-17T23:06:23.024+02:00</updated><title type='text'>Pozsony, Pressburg, Bratislava</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Sonntag waren wir, das sind Magda, Xabier, Ferran und ich, Pozsony, wie der alte ungarische Name der Stadt lautet. Hier wurden über Jahrhunderte die ungarischen Könige gekrönt. Uns führte aber eine andere Mission: Andrew, aus Neuseeland stammend, hatte am Tag zuvor seinen Flug nach Budapest verpasst und nun stattdessen, da günstiger, einen Flug nach Bratislava genommen. Wir brachen also in aller Frühe zu einem Kurzbesuch in der slovakischen Hauptstadt auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So spontan die Idee war, die Vorstellung dass sie sonderlich originell sei zerstreute sich bereits auf dem Bahnhof. Wir trafen, ungelogen, insgesamt fast zehn andere Studenten, die sich just an diesem Tag nach Bratislava aufmachten, meistens nur in Gruppen von zwei oder drei abgesprochen, aber dennoch alle vor Ort. Das wirft Fragen auf: Handelt es sich um eine Spielart des Schicksals? Gibt es eine intersubjektive Kraft, die uns alle an diesem Tag nach Bratislava zog, so wie beim Gläserrücken auf magische Weise die Buchstaben nacheinander auftreten? War Budapest allen simultan zuviel oder zuwenig geworden, so dass sie sich nun an fremden Gütern bereichern mussten? Was war geschehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zug nach Bratislava braucht drei Stunden und fährt fort bis Berlin Gesundbrunnen. Diese fernen Orte klingen seltsam, da sie früher so nah lagen, der Rückzug kommt zum Beispiel ganz aus Hamburg. Das Modell ist ein typischer Eurocity, keine Überraschungen, ausreichend bequem und nicht allzuvoll. Wir sind zwar schon gewöhnt an günstige Preise, aber wieder schockt uns die ungarische Freigebigkeit, der Weg nach Bratislava hin und zurück kostet lediglich 3800 Forint, also etwa 16 Euro. Dafür gibt es in einigen deutschen Städten vielleicht gerade eine Tageskarte. Was überrascht ist vielleicht die Grenzkontrolle, mit der man aus Schengenländern kommend kaum noch rechnet, einmal slovakisch, einmal ungarisch, aber alles ohne Probleme. Der deutsche Personalausweis geht scheinbar besonders schnell durch die Kontrolle, sowohl hier als auch am Flughafen. Mit einer halben Stunde Verspätung erreichen wir Bratislava.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt verhält sich sehr anders als Budapest. Es gibt einen klassischen Stadtkern, um den sich die Neubauten angesiedelt haben, hier artig getrennt durch die Donau. Jenseits des anderen Ufers ragen sozialistische Neubauten in großer Anzahl empor, aber in dieser konsequenten Verbreitung wirken sie nicht so verfehlt und deplatziert wie teils in Deutschland. Wahrscheinlich  ist es auch die Distanz. Der Stadtkern ist, was reguläres Leben angeht, tot. Doch treiben natürlich die Touristengruppen ihr untotes Unwesen, zähflüssige Blobs die schleichend und kriechend durch den Kern wabern. Ungefähr zwei Drittel der Führungen sind auf Deutsch, was angesichts der Steinwurfdistanz nach Wien nicht sonderlich überrascht. Abgesehen von diesem Phänomen, dass Touristen andere Touristen anfeinden, da sie das "Original" des Orts verschandeln, ist die Stadt aber sehr schön. Wir sehen einige weltbekannte Straßenzüge, Tore, die Donau und das Opernhaus. Später steigen wir empor zur Burg über der Stadt, die wieder einen sehr guten Ausblick über die Donau bietet. Besonders hübsch gestaltet sich die große neue Brücke mit Ufo-Restaurant, die sich elegant über den Fluss legt. Um mich nicht in ineffektiven Beschreibungen zu verlieren, hier nochmal der Link zu &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/VisitToBratislava/photo#s5121670169176305298"&gt;meiner fotographischen Dokumentation&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Zweck unseres Besuchs haben wir dann schließlich doch noch erreicht: Wir haben Andrew aus Neuseeland, der derzeit an der Uni Uppsala studiert, eingesammelt und heil mit nach Budapest gebracht. Dabei machte er schon erste Bekanntschaft mit slovakischen Fahrkartenkontrolleuren (35€ für eine Fahrt) und mit dem - zugegeben - recht guten Bier im Ort. Seinen Berichten zufolge hat er bereits 11-12 europäische Länder bereist in der Zeit die er in Europa verbracht hat, eine Art Fähnchensammeln auf dem Halbinselkontinent. Ein sehr umgänglicher Mensch, in jeder Lage bereit "awesome" zu sagen, kollegial und trinkfreudig. Heute ist er schon wieder weitergereist, nach Brüssel. Einen wichtigen Tip hat er hinterlassen: Angeblich ist es möglich, in einer Gemeinde von Couchsurfern eine Mitgliedschaft zu erwerben, und sich rund um die Welt auf Couches einzunisten, natürlich mit entsprechender eigener Gegenleistung. Damit keiner das System missbraucht kann man Rezensionen zu Besuchern schreiben. Andrew würde ich eine gute geben, aber ist dies nicht ein furchtbares Werkzeug? Ruinierte Leben wegen einer schlechten Couchrezension? Keine Besucher mehr solange Web 2.0 existiert? Denkt an die armen Wale!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-513200873258990130?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/513200873258990130/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=513200873258990130' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/513200873258990130'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/513200873258990130'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/pozsony-pressburg-bratislava.html' title='Pozsony, Pressburg, Bratislava'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-365677688523467372</id><published>2007-10-15T22:08:00.000+02:00</published><updated>2007-10-15T23:07:33.900+02:00</updated><title type='text'>Rhythmusverwertung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/VisitToBratislava/photo#s5121670169176305298"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Neue Bilder!&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ich heute morgen noch dachte, dass dieser Tag nichts wird, hat wenig verhindert: Sogar schreibe ich noch ein paar Zeilen auf diese Webseite, aus schlechtem Gewissen oder aus hyperaktivem Überschwang, ewig wird es verborgen bleiben. Um diesem Sentiment genauer zu definieren, das früh im Bett entstand und dem noch ein Universitätstag, der erst mittags um eins beginnt, zugute kam, ein Blick aufs Wochenende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag habe ich wieder ein wunderbares Konzert besucht. Dieser Blog ist keine Rezensionsveranstaltung, aber sollte sich in näherer Zeit Vadim Gluzman in eurer Stadt befinden und ein Violinkonzert spielen, dann geht hin! Der Mann hat einen einfach wunderbaren Ton, eine schöne alte Stradivari, ein sehr kontrolliertes Vibrato, einen hellen aber keinen fiepsenden Geigenklang. Ich habe ihn mit dem Beethovenkonzert gehört und war ungemein angetan (nur die Kadenzen ... vielleicht bin ich zu sehr Kreisler gewöhnt, aber die Stelle, wo beide Themen gegenläufig erklingen ist wirklich sehr gut gemacht). Dagegen fiel das Mendelssohn Oktett, dass das ebenfalls anwesende Kammerorchester spielte, leider etwas ab, gegen die Wucht des vierzigminütigen D-Dur-Monsters. Bei der Gelegenheit habe ich auch zum ersten Mal ein Konzert im sogenannten "mupa" gehört, im müvészetek palotája, also quasi im Palast der schönen Künste. Der Konzertsaal ist wunderbar und neu, und vielleicht der höchste den ich bis jetzt bereist habe. Die Studentenplätze, die 200 Forint kosten (das ist nichtmal ein Euro) befinden sich auf dem dritten Rang und sind Stehplätze (außer man findet sich damit ab, nichts zu sehen, und setzt sich fern des dräuenden Abgrunds auf eine Bank), aber an sich ist Stehen eine schöne Form, ein Konzert zu hören. Man kann sich wiegen, ein wenig schwanken, den Schwindel der Höhe genießen und dennoch alles mitbekommen. Am Donnerstag will ich - technisch gesehen - wieder hin, da kommt der alte Jazzlöwe Keith Jarrett, dem ich dann aus dem dritten Stock auf die wachsende Glatze spucken kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das war nur der Anfang. Danach begab ich mich zu Magda, die am Déak Ferenc in einer verwinkelten eklektischen Wohnung wohnt, zu Film, Sandwich und Pokerspiel. Wir sahen "Kontroll", einen preisgekrönten ungarischen Film, der in der verfremdeten Metro spielt. Die Budapester Metro ist tatsächlich eine Erfahrung für sich, wie auf &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkToJNosHegy/photo#5113749858640456482"&gt;einigen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkToJNosHegy/photo#5113749927359933234"&gt;meiner Bilder&lt;/a&gt; zu erahnen geht es dort immer sehr steil nach unten (bis auf in der Linie 1, aber die wurde 1896 erbaut, das zählt nicht). Unten fühlt man sich ausgesondert und atomkriegssicher, und dieses Szenario beutet der Film hemmungslos aber doch recht stilvoll aus. Wer mich und Poker kennt weiß dass ich mich über den Poker-&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wahn &lt;/span&gt;der Deutschland inzwischen befallen hat bis dato nur mokiert habe, wer mich genauer kennt weiß dass ich ein Spieler bin und daher eigentlich nur das verdamme dem ich nicht verfallen will. Heute abend ging es zum Glück nur um Rosinen und Sonnenblumenkerne (1:2, also small blind Sonnenblume, big blind Rosine) mit der schier unerfüllbaren Aufgabe, sich beim Essen der Chips zurückzuhalten. Ich gab mein bestes um nicht allzusehr zu gewinnen und setzte mein freundlichstes "Ja ich habe wirklich zwei Paare"-Lächeln auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann war es spät, aber nicht zu spät, noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Vom déak ferenc ist es nicht sonderlich weit zur Donau, sobald man mal da ist kann man auch die Brücke überqueren, und wenn man schonmal drüben ist, so ist auch der Burghügel nicht weit. Also kletterten wir um vier Uhr morgens auf die Budapester Burg hoch und warfen einen Blick auf die wabernden Lichter der langsam wieder erwachenden Großstadt (sehr langsam, war ja schließlich Samstag). Ganz hübsch. Um sechs dann ins Bett gefallen und geschlafen bis der Kaffee fertig war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag abend habe ich eine kleine Party einer &lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/LanguageCourse/photo#5113742114814420450"&gt;Mitleidenden &lt;/a&gt;aus dem Sprachkurs besucht, wo die Hälfte aus Psychologiestudenten des ersten Semesters und die andere aus ungarischen Rugbyspielern bestand. Ein explosives Gemisch? Nun, nicht mehr als die total versüsste Pizza, wobei mir klarer wurde, warum die Ungarn sie nur mit Ketchup ertragen. Schokofondue nicht vergessen, und dann der Rückweg aus dem Bunker durch den achten Bezirk. Dort wohnen angeblich besonders viele Gipsies, passieren die meisten Überfälle, dort findet das wahre Bronxleben Budapests statt. Um zwei Uhr da durch, am Friedhof entlang zu gehen war schon ein gewisser Kick. Zuhause treffe ich dann Magda#2 (meine Mitbewohnerin), die mich fragt was ich am Sonntag mache. Ich antworte natürlich &lt;strike&gt;fleißig studieren&lt;/strike&gt; "nichts" und werde mit dem Vorschlag konfrontiert, nach Bratislawa zu fahren, um acht Uhr morgens - natürlich stimme ich zu. Dort landet nämlich Kiwi-Andrew, Neuseeländer auf der Mission ganz Europa zu bereisen und gegenwärtig Student an der Uni Uppsala. Mehr zum Clash of Civilizations und was wirklich in Bratislava los ist - im nächsten Eintrag!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-365677688523467372?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/365677688523467372/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=365677688523467372' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/365677688523467372'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/365677688523467372'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/rhythmusverwertung.html' title='Rhythmusverwertung'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6270978995024814790</id><published>2007-10-08T23:34:00.000+02:00</published><updated>2007-10-08T23:49:56.949+02:00</updated><title type='text'>Klatschzwang</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gestern habe ich ein schönes Konzert besucht und fast den ganzen Abend Ungarisch gesprochen, was ein wenig anstrengend war, aber insgesamt fühle ich mich jetzt deutlich wohler. Unterwegs war ich mit Dagmar, die in Frankfurt geboren ist, jetzt in der Gegend von Poznan wohnt und hier sowohl Ungarisch als auch Deutsch studiert. Da sie auch nicht perfekt Ungarisch spricht war meine Verstehensrate höher als normal (sie hat sich auch Mühe gegeben) .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Konzert fand statt in der Musikakademie, im kleinen Saal. Anfangs sah es so aus, als würden wir gar nicht erst den Saal betreten dürfen, jegliche Leute mit Ahnung verwiesen uns jeweils darauf, dass irgendetwas oben geschehen würde und das bald. Wir warten also brav, wundern uns warum noch viele andere Leute da rum stehen und geduldig auf - was eigentlich - warten. Dann irgendwann das geheime Zeichen, am Treppenaufgang werden Reservetickets ausgegeben (da steht angeblich so etwas wie VIP drauf, tiszteletjegy, was soviel wie "Ehrenticket" heißt). Damit dürfen wir uns auf den ersten Rang im Konzertsaal begeben, von wo wir einen guten Blick auf das Geschehen auf der Bühne haben. Es spielen zongora und hedegü, also Klavier und Geige, insgesamt drei Sonaten, Mozart, Beethoven, Brahms. Die Klassiker reißen mich wenig mit, aber beim Brahms hat sich das Duo anscheinend gefunden, das Klavier (mit offenem Deckel) übertönt die Violine nicht mehr derartig eklatant wie vorher und der etwas scheue Violinist traut sich und seinem Instrument mehr zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit ich mich erinnere und die Programmansage verstanden habe befinden sich beide Instrumentalisten noch in Ausbildung, was sich an einigen Stellen bemerkbar macht. Beim Mozart spielt der Pianist ein wenig zu glatt, zu sehr mit der Sicherheit des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei bei Mozart der leicht abbrechende, perlend-schwebende Klang des Hammerklaviers noch immer in der Luft liegt - und ich bin wohl schon sehr daran gewöhnt. Bei Beethoven so ähnlich, sie spielen die "Frühlings"-Sonate, aber ohne den notwendigen Elan, es fehlt der Rausch, in den Beethovens Musik versetzen kann, so etwas wie früher Heavy Metal zum mitbangen. Beim Brahms - wie gesagt - wird das meiste besser. Mein Ideal von Violinisten macht sich wirklich größtenteils daran fest, wie verzärtelt sie mit ihrem Instrument umgehen oder auch nicht. Es mag platt klingen, aber wenn eine gewisse Brutalität da ist, ein Bewusstsein dass das Instrument nicht nur Wohlklang produzieren kann sondern die gesamte Palette von Stimmen, die darin stecken, fühle ich mich wesentlich wohler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach trinken wir noch sehr guten Kaffee und Kakao (Kaffee mit so einer tollen Süßdickmilch) im incognito und realisieren dann irgendwann dass der Abend schon weit fortgeschritten ist. Ich bin auch noch etwas müde, da ich am Nachmittag laufend den Weg zur Margitsziget gesucht habe. Das war etwa eine Dreiviertelstunde hin, dann nochmal soviel kreisend um die Insel. Es gibt dort ein schmales Band einer Laufbahn, die sich in insgesamt fünfkommadreihundertfünfzig Kilometern um die Insel zieht und damit vierfach einen Halbmarathon ergibt. Ein ganz anderes Gefühl, besonders wenn man vorher nur über Straßen gehastet ist, als würde man in den Boden einsinken, wie am Strand, aber deutlich gelenkschonender. Dann nach Hause, und wie gesagt ins Konzert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Sache ist mir noch im Konzert aufgefallen und motiviert den Titel dieses Eintrags. Die Ungarn haben eine Art bei Konzerten zu klatschen mit der ich nicht zurechtkomme. Der eingangs angestimmte, ungeordnete Applaus wandelt sich - für meine Begriffe - viel zu schnell in ein rhythmisches Geräusch. Erst relativ schnell, dann, wenn die Akteure zum ersten Mal wieder die Bühne betreten haben, in einem langsameren Rhythmus mit dem Gestus der Aufforderung, doch noch mehr zu spielen, noch eine kleine Zugabe darzubieten. Das ist an sich nicht schlimm, aber die Geplantheit dieser Begeistertheit und die erstaunlich schnell erreichte Konformität, das wundert mich schon beides und macht es mir unmöglich, daran teilzunehmen. Ich als Freiklatscher. Naja.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6270978995024814790?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6270978995024814790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6270978995024814790' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6270978995024814790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6270978995024814790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/klatschzwang.html' title='Klatschzwang'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-4988668481307998570</id><published>2007-10-04T17:17:00.001+02:00</published><updated>2007-10-04T22:47:40.887+02:00</updated><title type='text'>Konstruktionsfortsetzung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie schon vorher angedeutet, meine wichtigste Aufgabe in Budapest im Moment liegt darin, irgendwie eine alltagsähnliche Struktur aufzubauen. Dabei helfen natürlich meine Lehrveranstaltungen, die ich seit Montag fleißig besucht habe, mit einer Ausnahme: Erst Morgen werde ich die erste Sitzung des Seminars "Metaphysics of Early Modern Empiricists" besuchen, da die Sitzung am Montag verschoben wurde. Da es hier ein wenig zu berichten gibt werde ich diesen Eintrag also der Uni und meinem Verhältnis zu ihr widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Central European University&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Zwei meiner fünf Kurse belege ich an der Central European University. Wollte ich polemisch sein, so stellt sie eine Promotionsmaschine für die Studenten des ehemaligen Ostblocks dar, so strategisch platziert wie ein antinuklearer Raketenschild. Finanziert wird sie, soweit ich es verstehe, vom amerikanischen Staat und ist (administrativ) Teil von New York. Dennoch bin ich dankbar, dass sie für mich die Türen geöffnet hat, denn so einfach ist auch das nicht: Ein Hauch von US-Amerikanischer Paranoia weht durch die Hallen, denn ohne Ausweis oder expliziten Grund für die Gästeliste darf man das Gebäude nicht vertreten. Am Freitag vor meiner Abreise nach Oppurg war ich noch gescheitert, aber nun, da ich ein höchst-professorales Placet vorweisen kann ist das Problem nicht mehr existent. Ich habe mich ebenfalls dafür beworben, in der Bibliothek arbeiten und forschen zu dürfen und hoffe zu Montag auf meine Akkreditierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Greek Reading Seminar&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Kurs den ich besucht habe fand im Büro eines der begabtesten Altsprachler Ungarns statt, bei Gabór Betegh. Der junge Mann in Turnschuhen führte uns zusammen mit dem römischen Kriegsveteranen István Bodnár in den Kurs ein und sondierte das Material das vor ihm lag: Statt der erwarteten sieben Mediavisten, etwa fünf Erasmusstudenten, zwei PhDs, und mit meinem Graecum befand ich mich in der Spitzengruppe der Griechischkenntnisse. Wir lesen einen Text von Alcinous, der mir bisher sehr gut gefällt. Er beginnt mit der Geisteshaltung, die ein wahrer Jünger der Philosophie mitbringen sollte, wenn er sich an seinen Liebesgegenstand annähert. Natürlich darf er an den körperlichen Genüssen keine Freude finden, er muss mit einer gewissen Gelassenheite seine Sinne auf die Aufgabe fokussieren und sich nur an die Wahrheit halten und die Falschheiten meiden. Bisher also nichts neues, und viele hohe Ideale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;A  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;téridö &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;fisikájáról a &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;tér és idö &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;metafisikájáik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Von der Physik der Raumzeit zur Metaphysik von Raum und Zeit. Natürlich hält die Vorlesung ein freakiger Wissenschaftstheoretiker im T-Shirt, E. Szábo Laszlo, wobei keiner weiß, wofür das E. genau steht. In jedem Fall war die Vorlesung sehr instruktiv, ich konnte die wichtigsten Wörter nachschlagen (so etwas wie "fénysebesség = Lichtgeschwindigkeit, na most (und jetzt...) oder auch tildes (mit Tilde) / kalapos (mit Hut)), so auch Raum und Zeit, entweder mit Tilde oder mit Hut. Da ich das Thema in etwa kannte (unterschiedliche Beschreibungen von Bewegung in Raum und Zeit) konnte ich grob verstehen was der Dozent von mir wollte, aber letztlich nicht so viele Details mitnehmen. Irgendwann gesellte sich mein Mentor, Richard, zu mir, der mir danach mitteilte, dass er zumindestens inhaltlich auch nichts verstanden hätte. 1-1 also.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sprachkurs&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Sprachkurs habe ich schon vorher Gerüchte gehört, wieviele wirklich daran teilnehmen. Angeblich sind es insgesamt bis zu 25 Teilnehmer und die Lehrerin Virág wies bei der ersten Sitzung am Dienstag darauf hin dass es zwar nur 15 pro Termin sind, aber immer 15 andere - und daher ein regulärer Fortschritt nicht möglich ist. Das konnte ich an den zwei Terminen auch live verfolgen. Besonders erschreckt hat mich die Schwäche in der Aussprache - in unserem Minikurs wurden wir zu viert die gesamte erste Woche damit gequält die Differenz zwischen a und á, o und ó, e und é zu lernen. Das scheint anderswo nicht unbedingt geschehen zu sein und meine Ohren schmerzen ein wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mi az újkor?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist Neuzeit? Eine interessante Frage, zu der ich ja schon eine kleine Hausarbeit geschrieben habe, zu Blumenbergs "Legitimität der Neuzeit". In diesem Doktorandenseminar werden verschiedene Texte gelesen, wo es um die Definition dieser Epoche geht. Das Seminar war bisher das anstrengendste. Am Anfang hat mich Gabor Boros, mein Vertrauensdozent, wenn man so will, eingeführt, als Studenten aus Berlin, mit einigen Formulierungen die ich nicht verstanden habe, und mit dem Vermerk, dass ich auch Ungarisch spräche. Während des Vortrags, über Habermas "Strukturwandel der Öffentlichkeit", wunderte ich mich besonders darüber, dass mein Dozent noch unverständlicher sprach als der Referent. Immerhin habe ich es aber geschafft, einen langweiligen Vortrag zu identifizieren ... das ist in einer fremden Sprache nicht so einfach. Das Vokabular daher: polgarí család (bürgerliche Familie), fontosság (wichtige Sache) und natürlich nyelvánoság (Öffentlichkeit). Alles mit -ság oder -ség ist eigentlich eine Substantivierung von irgendwas. Tehát ... (also) ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rudas Fürdö&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt war ich heute Abend noch im vor nicht langer Zeit wieder eröffneten rudas fürdö. Es liegt in der Gegend der szabadsághíd und beinhaltet die ältesten Badgebäude in Budapest, aus dem Jahr 1566. Wie es sich zu dieser Zeit gehörte sind vier Abende der Woche den Herren gewidmet, die Damen erhalten den Dienstag und der Rest ist gemischt. Ein hübsche Anlage, mit diesem besonderen, nach faulen Eiern riechenden Wasser das suggeriert dass es sehr gesund ist. Diejenigen die mich besser kennen wissen, dass ich Eier in ihrer rohen / gekochten / gerührten Form nicht ausstehen kann. Aber was heilt ...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-4988668481307998570?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/4988668481307998570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=4988668481307998570' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4988668481307998570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4988668481307998570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/konstruktionsfortsetzung.html' title='Konstruktionsfortsetzung'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8013770865042493760</id><published>2007-10-03T20:09:00.000+02:00</published><updated>2007-10-04T00:07:41.736+02:00</updated><title type='text'>wir bauen einen Alltag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich bin noch am Leben. Ich habe vor, hier noch weiter zu schreiben. Damit wären die wichtigsten Nachrichten vorbei und das Publikum auf die nächste, ausführlichere Meldung verwiesen. Wie sicherlich bekannt ist habe ich die letzte Woche in Deutschland verbracht, auf Schloss Oppurg in Thüringen bei den Hirsauer Tagen der CJD Studentenschaft. Was da genau passiert ist werde ich in einem Seminarbericht niederlegen der dann an anderer Stelle erscheint. Daher zurück nach Budapest: Ich bin nach einer mehr oder wenig schlaflosen Woche wieder einmal mit meinem Lieblingsflug um 6.20 von Berlin aus geflogen. Die reine Fahrtzeit von Haustür zu Haustür beträgt in etwa fünf Stunden, was recht vertretbar aber doch länger als gedacht ist. Am Montag habe ich meinen ersten Kurs an der CEU besucht (Central European University). Ein kleiner Prunkbau nahe der großen Kathedrale, daher kaum zu verpassen. Mehr davon später, jetzt muss ich zu einer Verkostung von echt ungarischen Nahrungsmitteln und wahrscheinlich auch Spirituosen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit keine zu große Enttäuschung aufkommt, zwei Bilder: Der neu gewählte und der alte StA und die drei ausscheidenden Ex-StAler.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/RwPdJRJ37mI/AAAAAAAAAj8/esXfnm7Mz5Q/s1600-h/DSCF1837.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/RwPdJRJ37mI/AAAAAAAAAj8/esXfnm7Mz5Q/s320/DSCF1837.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5117176752916393570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/RwPdJxJ37nI/AAAAAAAAAkE/ZOGMDkItp_0/s1600-h/DSCF1839.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/RwPdJxJ37nI/AAAAAAAAAkE/ZOGMDkItp_0/s320/DSCF1839.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5117176761506328178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8013770865042493760?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8013770865042493760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8013770865042493760' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8013770865042493760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8013770865042493760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/10/wir-bauen-einen-alltag.html' title='wir bauen einen Alltag'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/RwPdJRJ37mI/AAAAAAAAAj8/esXfnm7Mz5Q/s72-c/DSCF1837.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-298002180127054760</id><published>2007-09-24T13:56:00.000+02:00</published><updated>2007-09-24T14:42:49.264+02:00</updated><title type='text'>Nürnberg Greyblues</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Nächste Station, Nürnberg Hauptbahnhof. Wie schon erwähnt bin ich im Strom der deutschen Touristen nach Nordbayern geflossen und dort immerhin sicher gelandet. Dabei fiel mir auf, dass noch vor einiger Zeit bei den Landungen der Piloten geklatscht wurde. So erlebte ich es auf meiner Reise nach Tunesien (1998), Rom (1997) und so weiter. Inzwischen ist dies nicht mehr der Fall, zumindestens nicht auf den Nahverkehrsflügen auf denen ich mich herumtreibe, aber auch nicht wenn die Malev uns pflichtgemäß in Albanien abgeliefert hat. Es gibt dafür genau zwei mögliche Gründe: Der erste ist die Gewöhnung an die Exotik des Fliegens. So alltäglich wie früher das Bahnticket der dritten Klasse war, ebenso üblich ist heute das Fliegen, für einen Appel und ein Ei landet man wo einen die supergünstigen Supersonderangebote eben hinschicken. Etwa in Budapest. Der zweite Grund wäre der subversive Einfluss diverser Kabarettisten, wobei mir nur Volker Pispers, da ich eine natürlich von mir besessene CD aus dem Internet wieder-bezogen habe, konkret geläufig ist. Die Schmach für den bezahlten Job auch noch beklatscht zu werden saß zu tief für die Piloten, und erst recht die Schande für die Reisegäste, als wäre ein Kunststück vollführt worden, ein Spiel mit ihrem Leben, das sie nun mit Applaus bedenken. Ein nüchternes Dienstleistungsverhältnis ist also angebracht, und so hat es sich nun auch entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Damit wäre ich jetzt also in Nürnberg. Wie an meiner gewissen Skepsis den Landsleuten gegenüber abzulesen ist bin ich schon relativ hungarofiziert. In der U-Bahn kam mir der Gedanke, dass ich mich in Budapest fast sicherer fühle als in der Nürnberger U-Bahn oder in den Berliner Straßen. In Budapest ist es halbwegs vernünftig geregelt, so scheint es, wo gefährliche Bezirke sind, wo man sich Nachts aufhalten sollte und wo nicht. Wenn ich abends nach Hause gehe, was ja oft geschieht, habe ich kaum das Gefühl von Bedrohung und Enge. In Berlin eher schon, vielleicht weil ich die Stadt nicht so kennengelernt habe wie ich jetzt nach und nach Budapest erkunde, als Fremder und Beobachter, der nicht schon einige Weisen des Umgangs voraussetzt und sich deswegen nicht so einfach an neue Formen anpassen kann. Als zweiten Grund kann ich diese seltsame Eigenschaft der Ungarn nennen, die man als eine Art Passivität beschreiben kann, was ihnen aber nicht gerecht wird.  Es ist ein Anteil Schüchternheit darin, ein Anteil Zurückhaltung, ein großer Anteil Höflichkeit. Woran dies liegt, ob alterzogene kuk-Freundlichkeit,  Nachwirkung des kommunistischen Tiefschlafs (diese Formulierung „The happiest barrack” hat sich in meinen Kopf eingebrannt, barack heißt übrigens Pfirsich, on a totally unrelated matter) kann ich nicht genau definieren. Ich hoffe ich komme diesem Sachverhalt im Laufe meines Aufenthalts näher, er scheint eine Art Schlüssel zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Der Nürnberger Hauptbahnhof hat übrigens einen Burger King, einen McDonalds, ein 24 / 7 Internetcafé das entweder reich oder dumm ist, oder ein undefinierter Schwebezustand, wenn die Leute zu reich oder zu dumm sind, oder alles gleichzeitig. Sobald die Energie auf diesem tragbaren Gerät zur Neige geht werde ich dort schnorren gehen, erwarte aber im fürstlichen Staat keine besondere Kooperationsbereitschaft.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Am Mittwoch haben wir einen Film gesehen. Das ganze ist Teil einer Lehrveranstaltung der technischen Unversität und mein Mitbewohner Xabi (er) und sein spanischer Freund Ferran nehmen teil.  Während Magda und ich uns also auf den ästhetischen Genuss beschränken konnten (nachdem ich vorher ziemlich unästhetische Philosophie konsumiert hatte) mussten sie zur Nachdiskussion bleiben. Der Film war das vielleicht erste filmische Kunstwerk, das in Ungarn nach dem zweiten Weltkrieg geschaffen wurde. Der Titel: Irgendwo in Europa (Valahol Europaban). Als Darsteller werden eingangs drei Schauspieler verzeichnet und lakonisch wird hinzugesetzt: Und 23 Kinder. Diese spielen auch tatsächlich die Hauptrolle. Es geht um herumstreunende heimatlose Kinder, die sich zu einer Art Gang zusammenfinden. Ein junger Idealist, Péter, übernimmt die Leitung und führt die Kinder an bis sie schließlich einen Turm finden in dem sich ein alternder Dirigent vor dem europäischen Inferno geflüchtet hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nimmt der Alte die Sippschaft bei sich auf, renoviert mit ihnen gemeinsam den Turm und bringt ihnen Nahrung aus dem Dorf. Er versäumt nicht, den Kindern eine gewisse musikalische Grundbildung angedeihen zu lassen, so dass sie alle fröhlich die Marseillaise pfeifen, als Ausdruck der erstrebten Freiheit und der perspektivreichen Zukunft. Das Ende ist relativ klischeehaft, einer der Jungs, derjenige mit der Mundharmonika, wird tödlich verwundet, alles geht mit ihm ins Dorf, stellt sich den Behörden, die vorher Jagd auf die Gang gemacht haben, in einem mitreißenden Plädoyer bewirkt der gutherzige Alte, dass die Kinder geschont werden, bei ihm wohnen bleiben können und auf sie eine bessere Zukunft zukommt. Auch wenn ich die Story etwas distanziert beschrieben haben möchte, der Film hat viele interessante Seiten. Man merkt in jedem Moment, dass die Vorstellung, was ein filmisches Kunstwerk sein sollte, damals noch eine andere war. Die Bilder sind jeweils originell, es geht nicht darum, eine Geschichte pseudorealistisch wiederzugeben, wie es heutzutage meist der Fall ist. In heutigen Filmen wird versucht, möglichst spektakulär das scheinbar reale zu zeigen. Im Film von 1947 wird das Bild als künstlerisches Medium betrachtet, indem jede Einstellung sorgsam durchdacht ist und statt der Totale das aufschlussreiche Detail zeigt. Dazu kam die wunderbare Filmmusik, die natürlich extra für diesen Film komponiert wurde und daher das Geschehen wunderbar untermalt. Für mich die deutlich gelungenere Variante, wenn Film denn mehr als das Erzählen einer im Kern einfachen Geschichte mit möglichst eindrucksvollen Bildern sein kann und will. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Apropos eindrucksvolle Bilder: Am sehr nützlichen Nürnberger Hauptbahnhof habe ich es tatsächlich geschafft, meine Bilder zu ordnen! Hier die Resultate! (aus Gründen der Verbindungsgeschwindigkeit zunächst die kleinen Gallerien, Rest folgt bald).&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;  &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/HZibuli/photo#s5113739271546069938"&gt;Die Vorbereitungen unserer spontanen  Einweihungsparty&lt;/a&gt; (10)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;  &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/LanguageCourse/photo#s5113740766194689266"&gt;Sprachunterricht und Uni&lt;/a&gt; (37)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;  &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkInTheCity/photo#s5113743703952320338"&gt;Mein Stadtrundgang&lt;/a&gt; (60)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;  &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/Houseparty3/photo#s5113739812711949410"&gt;Noch eine kleine Party&lt;/a&gt; (8)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;  &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/WalkToJNosHegy/photo#s5113749858640456482"&gt;Der Weg zum János Hegy&lt;/a&gt; (52)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Über Anregungen, ob ich mehr oder andere Fotos hochladen sollte bin ich sehr dankbar. Die Beschreibungen werden ab jetzt nur noch in Englisch sein und teils nur für Anwesende verständlich, da ja auch meine Freunde in Budapest ein berechtigtes Interesse an den Bildern haben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-298002180127054760?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/298002180127054760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=298002180127054760' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/298002180127054760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/298002180127054760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/nrnberg-greyblues.html' title='Nürnberg Greyblues'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-3649557635279772116</id><published>2007-09-23T11:30:00.000+02:00</published><updated>2007-09-24T13:56:32.345+02:00</updated><title type='text'>Wiedersehen in Freuden</title><content type='html'>Eigentlich, so möchte ich sagen, eigentlich wollte ich viel häufiger schreiben. Und da weiterhin der Satz gilt: "Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich", gelobe ich Besserung, allerdings erst ab in einer Woche. Denn: [Pause] Ich fliege heute Abend nach Nürnberg und fahre von dort weiter auf die Hirsauer Tage in Oppurg. Wer nicht weiß was das ist kann auf der &lt;a href="http://www.cjd-sts.de/"&gt;schmucken Webseite&lt;/a&gt; nachlesen womit ich in den letzten fünf Jahren viel Zeit verbracht habe und was ich als erfüllende Beschäftigung erlebt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der letzten Woche hat sich endlich mein Stundenplan geklärt. Mein Vertrauensdozent, Gabor Boros, war sehr hilfreich und sehr aufmunternd dabei. Ein interessanter Mann, schlank und zerbrechlich, weit fallende, lange graue Haare und eine Aura von Jugendlichkeit die ihn schwer einschätzbar macht. Wenn Philosophen tatsächlich danach aussehen wie ihr Fachgebiet beschaffen ist, natürlich nicht unmittelbar, sondern durch gewisse Chiffren kodifiziert, ist dies vielleicht das Bild des Forschers in der frühen Neuzeit, der an den Humanismus, die unsterbliche Seele und die Rationalität in der Welt glaubt, und sich deswegen wie ein eleganter Edelmann erhalten hat. Bei ihm werde ich eineinhalb Veranstaltungen besuchen. Am Montag werde ich seine Vorlesung besuchen, in der es ganz generell um frühe Neuzeit geht, am Donnerstag setze ich mich in das Doktorandenkolloquium in dem es um Theorien der Neuzeit geht (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mi az újkor?&lt;/span&gt;), die natürlich großteilig im 20. Jahrhundert entstanden sind. In der Vorlesung werde ich üben Ungarisch zu verstehen, für das Kolloquium die Texte lesen und weiterhin versuchen Ungarisch zu verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das weitere Programm auf Ungarisch lautet: A téridö fisikajaról a tér és idö metafisikajaik. Von der Physik der Raumzeit zur Metaphysik von Raum und Zeit. Der Dozent, E. Szabó Lászlo ist Spezialist für Wissenschaftstheorie und schreibt gerade ein Buch über genau dieses Thema, daher werden auch seine Powerpointfolien in Englisch sein und ich werde das eine oder andere verstehen. Der Rest meines Programms findet an der Central European University statt, die ich am Freitag schon impertinenterweise ohne Ausweis, als interessierter Student besuchen wollte. Nicht möglich, das war schon immer so, das war noch nie so, da könnte ja jeder kommen. Also muss ich demnächst meine Dozenten bemühen mich an der Hand zu nehmen und in diesen Tempel der Wissenschaft einzuführen. Polemik beiseite, ich werde dort einen griechischen Übersetzungskurs belegen und eine Veranstaltung "The Metaphysics of Early Modern Empiricists". Klassischer Locke / Berkely / Hume. Der Grund warum ich hier besonders Frühe Neuzeit und Antike mache liegt schlicht und einfach darin, dass es im 18. / 19. Jahrhundert zuviel deutsche Philosophie gibt. Wenn ich das studieren wollte, dann doch bitte nicht auf Ungarisch oder auf Englisch. Daher weiche ich in die Randgebiete aus die noch nicht von deutscher Sprache durchsetzt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wovon ich mich mit diesem Eintrag gerade ablenke, das ist die Fertigstellung meines Artikels für die Grazer Gesellschaft für analytische Philosophie die einen kleinen Essaywettbewerb ausgeschrieben hat. Aus diversen Gründen fühlte ich mich motiviert, es einmal zu versuchen und in 3000 Worten zu erklären, warum ob wir "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vollständig determiniert aber dennoch für unsere Handlungen verantwortlich sein könnten.&lt;/span&gt;" An sich kein Thema das mir sonderlich liegt, da ich bei solchen subversiven Hiobsbotschaften eher den Kopf schüttele, aber immerhin eine Gelegenheit zielgerichtetes Schreiben zu üben. Während meiner Englischkurse am Sprachenzentrum der HU habe ich auch die Idee des in Länge limitierten Essays liebgewonnen, das nimmt dem Schreibenden die Last, ein Thema in Vollständigkeit abzuhandeln was mir in meinen deutschen Arbeiten oft begegnet (gehört das jetzt noch dazu, muss das rein, versteht man das ohne x zu berücksichtigen, kann ich Meinung z ignorieren, ...) In jedem Fall ist der Essay zu 99% fertig, ich taste ihn nur noch auf linguistische Ecken und Kanten ab und werde ihn dann heute verschicken - also wünscht mir Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem Essay ist auch größtenteils erklärt, womit ich meine Woche verbracht habe, oft von 10-18 Uhr in der Universitätsbibliothek (länger hat sie leider nicht offen), abends mit um die Häuser ziehen oder auch im Kino. Im zweiten Beitrag heute werde ich ein bisschen über den Film "Irgendwo in Europa" sprechen und vielleicht ein paar Bilder hochladen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-3649557635279772116?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/3649557635279772116/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=3649557635279772116' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3649557635279772116'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3649557635279772116'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/wiedersehen-in-freuden.html' title='Wiedersehen in Freuden'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6644703926506983410</id><published>2007-09-16T21:44:00.000+02:00</published><updated>2007-09-16T22:57:32.088+02:00</updated><title type='text'>Thärichensche Unschärferelation</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In meinem letzten Post war ich am Donnerstagabend angekommen. Von hier geht es im rasanten Tempo und mit viel Begeisterung weiter, und zwar auf dem &lt;a href="http://info.bmc.hu/framework/framework.php?l=en&amp;amp;title=MOL%20Jazz%20Fesztiv%E1l%20Budapest%202007&amp;amp;title_en=MOL%20Jazz%20Festival%20Budapest%202007&amp;amp;page=hosting+jazzfesztival+index_2007.php"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;MOL&lt;/span&gt; Festival&lt;/a&gt;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es die Ironie will höre ich als zweites Konzert in Budapest eine bekannte Formation: &lt;a href="http://www.thaerichen.de"&gt;Thärichens Tentet&lt;/a&gt;. Ich bin sehr gespannt auf die Gruppe, die ich zuletzt in einem Berliner Jazzkeller namens &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Quasimodo&lt;/span&gt; gehört habe, in der Gegend vom Zoo. Der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Bandleader&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Niki&lt;/span&gt;, ist mir sogar persönlich bekannt, er leitete das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;BJJO&lt;/span&gt; (Berliner Jugend Jazz Orchester) als ich 2004 mein Praktikum an der Landesmusikakademie Berlin absolvierte, in dem das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;BJJO&lt;/span&gt; auf das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;LJO&lt;/span&gt; (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Luckman&lt;/span&gt; Jazz &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Orchestra&lt;/span&gt;) aus Los &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Angeles&lt;/span&gt; traf (viele Abkürzungen in diesem Satz). Dass er der Chefdirigent dieses &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Orchesters&lt;/span&gt; und außerdem einer der interessantesten deutschen Pianisten-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Leader&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Arrangeure&lt;/span&gt; war realisierte ich eher schleppend, zu netter Eindruck, zu kleine Statur, ein wenig der Eindruck eines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Gnoms&lt;/span&gt;, versteckte Magie am Klavier, die erst nach und nach zum Scheinen kommt.&lt;br /&gt;Die Konzerthalle ist ein Industrie-Lager-Gebäude, das direkt am Flussufer lieft, nahe eines der wenigen Grünstreifen am Wasser, dem Nehrupart (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;part&lt;/span&gt;=Ufer). Hier wandern insbesondere englische Touristen vorbei (oder die aus dem großen Bruderland) wie man unschwer hört, stets in Erwartung einer spannenden Sehenswürdigkeit mit der Geduld eines Eroberers, der schon alles gesehen und erlebt hat und daher entspannt den Rest der Welt mit seinen Blicken unterwerfen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Auftritt der bekannten 10&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;erFormation&lt;/span&gt; gab es noch zwei andere Bands zu sehen. Begleitung hatte ich inzwischen in der bezaubernden &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Kinga&lt;/span&gt; gefunden, mit der ich einen sehr unterhaltsamen Abend verbrachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Band war das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Babos&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Project&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Special&lt;/span&gt;. Dazu möchte ich nur sagen, dass der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Sound&lt;/span&gt; barbarisch war (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;ok&lt;/span&gt;, draußen in einem Zelt an der Donau ist das nicht so einfach) und dass dieser Stargitarrist viel zu dominant, pathetisch und laut war. Er hatte neben sich eine dezent in schwarz gekleidete Sängerin stehen, die - glaube ich - auch ganz gut war, aber nur &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;colla&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;parte&lt;/span&gt; mit seinem Saitenorgan singen durfte und sich ansonsten brav zurückhalten durfte. Einige interessante Sachen (der Pianist war ganz &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;ok&lt;/span&gt;, solange die Gitarre schwieg), aber ansonsten ein relativ gleichgültig stimmender Warmmacher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das änderte sich radikal beim zweiten Akt, beim &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Dresch&lt;/span&gt;-Quartett. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Dresch&lt;/span&gt; ist der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29"&gt;Leadsaxofonist&lt;/span&gt;, der begleitet wurde von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_30"&gt;drums&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_31"&gt;bass&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_32"&gt;marimba&lt;/span&gt; (!) und einem Gastmusiker auf Violine (95% der Zeit) und Trompete (Rest%). Was dann passierte war einfach nur phänomenal. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_33"&gt;Dresch&lt;/span&gt; wurde angekündigt als ungarische Volksrhythmen einarbeitend, und genau das passierte auf die bestmögliche Weise. Rasante Wechsel von Song zu Song, spektakuläre Soli, ein genau kalkulierte und mitreißender &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_34"&gt;Drive&lt;/span&gt; - ich habe mich göttlich amüsiert. Riesiger Applaus und ein großes Plus für das Festival. Wenn ihr irgendwann was von ihm in die Hände bekommt, unbedingt anhören. Begeistert hat mich auch der gastierende Violinist, &lt;span class="bjfkisszoveg"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_35"&gt;Ferenc&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_36"&gt;Kovács&lt;/span&gt;, der sehr intelligent, sauber und virtuos die Geige erklingen ließ. Das Highlight am Ende war als schließlich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_37"&gt;Dresch&lt;/span&gt; zur traditionellen ungarischen Flöte glich und den Nahekollaps des Publikums herbeiführte. Und mein Gott, was man auf einer &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_38"&gt;Marimba&lt;/span&gt; anstellen kann. Oft sehr nahe an den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_39"&gt;klanglichen&lt;/span&gt; Möglichkeiten eines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_40"&gt;Hammerflügels&lt;/span&gt;, ebenfalls sehr virtuos und eindrucksvoll dargeboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als danach &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_41"&gt;Thärichens&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_42"&gt;Tentet&lt;/span&gt; langsam aber sicher in die Gänge kam war ich fast ein wenig enttäuscht, denn so brillant wie die Ungarn zuvor spielen die Musiker aus Berlin einfach nicht und ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_43"&gt;Tentet&lt;/span&gt; ist dafür auch ein wenig zu statisch und unbeweglich. Aber schon nach einigen Minuten stellte sich die Beruhigung ein, dass es sich nicht um einen Absacker sondern doch um eine weitere Steigerung handelte. Ein großer Faktor dabei waren &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_44"&gt;Nikis&lt;/span&gt; unglaublich geschmackvolle, humorvolle und exzellent ausbalancierten Arrangements. Vertont hat er dabei &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_45"&gt;großteilig&lt;/span&gt; Gedichte von Robert David &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_46"&gt;Laing&lt;/span&gt;, schottischer Psychiater und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_47"&gt;abgründiger&lt;/span&gt; Dichter, den Michael &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_48"&gt;Schiefel&lt;/span&gt; mit seiner etwas jungenhaften hohen Stimme, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_49"&gt;linkisch&lt;/span&gt; abgestimmter Gestik und tiefgründigem Spaß bei der Sache überzeugend darbot. Jede Nummer führte tiefer in die Regionen, wo &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_50"&gt;kontrapunktische&lt;/span&gt; Arrangements den Intellekt stimulieren, skurrile Bläsersätze erheitern und im nächsten Moment die hintergründige Textwende das Lachen im Hals stecken bleiben lässt. Ein großartiger Abend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Skepsis gegenüber dem Folgeabend war relativ groß, da solche Leistungen erst einmal überboten werden wollten. Tagsüber besuchte ich den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_51"&gt;Einführungstag&lt;/span&gt; für Besucherstudenten an der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_52"&gt;ELTE&lt;/span&gt;, der in diesem Jahr das erste Mal stattfand und daher eine Art historische Dimension besaß. Nicht wirklich viel Neues. Das Highlight war, dass alle Studenten, die noch einen Ausweis brauchten, gebeten wurden ihn außerhalb des Saals zu beantragen und währenddessen allen denjenigen die schon einen hatten erklärt wurde wie man einen Ausweis beantragt. Spannend. Danach kurz zur Unibibliothek, dann Mittag beim chinesischen Schnellrestaurant und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_53"&gt;Magda&lt;/span&gt; (aus Polen, nicht aus meiner Wohnung) und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_54"&gt;Kinga&lt;/span&gt; davon überzeugen dass wir &lt;span style="font-style: italic;"&gt;wirklich&lt;/span&gt; abends zum Jazzkonzert gehen wollten, was irgendwann dann auch Erfolg hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Abend gab es weniger Highlights, aber dafür ein großes am Schluss. Zunächst spielten eine gute spanische Formation, in &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_55"&gt;essentiam&lt;/span&gt; ein Saxofonist mit seiner langjährigen Rhythmusgruppe (Klavier / Bass / &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_56"&gt;Drums&lt;/span&gt;), wobei der Bassist durch seinen liebevollen Umgang mit dem Instrument auffiel. Der mittlere Akt war eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_57"&gt;großteilig&lt;/span&gt; ungarische Band mit britischem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_58"&gt;Gastsaxofonisten&lt;/span&gt;, sehr gute Musik. Das Ende bildete eine norwegische Ausnahmeerscheinung: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_59"&gt;Supersilent&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu muss gesagt werden, dass schon am Vortag einige Besucher es vorzogen, anlässlich des Hauptakts um 21 Uhr schon das Gelände zu verlassen. So auch heute, aber die etwas kontrovers aufspielenden &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_60"&gt;Norweger&lt;/span&gt; schafften es auch noch mehr zu vertreiben, während der Rest sich angenehm amüsierte. Schon das Programmheft kündigte sie als eine Gruppe ohne stilistische Einordnung, die man wegen improvisatorischer Natur der Darbietung unter Jazz einordnet, an. Das traf auch im vollen Maße zu. Den Beginn machte ein Trompetensolo, verhalten und dezent, schwebend und suchend. Dazu gesellte sich bald ein komplex-präziser &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_61"&gt;Drummer&lt;/span&gt;, der während des gesamten Sets durchspielte und hervorragend die Wellen von elektronischer in handhabbare Blöcke gliederte. Diese Wellen stellten sich bald ein, mal meditativ (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_62"&gt;dronelike&lt;/span&gt; sagte das Programmheft), mal explosiv und an der Grenze zum Lärmgeräusch, aber insgesamt Musik zum sich-versenken, zum Mitgleiten und doch den Halt nicht verlieren. Hin und wieder eine gebrochene Stimme, die - wahrscheinlich - etwas zwischen Norwegisch und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_63"&gt;Nonsense&lt;/span&gt; drüber sang, aber ein wahres Klangerlebnis. Der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_64"&gt;einzige&lt;/span&gt; Wermutstropfen liegt darin, dass es sich fast nicht lohnt von ihnen eine CD zu kaufen - da ja jeder Auftritt von vorne beginnt und vollständig improvisiert ist. Wir waren trotzdem extrem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_65"&gt;euphorisiert&lt;/span&gt; und glücklich dass wir auch das zweite Konzert besucht hatten. Dazu trug auch das wahrscheinlich beste Essen bei, das man angesichts von schleichend-feuchter Kälte und fortschreitender Zeit haben kann: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_66"&gt;Kartoffelwedges&lt;/span&gt; (der deutsche Ausdruck "Spalten" ist total daneben, seit wann kann man Leerräume essen?) mit Ketchup / Senf / (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_67"&gt;Mayo&lt;/span&gt;). Knusprig, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_68"&gt;umami&lt;/span&gt;, und gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_69"&gt;long&lt;/span&gt;, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_70"&gt;keep&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_71"&gt;on&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_72"&gt;swinging&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6644703926506983410?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6644703926506983410/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6644703926506983410' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6644703926506983410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6644703926506983410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/thrichensche-unschrferelation.html' title='Thärichensche Unschärferelation'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-1480456183537291314</id><published>2007-09-16T20:52:00.000+02:00</published><updated>2007-09-17T00:46:06.269+02:00</updated><title type='text'>Raum-Zeit-Verschiebung (Mo-Do)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn Schreiben so etwas wie eine Kompensation und ein Ventil ist, so hatte ich im Laufe dieser Woche relativ wenig Bedarf. Trotzdem würde ich gern ein paar der schönen Momente aus meiner Zeit hier mit euch teilen und mir selbst zur Erinnerung bewahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also der Reihe nach, eine Art Rückblick auf die Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Montag, 10.9.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Montag war der letzte Tag unseres Sprachkurses, was ich sehr bedauert habe. Statt regulären Unterrichts haben wir eine kleine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Rally&lt;/span&gt; durch die Uni unternommen und dabei mehr oder weniger kreative Aufgaben zu lösen gehabt. Dass wir dabei nur von einer &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Caféteria&lt;/span&gt; in die andere geschickt wurden war zwar auffällig aber nicht sonderlich hinderlich. Durch einen wilden Zufall wurde ich bei der Teambildung mit meiner Mitbewohnerin &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Magda&lt;/span&gt; zusammengewürfelt und mit der Teamfarbe blau bildeten wir die "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;két&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;kék&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;stréber&lt;/span&gt;" (zwei blaue Streber, das Wort &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;stréber&lt;/span&gt; bedeutet im ungarischen genau das gleiche wie im Deutschen). Die aufregendste Aufgabe war sicherlich das geschmackliche Erkennen ungarischer Spezialitäten. Repräsentativ für die Getränke waren also: Unikum (angeblich so etwas wie Jägermeister, da ich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;JM&lt;/span&gt; aber kaum kenne würde ich es eher mit Hustensaft vergleichen), &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;vörösbor&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; (Rotwein) und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;palinka&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;(Schnaps). Damit begann die Alkoholberieselung des Tages, denn im Anschluss an die Siegerzeremonie (wir gewannen souverän) wurden noch Diplome überreicht und Sekt getrunken. Mittagessen gab es bei der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Szabó&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;család&lt;/span&gt;, der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Szabó&lt;/span&gt; Familie. Das ist ein kleines &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;vendeglö&lt;/span&gt; nahe der Uni mit bezahlbarem Mittagstisch. Ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;vendeglö&lt;/span&gt; bietet, im Gegensatz zum &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;étterem&lt;/span&gt;, eher traditionelles ungarisches Essen an, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;házikost&lt;/span&gt; wenn man so will. Das heißt es gibt Suppe als Vorspeise (&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;húsleves&lt;/span&gt;/&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;bableves&lt;/span&gt;/... , aber immer mit Fleisch) &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;csirkepörkölt&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;(&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Hühnchengulasch&lt;/span&gt;, außer dass &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;gulyás&lt;/span&gt; hier eine Suppe ist) als Hauptgang und Nachtisch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;palacsinta&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;. Der Rest des Tages verschwimmt ein wenig, wahrscheinlich nichts passiert.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 11.9.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein frustrierender Tag. Um 9 Uhr stehe ich an der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Quaestura&lt;/span&gt; wo es angeblich (laut Dokument dass ich im &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Immabüro&lt;/span&gt; erhalten habe) um diese Zeit Studentenausweise gibt. Nur hängt hier ein Zettel, dass die Veranstaltung erst um 12 beginnt. Ich hänge irgendwo &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;rum&lt;/span&gt; und lerne vielleicht ein paar Vokabeln. Um 11.45 als ich wiederkehre ist bereits eine Schlange davor. Ich ziehe eine Wartemarke auf der keine Zahl steht sondern nur dass es heute keine neuen Ausweise geben wird. Immerhin unterhalte ich mich nett mit einer polnischen Studentin die neben mir in der Schlange steht und mir auf ungarisch versucht eine Frage zum &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Ausweisausstellungsprozess&lt;/span&gt; zu stellen, was leider misslingt. Ihre Eltern haben lange in Frankfurt gelebt, deswegen klappt Deutsch ganz gut. Danach will ich ein paar Fotos machen gehen, doch nach etwa 30 Bildern ist mein Akku leer. Etwas frustriert kehre ich nach Hause zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mittwoch, 12.9.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch machte alles richtig was Dienstag falsch gemacht hatte. Wieder stehe ich um 12 Uhr am &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Immatrikulationsbüro&lt;/span&gt;, aber immerhin treffe ich wieder angenehme Gesellschaft. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Kinga&lt;/span&gt; (in der Esztergomgallerie mit Bild vorhanden) studiert Psychologie, kommt aus &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29"&gt;Warszawa&lt;/span&gt; und steht zufällig nahe dem Ende der Schlange dem ich mich gleich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_30"&gt;zugeselle&lt;/span&gt;. Wir treffen noch andere &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_31"&gt;Erasmusschlümpfe&lt;/span&gt;, die eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_32"&gt;Mentorin&lt;/span&gt; im Gepäck haben, die uns also erklärt, wie und wo wir unser Formular für den Studentenausweis ausfüllen müssen. Wir treffen auch meinen Lieblingspunk Gerardo Nach erstaunlich wenig Komplikationen erhalten wir ein Formular, gehen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;palacsinta &lt;/span&gt;essen und bezahlen unsere Tantiemen an der Post. Hier in Ungarn zahlt man alle Rechnungen und alles sonst an der Post, so etwas wie Überweisungen werden eher selten genutzt. Zum Glück geht das meistens recht schnell und man erhält wunderbare gelbe Belege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach machte ich mich auf ans Ufer der Donau, denn da meine Akkus wieder geladen waren konnte ich ein paar weitere Bilder schießen. Eine Auswahl dieser Tour und einige Bilder aus dem Sprachkurs folgen wahrscheinlich morgen oder später heute (je nach Lust).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss traf ich mich mit meinem neuen Mentor mit Namen Richard, aber er wird von allen nur &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_33"&gt;Bogyo&lt;/span&gt; (sprich: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_34"&gt;Bod&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_35"&gt;jo&lt;/span&gt;) genannt. Ein lustiger Typ, langes Haar, Bart, etwas füllig, raucht wie ein Schlot, trinkt kein Bier. Genau, richtig gelesen: Die perfekte &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_36"&gt;Metalschiene&lt;/span&gt; aber kein Bier, ich war schon sehr erheitert. Gleichzeitig führte er mich in die Gemeinschaft der Frühabendzyniker vom philosophischen Institut ein, wo ich mich gleich sehr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_37"&gt;zuhause&lt;/span&gt; führte. Die Essenz des Aufeinandertreffens war, dass es am Institut keine internationalen Kurse gibt, und ich eigentlich nichts belegen kann, aber dass die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_38"&gt;Profs&lt;/span&gt; sicherlich sehr kooperativ sein würden. Also werde wahrscheinlich mein Semester &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_39"&gt;großteilig&lt;/span&gt; mit Selbstbeschäftigung verbringen, was mir eigentlich inzwischen auch lieber ist. Das ganze findet statt im Café &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_40"&gt;könyvtár&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, was soviel wie Bibliothek heißt, sich direkt auf dem Campus befindet und sehr einladend ist. Definitiv die Bibliothek um die Nächte durchzuarbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Donnerstag, 13.9.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Morgens traf ich mich mit oben erwähntem Mentor, der mir das Institut zeigte (im i-Gebäude, aber nicht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_41"&gt;gesponsort&lt;/span&gt; von Apple) und einige der Dozenten. Es handelte sich um eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_42"&gt;Vorstellungsveranstaltung&lt;/span&gt; für die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_43"&gt;Drittsemestler&lt;/span&gt;, arme &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_44"&gt;Bachelorstudenten&lt;/span&gt; wie man sie auch &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_45"&gt;zuhauf&lt;/span&gt; in Deutschland findet. Die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_46"&gt;Vorstellungsrunde&lt;/span&gt; war scheinbar recht lustig, das Wort führten im Wechsel ein alter putziger Mann der sich angeblich viel mit Sprachphilosophie beschäftigt und ein mit großem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_47"&gt;Riechorgan&lt;/span&gt; römisch anmutender &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_48"&gt;Mittvierziger&lt;/span&gt;, der sich insbesondere mit griechischer Ethik beschäftigt, ein liebliches Team. Ansonsten alles beim alten, was den philosophischen Grabenkampf angeht: Historische Philosophen im Anzug, Analytiker im T-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_49"&gt;Shirt&lt;/span&gt; und kleine Anspielungen von hier nach da. Im Anschluss lerne ich die Bibliothek kennen. Bei der Bibliothek handelt es sich eigentlich nur um eine einzige Dame: &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_50"&gt;Ottilia&lt;/span&gt;, kurz "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_51"&gt;Oti&lt;/span&gt;" gerufen. Sie sitzt an ihrem Tisch, man kann ihr einen Zettel geben und fragen ob das Buch vorrätig ist, sie geht in den Nebenraum und besorgt es oder eben nicht. Bei den drei Büchern für die ich mich momentan interessiert hätte lautet die Antwort leider sämtlich nein. Vorher habe ich sie in einem uralten Nachschlagkatalog gesucht, der auf einem der Computer installiert ist. Ein wunderhübsches DOS Programm fast ohne Benutzeroberfläche das bei jedem Programmstart erst einmal die Datenbank einlesen muss und dafür rund fünf Minuten benötigt, ich komme mir vor wie in C64 Zeiten, mit den lustigen Kassetten die man einlegte, dann einen Tee kochen ging und dann wiederkam um das geladene Wunderland zu begutachten. Im Leseraum stehen insgesamt vier Lexika und ein sehr gemütlich aussehendes Sofa (auch noch Tische und Stühle, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_52"&gt;ok&lt;/span&gt;). Sehr putzig ausgestattet, aber man kann dort halbwegs arbeiten, was ich auch in Maßen tue und an meinem Essay schreibe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abend startete ich eine Art Mailingaktion aus meiner Handyliste um Begleitung für das Konzert am Abend zu finden. Welches Konzert? Das kommt im nächsten Post, denn dieser ist schon verdammt lang geworden. So, stay tuned für die Jazzkonzerte eures Lebens und Bilder von Sprachkurs und Budapest.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-1480456183537291314?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/1480456183537291314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=1480456183537291314' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1480456183537291314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1480456183537291314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/raum-zeit-verschiebung-mo-do.html' title='Raum-Zeit-Verschiebung (Mo-Do)'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-967953180352706833</id><published>2007-09-11T15:08:00.001+02:00</published><updated>2007-09-11T16:09:25.535+02:00</updated><title type='text'>Fotozeit</title><content type='html'>Endlich bin ich dazu gekommen einige Bilder aus meiner neuen Fuji Finepixx S9600 hochzuladen. Ich schließe noch ein wenig Freundschaft mit der Kamera, daher bitte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;nur&lt;/span&gt; konstruktive Kritik!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt zu sehen (jeweils als Slideshow):&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/KollegiumInDerDaykaGaborU/photo#s5108926520588657874"&gt;Mein Zimmer im kollégium, sehr empfehlenswert!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/NeueWohnung/photo#s5108930313044780418"&gt;Meine neue Wohnung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/jacob.langeloh/Esztergom/photo#s5108944495026792018"&gt;Exkursion nach Esztergom.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-967953180352706833?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/967953180352706833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=967953180352706833' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/967953180352706833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/967953180352706833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/fotozeit.html' title='Fotozeit'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-494388818327987441</id><published>2007-09-11T15:00:00.000+02:00</published><updated>2007-09-11T15:08:21.289+02:00</updated><title type='text'>Nincs Notstromaggregat</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Dieser Blogeintrag verdankt seine Existenz dem (un)angenehmen Umstand dass wir uns in unserer Wohnung zur Zeit ohne Strom aufhalten. Bis jetzt vermuten wir nichts schlimmes, aber zum Beispiel der Techniker unserer Hausverwaltung, der uns heute besuchen kommen wollte, wird große Freude daran haben unsere Klingel zu bedienen. Heute werden die nötigsten Dinge korrigiert: Die Glühbirnen, die in allen Zimmern fehlen, uns wird ein zusätzlicher Schlüssel angeliefert für das Schloss an der Haustür, das sowohl von außen als auch von innen bedient werden kann (das gilt für das zweite Schloss nicht) und zuletzt werden noch Ikea Lackregale neu justiert, die unter der Last der Jahre schon ein wenig in die Schräge gesackt sind. Nichts spektakuläres also, aber es bleibt das Faktum, dass wir keinen Strom haben und es nicht unmittelbar absehbar ist, wann sich das klärt. Von unseren Nachbarn haben wir vor einigen Tagen eine nicht eindeutig einzuordnende Mitteilung erhalten, dass im Stockwerk unter uns demnächst Bauarbeiten beginnen die mit einem Kamin zu tun haben und uns eventuell betreffen. Bis jetzt haben wir nicht allzuviel davon mitbekommen, aber vielleicht handelt es sich hier um die ersten Ausläufer einer größeren Einschränkungslawine.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Insgesamt habe ich mir vorgenommen über mehrere Dinge zu schreiben: Über die Exkursionen, die wir unternommen haben (nach Gödöllö, Eztergom und in die Höhlen von ...), über unsere Wohnung, die wir gestern in einer rapide wachsenden Feier eingeweiht haben und über das Leben hier in der ungarischen  Steppe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Für gestern Abend hatten wir eine kleine Zusammenkunft mit Gitarre, Essen und ein wenig Wein geplant. Auf der Exkursion zur Höhle, an der neben Xabier und mir die „dormitory girls” und zwei Mentoren der ELTE teilnahmen kam das Gespräch auf diesen Termin und somit waren noch vier zusätzliche Personen eingeladen. Die „dormitory girls” sind Ruta aus Litauen und Patricia aus Belgien, die ab Morgen in ihrem Vollzeitstudienort in ... sein wird und daher Budapest verlässt. Aus Solidarität wohnt Ruta weiterhin mit ihr in einem Zimmer und so sind die dormitory girls geboren. Die uns begleitenden Mentoren bestanden aus dem ungleichsten Paar das man aus der Vielzahl von Helferlein zusammenstellen kann: Der große Marton und Daniel. Marton erscheint als ein administrativer Mensch, Vizepräsident der foreign students Betreuung an der ELTE, immer mit meetings und offiziellen Angelegenheiten beschäftigt, ein wenig allergisch gegenüber Tanz und Bewegung, eher dem Bier zugeneigt, und wie ich vielleicht schon vorher schrieb etwa 2,15 m groß.  Ein lustiger Typ, humorvoll und kompetent, aber ein wenig in seinem offiziellen Format eingerahmt. Daniel auf der anderen Seite, Zopf aus gelockten blonden Haaren, Piratentuch, coole Sonnenbrille, ebenfalls Mentor und institutionell tätig, aber immer der Mann für die inoffizielle Unternehmung, den freien Eintritt, den diskreten Geheimtip, das letzte Bier und den Sextalk am Nachmittag. Einer von den Typen, die viel erzählen, versprechen, vielleicht nicht alles halten aber doch dauernd in Bewegung sind und die Umgebung dabei mitnehmen. Damit waren wir also zu sechst auf dieser Exkursion, die wirklich spannend war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Der Legende nach wurden die Höhlen entdeckt als ein Schaf durch einen der Schächte hineinfiel und die Menschen es retten wollten. Das Höhlennetzwerk wird immer noch erkundet, auf einer bunt eingefärbten Karte am Eingang wurden deutliche Erweiterungen des erschlossenen Gebiets noch 1997 verzeichnet beziehungsweise als „nach dieser Zeit” markiert. Insofern handelt es sich um einen weiter laufenden Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Daniel, der Geographie und Psychologie studiert erzählt dass er einmal eine Exkursion in einen der weniger gut erschlossenen Bereiche der Höhlen unternommen hat und uns einen weiteren Teil zeigen könnte, er müsste uns nur Schutzausrüstung und den Schlüssel besorgen. Marton bedient übrigens wochenends Paraglider und so haben wir die Funsportler für uns.  Die Tour wird geführt von einer Höhlenexpertin, die uns auf die benannten Tiere am Wegrand hinweist, hier Krokodile, dort Schildkröten, bis hin zu Skorpionen, Mäusen und einem Damoklesfelsblock, der angeblich herunterfällt wenn jemand vor kurzer Zeit eine Lüge erzählt hat – aber scheinbar lügen die Besucher nicht, deswegen hängt der Felsblock immer noch. Von dem was ich verstehe kann ich mir erschließen dass die Höhle sehr feucht ist und über Quellen steht – oft finden sich grüne Schichten an den Wänden, die Luft ist empfindlich feucht, die Geländer schlüpfrig und oft sind hängende Tropfen sichtbar, die nach und nach zu Stalagmiten werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Soviel von heute, inzwischen war ein Techniker da, Strom geht wieder, es lebe die Zivilisation. Der Bericht von Eztergom muss warten, erstmal wird es ein paar Fotos geben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-494388818327987441?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/494388818327987441/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=494388818327987441' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/494388818327987441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/494388818327987441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/nincs-notstromaggregat.html' title='Nincs Notstromaggregat'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6174409260705417077</id><published>2007-09-07T15:43:00.000+02:00</published><updated>2007-09-07T16:10:44.607+02:00</updated><title type='text'>Up to Date</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dem heutigen Tag befinde ich mich wieder innerhalb der Internet Zeitrechnung. Ein Techniker der upc hat heute meine Telefonsteckdose zerrupft (sieht nicht sehr schick aus), aber gleichzeitig ein Kabel angehängt, das es mir ermöglicht ins Web zu gehen! Daher bin ich zur Zeit am Email aufarbeiten und endlich dieses Blog der Öffentlichkeit zugänglich machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Status - Sprachkurs, Straße, Internet&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am Montag findet mein Sprachkurs ein vorläufiges Ende. Danach geht es in den regulären Semesterbetrieb, obwohl ich noch nicht weiß wann ich welche Kurse belege. Allerdings erschien die Klärung nicht allzu wichtig zu sein und die ELTE hat, wie ich aus vertraulicher Quelle erfahren habe, eher einen Ruf als schlecht organisierte Uni. Das konnten wir auch während des Sprachkurses beobachten: Vor unserem Institut, im Gebäude F im Campus an der Museumsstraße befand sich eine Sandfläche, die im Laufe der Wochen die wir da waren mit dramatischem Tempo zu einer Straße verwandelt wurde. Respekt vor der Geschwindigkeit, aber es fällt mir schwer zu glauben dass die Straße nun Jahre durchhält. In den Kursen heute habe ich mit meiner neuen Kamera (Fuji Finepix S9600 für die Interessierten) einige Bilder geschossen, die ich auch gerne veröffentliche sobald ich eine geeignete Plattform gefunden habe (ich denke Flickr wird viel genutzt? Mal sehen ...).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Programm - Parlament, Ethnographie, Weinfest&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend geht es erst einmal ins ungarische Parlament, ein sehr eindrucksvolles Gebäude an der Donau, was aber für viele Gebäude in Budapest gilt (das Flusspanorama allein ist eine Reise wert und ich glaube das Ufer insgesamt ist ins Weltkulturerbe aufgenommen). Gestern waren wir gegenüber im Ethographischen Museum. Das ist der ungarischen Volkskultur aus dem Zeitraum nach der Vertreibung der Türken (1699) bis etwa zum Ende des ersten Weltkriegs. Die permanente Ausstellung wurde 1989 eröffnet und seitdem nicht verändert, wie unsere sehr kompetente, ein exzellentes Englisch sprechende Führerin mitteilt. Dennoch sind viele sehr interessante Ausstellungsstücke da (zum Beispiel der grüne Krug, der bei keiner Dorfkonferenz fehlen darf) und durch die kurzweiligen Anekdoten verbringen wir sehr angenehme 1 1/2 Stunden. Die Teilnehmerzahl von Erasmusstudenten ist naturgemäß inzwischen stark geschrumpft, daher sind wir am Ende der Führung nur noch zu dritt. Demnächst wird im gleichen Gebäude die Weltpresseausstellung gastieren, dann begebe ich mich wieder dahin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wörter des Tages&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Um den Mehrwert dieses Blogs zu erhöhen werde ich einige Wörter des Tages in den Raum werfen. Ungarisch ist eine tolle Sprache, wunderbar logisch, komplex und nahezu beliebig nach Baukastenprinzip erweiterbar, daher empfehle ich sie jedem wärmstens. Die heutigen Highlights:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1) &lt;span style="font-style: italic;"&gt;számítógép&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Schön dass es ein eigenes ungarisches Wort für Computer gibt. Das was ich gerade tue heißt in der dritten Person számítógépezik bzw. im Infinitiv számítógépezni. Dieses Wort habe ich mir während des gesamten Hochzeitswochenendes zu merken versucht, daher hat es einen Ehrenplatz verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.) &lt;span style="font-style: italic;"&gt;körülbelül&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Heißt "ungefähr" und ist ein wunderbar klingendes Wort - etwa wie das englische "roundabout".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.) &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ló &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Kurz, knackig, heißt Pferd und spielt wahrscheinlich in der ungarischen Frühgeschichte eine große Rolle, da es ein altes Wort ist. Hat einen wunderbaren unregelmäßigen Plural und ist Teil einer ganzen Wortgruppe, die bei Suffixanhängung Ausnahmen bilden, steinalt sind, und einsilbig cool. Daher ist ló auch ein wenig repräsentativ für fa, haj und so weiter.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6174409260705417077?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6174409260705417077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6174409260705417077' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6174409260705417077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6174409260705417077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/up-to-date.html' title='Up to Date'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-4252868719809285563</id><published>2007-09-07T15:36:00.000+02:00</published><updated>2007-09-07T15:38:19.860+02:00</updated><title type='text'>Néptanc!</title><content type='html'>vom 31.8.2007&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Und es ist schon wieder Freitag. Eine Menge ist passiert, am wichtigsten ist, dass ich inzwischen in meiner eigenen Wohnung sitze, die ich zusammen mit Magda und Xabier bezogen habe, aus Bonn und Barcelona. Nachdem das erste Wohnheim eine wirklich abschreckende Qualität hatte (einige Bilder findet ihr im Album) hatte ich mich spontan auf Mit-Suche begeben. Die gesamte Erasmusgruppe war und ist eine Tauschbörse für WG-Plätze, Zimmeroptionen und sich langsam entwickelte Liasonen. Zum Glück habe ich nur insgesamt zwei Tage mit Wohnungssuche zugebracht, jetzt ist alles unter Dach und Fach. Wir wohnen im achten Distrikt, relativ am Rand in der Nähe des Stadtparks. Die Wohnung ist wunderschön und nicht sonderlich teuer, nur liegt sie wie schon angedeutet nicht in der allerbesten Gegend – der Budapester Standard von etwa 4-7 Schlössern die man auf dem Weg zur eigenen Wohnung bewältigen muss gilt auch hier.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Gestern abend haben wir wieder eine Volkstanzhochburg besucht, wie letzte Woche, und wieder war ich sehr angetan. Diesmal war der Gruppenpart deutlich ausgedehnter und es haben deutlich mehr aus unserer Sprachgemeinschaft die Gelegenheit genutzt, einmal ungarisch das Tanzbein zu schwingen. Als erster Mutiger begab ich mich in einen Tanzkreis, kam relativ gut zurecht, und sprach noch mit einer ungarischen Tänzerin, die sich neben mich gesellt hatte. Sie stellte sich als wirklich engagierte Volkstänzerin heraus, mit Hintergrundwissen und lauten Jauchzen an den richtigen Stellen. Danach gab sie sich sogar noch für einen Paartanz hin, bei dem wir uns denke ich nicht all zu schlecht schlugen, aber kurz vor Ende verließ sie mich in Richtung eines Bekannten und damit war meine Tanzsession erstmal beendet. Dennoch bin ich insgesamt immer wieder beeindruckt von der Lebendigkeit, die in diesem Zirkel erlebt werden kann. Der Mentor und Foreign Affairs Koordinator Marton erzählt mir in einer ruhigeren Stunde, dass hier vielleicht alle Volkstänzer in Budapest anwesend sind. Marton selbst ist ungefähr zwei Meter fünfzehn groß, schlaksig, die Aura eines Organisators der hin und wieder nicht ernst genommen wird aber für seine Sachkenntnis und für seine vielfältigen Ansätze doch irgendwie geschätzt wird. Er erzählt mir auch, dass der Volkstanz, der wie eine Welle über die Erasmusschüler schwappt, eigentlich die Idee von den alten Weibern die unseren Kurs gestalten war, also müssen wir uns wohl bei ihnen für diese Erfahrungen bedanken. Nach diesen zweiten Schritten begeben wir uns noch in den Filter, eine Bar um die Ecke, in einem verschimmelt riechenden Keller gelegen, der zwar recht heimelig anmutet, aber mich nicht sonderlich lange dort hält. Gemeinsam mit meinem neuen Mitbewohner Xabier mache ich mich auf Richtung Wohnheim, das wir kurz nach zwölf erreichen und uns zum glücklicheren Teil der Welt zählen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-4252868719809285563?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/4252868719809285563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=4252868719809285563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4252868719809285563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/4252868719809285563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/09/vom-31.html' title='Néptanc!'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-9203781033217446804</id><published>2007-08-30T17:51:00.000+02:00</published><updated>2007-09-07T15:17:32.670+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flughafen'/><title type='text'>Wieder-Ankunft</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Rtbt2BkJCwI/AAAAAAAAAAU/NI62Xwh7AuQ/s1600-h/anne_steg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Rtbt2BkJCwI/AAAAAAAAAAU/NI62Xwh7AuQ/s320/anne_steg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5104528740059777794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Zwei Ankünfte, zwei Perspektiven. Genau um eine Woche versetzt gestalte ich meine Ankunft in Budapest von Neuem. Diesmal liegt die Hochzeitsfeier von Martin und Anne hinter mir, damals der Umzug meiner Schwester, diesmal bin ich entspannter Student im Gegensatz zum nervösen, überladenen Touristen. Ich sitze also nun im Unterrichtsgebäude an der ELTE, wo wir unsere Sprachlektionen erhalten, im Gebäude F. Unterwegs habe ich noch in der Welt Kompakt über die Vereidigung von paramilitärischen ungarischen Rechten gelesen, also haben die rot-weißen Fahnen doch eine Bedeutung, die über reinen Nationalstolz hinausgeht, beziehungsweise der "reine" Stolz ist damit erst thematisiert.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-9203781033217446804?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/9203781033217446804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=9203781033217446804' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/9203781033217446804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/9203781033217446804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/08/wieder-ankunft.html' title='Wieder-Ankunft'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_ugcNJxLlCYY/Rtbt2BkJCwI/AAAAAAAAAAU/NI62Xwh7AuQ/s72-c/anne_steg.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-1019932966388102126</id><published>2007-08-30T17:49:00.004+02:00</published><updated>2007-08-30T17:53:33.171+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feuerwerk'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt Budapest'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bericht'/><title type='text'>Buda goes Boom</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;(20.8.2007, Abends im Wohnheim)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Der erste Tag in Budapest war der Hammer. Im absolut positiven, weggeblasenen, in den Erwartungen weiter übertroffen und umgeworfenen Sinne. Der Reihe nach: Ich schlich mich also nach Schönefeld – letzter Bus, letzter Stop und eine Sammlung von bereits erfahrenen Nachdurchschläfern, die neben mir ihre Luftmatratzen aufpumpen und sich gesittet zur Ruhe legen. Der gesamte Easyjetbereich ist ein einziges Schlaflager, in dem sich jeder auf eine seite dreht, seinen Kopf vor dem grellen Licht versenkt und versucht ein paar Momente in die Arme des seligen Schlummers zu versinken. Nachdem ich ein wenig gearbeitet habe, ein Bild geschrieben und für gut befunden, reihe ich mich ein in diese Armee der trotzdem Schlafenden die sich hier formiert. Eng umschlungen ziehe ich meine Rucksäcke an mich, in einem Anflug von letzter Paranoia bevor ich sie auf dem Spielfeld Ungarn riskiere. Um etwa 4.20 weht dann Aufbruchsstimmung durch den Raum, obwohl äußerlich nicht viel passiert ist wissen doch alle dass es losgeht und dadurch entsteht eine tagesähnliche Stimmung, motivierter und aufgeweckter.  Checkin und Gepäckkontrolle sind reibungslos, einmal packe ich meinen unsauber gestapelten Handrucksack aus und sortiere ihn neu während ich Baguette und Kaffee konsumiere.  Dann irgendwann der Abflug, dazwischen immer wieder Lücken von Minutenschlaf und vages Erwachen, Tasten nach den Sachen und dem Besitz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Dann Abflug, kurzes Nicken, Phaidon lesen, in Budapest ankommen. Eine Stunde und zwanzig Minuten sind keine Zeit im Vergleich zum Vorlauf. Dort die Verkehrverbindung ausprobieren und feststellen dass der Bus Nummer Acht mich in die Irre führt, zurücklaufen, Bus 4o nehmen, am dormitory ankommen.  Ab dort beginnt die Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Der Pförtner beherrscht keine Sprache außer Ungarisch und lebt auch noch ganz andere herrschaftliche Tendenzen aus. Er verlangt "on the spot" die 16800 HUF die ich ihm angeblich schulde, unschuldig blickend hat sich die Mehrwertsteuer von 20% auf den Preis der Übernachtung aufgeschlagen. Ich habe das Geld nicht dabei, versuche mit ihm zu kommunizieren, scheitere daran. Eine weitere Akteurin, die gerade im Internet das StudiVZ bevölkert wird als Übersetzerin herbeigerufen. Magdalena. Ebenfalls Deutsch, wie sich für mich schnell herausstellt, und schickt mich zu einem Geldautomaten um die Ecke, so dass ich bald darauf meine Schulden begleichen kann. Wichtiger ist, dass ich danach mein Zimmer beziehe, feststelle, dass noch kein Mitbewohner anwesend ist und daraufhin wieder die Rezeption aufsuche. Ich will mich in die Stadt begeben, bedanke mich aber noch einmal bei meiner Übersetzerin. Sie erzählt dass sie Archäologin ist, an einer Ausgrabung teilgenommen hat und nun seit gestern in der Stadt ist. Sie trifft sich nachher mit einer Freundin, die sowohl Deutsch als auch Ungarisch spricht und sie ein wenig durch die Stadt führen wird. Ob ich mitkommen wolle. Klar will ich, und wir verabreden uns für nachher um 15.30 am Knotenpunkt der Innenstadt, dem Deák Platz. Ich breche derweilen schon einmal auf zur Stadterkundung. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;(Aus dem Notizbuch): &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;b&gt;Was die Straßen uns sagen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Schenkt man den Straßen Glauben, so interessieren sich die Budapester, oder vielmehr diejenigen, die die Budapester finanzieren für folgendes: Antiquitäten,  Banken und ungarische Essspezialitäten mit kakanischem Einschlag. Das ist, was die Innenstadt am heutigen Tage hergibt. Die Hitze und die Müdigkeit machen mir zu schaffen, eigentlich will ich mich nur irgendwo schlafen legen, aber auch hier beim ungarischen Nationalmuseum sind Tauben und Leute und Autolärm. So sumpfe ich, als wäre ich hundert Jahre alt, zu keinem Schritt fähig. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, dass heute ungarischer Nationalfeiertag ist, Peter hat im Jahr 1000 den ungarischen Staat gegründet. Das erklärt, warum die Leute so entspannt, die Lokalitäten so geschlossen und die flaggenschwenkenden Einwohner so zahlreich sind. Ohne Essen komme ich heute nicht weit, daher lasse ich mich in einem zwielichtigen Restaurant nieder und bestellte drei Gänge.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;(Ende Notizen)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Diese Notrettungsmaßnahme bewirkte doch einigen Erfolg, ich machte mich motivierter und agiler auf die Jagd. Schon zuvor war mir ein Dröhnen in den Straßenschluchten aufgefallen, das nur von tief fliegenden Flugzeugen entsteht, und wunderte mich ob hier ein Kriegsausbruch nachgestellt wird, in mir waberte das Bild aus dem Animé mit dem wandernden Schloss, in dem ein entfernt kakanischer Staat den anderen auf Dauer bekriegt und jeweils große Flotten von Luftschiffen einsetzt. Am Wasser sehe ich dann schließlich den Grund, Kunstflieger, die eine Show durch Pirouetten, Loopings und das Durchtauchen unter einer der Brücken zeigen.  Zwischendurch schlägt ein Hubschrauber einige Kapriolen und fünf Flieger machen sich auf, um eine gemeinsame Formation zu bilden. Ich trinke noch Kaffee und blättere in den Attraktionen Budapests.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Um 15.30 treffen wir uns also wirklich am besagten Platz, und die Synergie aus Magdalena, Christina und Jacob schlägt gut an. Wie es bei solchen Aufeinandertreffen üblich ist sind wir alle Geisteswissenschaftler, Magister, und damit im gleichen Boot, aber darüber hinaus haben wir auch viel Spaß beim unserem Bummel durch die Stadt. Wir flanieren den Fluss entlang und beobachten die Menge, Christina frönt ihrem Fliegerfetisch und verdreht sich den Hals, schlussendlich setzten wir uns außen vor ein Café, wo ich meine Kaffeereihe fortsetze. Der angekündigte Sturm trifft Budapest, wir flüchten uns nach innen, leeren zwei weitere Bier und tauchen in die Tiefen der menschlichen Kommunikation, bis hin zu der Freigabe von Star Wars Zitaten und der Einbeziehung Terry Pratchetts in die Gesprächsgrundlage. Den glorreichen Abschluss bildet das Feuerwerk, das zum Nationalfeiertag über dem Fluss veranstaltet wird, und was für einen Abschluss. Wir wandern noch zögernd mit unserem late-night-Döner dahin und platzieren uns auf der mittleren Brücke. Die Beleuchtung geht aus, die Menge erstaunt. Nun beginnen Kaskaden um Kaskaden, die meisten in den Nationalfarben gehalten, den Himmel über uns zu erfüllen. Auf unsere Brücke antwortet die Bastion der Zitadelle mit gleichem Geschütz, am rechten Blickfeldrand meldet sich die zweite Brücke zu Wort. Die Abfolge ist artistisch, musikalisch, dramaturgisch perfekt aufgebaut, mehrere Male wird das Publikum in Unsicherheit gelassen ob es nun doch weitergeht – und jedesmal folgt eine Steigerung und Verstärkung des vorher schon eingängigen Eindrucks bis zum letztendlichen Nacherhellenden Donnerschauer, der die Grenze zur Reizüberflutung souverän anstößt und uns mit unseren Eindrücken in die Nacht schickt. So beeindruckt war ich seit Ewigkeiten nicht von einem Feuerwerk, vielleicht nie, die Ungarn haben ihren Feiertag angemessen begangen und wir drei haben einen sehr erfolgreichen Abend verbracht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-1019932966388102126?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/1019932966388102126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=1019932966388102126' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1019932966388102126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/1019932966388102126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/08/buda-goes-boom.html' title='Buda goes Boom'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-6213904264966013652</id><published>2007-08-30T17:49:00.003+02:00</published><updated>2007-08-30T17:49:35.736+02:00</updated><title type='text'>Revelatio angelorum</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;(kurze Zeit später, immer noch Schönefeld)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Nächster Akt des Dramas, Schauplatz Berlin. Südkreuz wird erreicht. Am Hauptbahnhof haste ich dem Zugteil hinterher, der sich aufmacht in Richtung Leipzig, meiner wird abgekoppelt und stillgelegt. Dann am Südkreuz haste ich die Treppe empor, treffe die zwei Gestalten, die ich bestellt, erwartet und ersehnt habe. Ein Tasche und ein paar Worte wechseln den Besitzer und mit guten Wünschen mache ich mich auf die Weiterfahrt.  In Schöneweide wartet der Ersatz nicht, daher warte ich, gemeinsam mit einigen Sommerurlaubern, betrunken, fröhlich, auf dem Weg nach Malle, Fuerte oder sogar Richtung Osten wie ich, wo sie sicherlich den günstigeren "Bang for the Buck" bekommen, betrachtet man als Reiseziel die Einschlagwirkung dessen was sie unterwegs konsumieren. Flatratesaufen am Plattensee, das war was mein Vater irgendwo in der Zeitung aufgenommen hat, und was sicherlich die Beschäftigung einiger Sommernächste sein kann, statt schleichender kapitalistischer Selbstvergiftung, eine einzige Ansammlung von Betäubungsmitteln, dann der bewusste Abschuss und die Distanzierung die uns allen vor lauter Differenzierung fehlt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia, serif;"&gt;Mein größtes Ideal auf literarischer Ebene ist das Bilderschreiben wie es Musil praktiziert und Canetti so ausgiebig in seiner Autobiographie aus ihm hervorlobt. Diese Bilder, einen Moment und ein Gefühl so exakt fokussierend, so alltäglich zugänglich darstellend. Wäre es mit ihnen möglich, Gefühle herbeizuwirken, einfach dadurch, dass sie so echt beschrieben sind, dass sie uns danach förmlich vor Augen stehen müssen? Eine Art literarische Drogenkultur, die nur hervorruft, was eigentlich schon da war, nur nicht im Menschen, sondern in den Worten, die mächtiger sind als jeder erklärende Zusammenhang.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-6213904264966013652?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/6213904264966013652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=6213904264966013652' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6213904264966013652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/6213904264966013652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/08/revelatio-angelorum.html' title='Revelatio angelorum'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-3537524321952901124</id><published>2007-08-30T17:46:00.000+02:00</published><updated>2007-08-30T17:48:45.484+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karikatur'/><title type='text'>Existenzdrama</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;(20.8., nachts in Schönefeld)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Es macht keinen Sinn zu sagen, ich sei wieder unterwegs. Das verschleiert die Tatsachen, und nur diese zu berichten schreibe ich diese Zeilen, um der Welt von Zuständen und Prozessen zu berichten, von denen sie sich nicht selbst in Kenntnis setzen konnte, denn die Welt ist eigentlich ein sehr eingeschränkter Bereich, für jeden der Weltenden in ihr, mit einem engen Spektrum von Sensationen die tatsächlich zum Individuum durchdringen und in ihm einen Wiederhall hervorrufen. Hin und wieder gibt es einen Anstoß von Außen, der bei dieser Sache ein wenig weiter hilft, und dann gewinnen wir Welten zu unserer Weltsicht hinzu, sei es mit Berichten aus Indien, aus der U-Bahn Station um die Ecke oder geht es auch nur um den Zustand unserer Frisur oder um ein unerklärliches Ding Frischkräuterwürze, das sich zwischen unseren Zähnen verfangen hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Um diesen Anstoß zu liefern darf ich die Dinge nicht trivialisieren. Ich fahre nun also nach Budapest. Eigentlich fahre ich nicht, sondern ich fahre nach Berlin, zum Hauptbahnhof, ich besteige einen Zug in Richtung Schönefeld, der ab der Station Schöneweide von einem Busersatzverkehr abgelöst wird, und mich schlussendlich zum Flughafen Schönefeld bringt, wo ich den Rest der Nacht sinnend und vielleicht auch schreibend verbringen werde, mit Vorfreude und Vorangst. Einen Zwischenstop mache ich noch am Südkreuz. Ich habe ein Gepäckstück zuviel bei mir, da ich nicht lesen kann. Wenn Zusatzgepäck die zulässige Gesamtmenge an Gepäck nicht erhöht, dann tut das auch die Tasche die ich noch mit mir trage nicht. Daher habe ich zuviel Gepäck, werde aber durch die göttliche Intervention der Steglitzer Engel davor bewahrt, einen saftigen Aufpreis für die Annahme meines Gepäckstücks zu bezahlen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Diese Reise ist dramatisch. Wenn man mich lässt dann neige ich zur Ein-Igelung, dem Zustand, wo die Tür nur zur Notzeit geöffnet wird, wo der Tag dahinschwimmt auf einer weichen Masse, viel zu träge um Wasser zu heißen. Vielleicht gleicht der Ablauf dieser Tage der Scholle in einem Lavasee, die selten hin und herschwingt, aber sich beständig wogt, ohne Änderung, obwohl darunter heiße Ströme sich ausdehnen und zusammenziehen, ein Spiel und ein Mantra formen, eine Meditation vollführen, ein Muster nach dem anderen zeitigen und die Scholle damit umso bedachter erscheinen lassen, abgesondert und dabei weltfremd. Diese Stasis, die von wühlender innerer Hitze durchzogen sein kann, aber nicht muss, ist ein Standardzustand, den ich in meinem Leben immer wieder anstrebe, obwohl anstreben noch zu aktiv formuliert ist. Es handelt sich mehr um ein Zurückpendeln eines Anstoßes, der davor die Sache verschoben hat. Bis jetzt gab es immer wieder &lt;i&gt;den&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt; Anstoß, der die Veränderung bewirkt hat, aber es scheint immer die Möglichkeit zu bestehen, dass er nicht mehr kommt, und ich einfach versinke. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Vor dem Hintergrund dieser Tendenz ist die Reise ein &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Drama&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;, ein Akt der Veränderung, wie er vorher nie gesehen wurde. Ein Anstoß, der weltbewegend sein könnte, der seinesgleichen in meiner bisherigen Geschichte sucht, lässt man die damals nicht wahrgenommene Tiefe des Wechsels nach Braunschweig beiseite. In Berlin habe ich fünf Jahre Leben in Kisten geräumt, in Hamburg wieder verteilt, viel davon weggeworfen und für überaltert erklärt. Und jetzt kommt der Neuanfang. Diejenigen denen ich davon erzählt habe wird klar sein, dass er in einer Reihe steht mit dem Neuanfang der &lt;/span&gt;&lt;i&gt;en gros &lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;dieses Jahr stattgefunden hat, mit neuer Orientierung, neuen Zielen und neuem Lebensstil. Budapest, so könnte man argumentieren, stellt nur die logische Folge der Tendenz dar. Und wenn dem so wäre, seit wann sind es nicht mehr die logischen Folgen, die das größte Entsetzen hervorrufen, denn sie erscheinen so &lt;/span&gt;&lt;i&gt;absichtlich&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt; und so &lt;/span&gt;&lt;i&gt;unausweichlich&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;. Also ist Budapest eine logische Folge und ein Drama. Ein Drama das gespielt sein will, und genau damit fange ich nun an. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Von dem was mich erwartete weiß ich nicht sonderlich viel. Das ist Absicht, und Teil der eigenen Inszenierung, die ich gleichzeitig mit der erfolgreichen Auslandsreise selbst betreibe. Es darf nicht einfach sein, es muss einen Stil haben, und dieser Stil ist das Abenteuer, die Unerschrockenheit, das Annehmen mit voller Brust. Wer hier übermäßiges Pathos vermutet mag richtig liegen, aber ästhetische Urteile ändern nichts daran, dass das Leben, und diejenigen die sich selbst inszenieren, an diesen Vorgehensweisen festhält. Also nochmal: Ich weiß nicht, was genau mich erwartet, aber ich habe eine Idee, eine vage Ahnung, die mir ermöglicht, mich auf das Kommende vorzubereiten, in einer losen, vagen, aber wirksamen Weise.  Offenheit wird viel zu oft als eine Art Leere interpretiert, die dann nur noch ausgemalt werden muss. In echt besteht sie in "sich vieles denken können". Um bei der Malen-mit-Zahlen Metapher zu bleiben: Es muss die richtige Form da sein bevor sie kreativ ausgemalt werden kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt; &lt;span style="font-family:Georgia,serif;"&gt;Jeder Satz über die Welt wird trivial sobald man ihn ausspricht und für gut befindet. Das ist das Konzept der Binsenweisheit, und diesen Satz zu verifizieren ist eine vollkommene Unmöglichkeit und Paradoxie, denn sollte er selbst wahr sein, würde er wieder trivial klingen und so als würde er kaum über sich hinaus weisen und wohl kaum "bis drei zählen können".  Gleichzeitig ist diese Kritik so armselig wie alles, was die Selbstanwendung von Lehrsätzen moniert. Wer sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen will, der versucht einen Satz auf sich selbst anzuwenden. Wo ist dort der Zugewinn, das Wagnis, das Weiterdenken? Und so findet alles seinen Platz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; line-height: 150%;" align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-3537524321952901124?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/3537524321952901124/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=3537524321952901124' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3537524321952901124'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/3537524321952901124'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/08/existenzdrama.html' title='Existenzdrama'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-8581457730514950358</id><published>2007-08-16T21:28:00.000+02:00</published><updated>2007-08-30T17:46:25.878+02:00</updated><title type='text'>Blackbox</title><content type='html'>Seit dem letzten Eintrag ist nichts passiert. Gar nichts, und schon gar nicht etwas, was der Rede wert gewesen wäre. Ich habe meine Renovierungsfähigkeiten ein wenig ausgebessert, gemeinsam mit einem engagierten Maler und dabei schöne weiße Wände gerollt, mittelschnell und stetig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei habe ich beobachtet, da ich mich in die Geschehnisse kaum eingemischt habe, wie die Dinge nach und nach verschwinden, aus ziemlich leer ein fast leer wird, das dann schließlich in "leer-aber-da-stehen-noch-ein-oder-zwei-Dinge" und aus diesen Dingen wird dann ein Karton mit Farbe und Feuerwerkskörpern von dem ich beim besten Willen nicht weiß woher, wohin und was damit. (Der Verbleib sei hier unerwähnt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischendrin versinke ich in eine Schattenexistenz in Hamburg, irgendwo zwischen Internet, Schlaf, ein wenig Sport, die restlichen Kisten in eine fragwürdige Ordnung bringen und im Heizungskeller in der allerletzten Ecke zu einem netten Haufen drapieren. Dazwischen beziehungsweise dazu ist mir noch eine unerwartete Kiste, quasi ein Bonus gekommen: Material, das ich anlässlich meiner Zimmerauflösung im Internat gesammelt, eingelagert und dementsprechend vergessen habe, was mir die Freude der Sortierung verschaffte. Es ist schon eine besondere Aufgabe, während des Übergangs von Studium heute zu Studium morgen noch Material des Studiums ganz-lange-davor zu finden. Spaß machen auch alte Klausuren, alte Konflikte und Skandale, die damals ein soviel größere Signifikanz besaßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächsten Montag geht es nun endlich los, Flug von Berlin aus, dann Sprachkurs, kurz zurück um Martins Verhochzeitung beizuwohnen, dann voll der Mission vor Ort widmen. Mein wichtigstes Bedürfnis wird sein, eine Erasmus-Isolation zu vermeiden, am meisten Englisch zu sprechen, keine Kontakte außerhalb zu knüpfen. Also: Macht was aus dem Sommer, ich gebe mein Bestes!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-8581457730514950358?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/8581457730514950358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=8581457730514950358' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8581457730514950358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/8581457730514950358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/08/blackbox.html' title='Blackbox'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7167382451536028689.post-2639166528604326418</id><published>2007-07-23T23:40:00.000+02:00</published><updated>2007-07-23T23:45:19.627+02:00</updated><title type='text'>Kistenopfer</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: lucida grande;"&gt;Es geht eine Mär', dass wer großes plant auch über Leichen steigen können muss, um schließlich zu seinem Ziel zu gelangen. Daraus speist sich "Verbrechen und Strafe", und in einem kleineren Maßstab begegnet uns dieses Phänomen auch täglich, im ständigen Loslassen von vertrauten Dingen, sanften Übergängen und harten Schnitten, wie es sich jeweils bereitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Tage hatte ich nun also mit Vergangenheitsaufarbeitung verbracht, in Form von fossilisierten Erinnerungen, die sich in meinem Zimmer in der einen oder anderen Form auffanden. Diese Fossilien wurden nun heute in einen Fachtransport gekarrt, in Hamburg ausgeladen, und dort versenkt, auf dass sie Schatzsucher nach einem Jahr Zeit wieder aufbringen können und daran ihre helle Freude haben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Kürze: Wer nach Budapest will muss opfern können, und noch einmal einen riesigen Dank an alle Helfer!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7167382451536028689-2639166528604326418?l=schleichwege.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schleichwege.blogspot.com/feeds/2639166528604326418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7167382451536028689&amp;postID=2639166528604326418' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2639166528604326418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7167382451536028689/posts/default/2639166528604326418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schleichwege.blogspot.com/2007/07/kistenopfer.html' title='Kistenopfer'/><author><name>Aesop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11879063533437068171</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
