Montag, 17. März 2008

Wege

Jetzt habe ich erst einmal eine Woche Pause, es stehen Osterferien an, das Semester der CEU ist geendet, Anna kommt erst am 24., also kann ich mich ein wenig entspannen. Wahrscheinlich ist aber, dass ich mich den länger aufgeschobenen akademischen und sonstigen Vervollkommnungstätigkeiten zuwende - ich war schon länger Zeit nicht mehr in der Bibliothek, und habe jetzt einen erneuten Motivationsschub für meine Magisterarbeit. Gleichzeitig werde ich meinen Essay über die "Early Modern Empiricists" schreiben und mich darin wahrscheinlich mit "Berkeley und Common Sense" beschäftigen.

Im Moment schaue ich mir dafür die Textverarbeitung LateX (sprich: LateCH, da ein Chi und kein Ix). Ich war damals in den Facharbeitszeiten immer neidisch auf diese talentierten Menschen, die so wunderbar einheitlich formatierte Dokumente Zustande brachten, in der Zwischenzeit habe ich gelernt, wie ich Openoffice und MS Word ein paar Dinge für mich tun lasse, nun steht endlich der nächste Schritt an, dass ich "you see what you mean" betreibe, also quasi dem Dokument sage, was ich gerne haben will, und es dann selbst herausfindet welche Raumaufteilung und Formatierung dafür besonders sinnvoll ist. Inzwischen bin ich soweit dass das Programm bereitwillig meine sehr basalen Kommandos ausführt und ein hübsches Dokument ausspuckt - das ging relativ schnell.

Es nähern sich die Osterfeiertage, für die ich aber kein besonderes Programm habe. Nach meinen Besuchen bin ich erst einmal gesättigt von Prunk und Sehenswürdigkeiten, in einer sehr positiven Weise, mit allen war es wunderschön, mit meinem Vater in einem Kreis zu tanzen ist fast so ein Lebenstraum wie mit ihm Handball zu spielen (das haben wir ja schon geschafft), mit Martin und Anne die Feudalherrschaft zur Burg von Visegrad wiedererstehen zu lassen auch eine Freude. Mehr will ich gar nicht erwähnen, und das eine Ereignis dem anderen zuvorstehen lassen, das wäre unangemessen. In meinem Kopf mischen sich die ganzen vielen Eindrücke und lassen ihn ratlos zurück aufgrund der Ordnung, der ihnen zu geben wäre. So verlege ich mich lieber auf die Zukunft.

Am Sonntag kommt vielleicht DAS Barockorchester, die English Barock Soloists mit John Elliott Gardiner und spielen die Johannespassion, die mir insgesamt wegen geringerer Monstrosität doch etwas lieber ist als ihr großer Bruder, die Matthäuspassion. Ich werde mich für Restkarten anstellen und zwei-drei Stunden in der Schlange verbringen um diesem Ereignis beiwohnen zu können, so wichtig wäre es mir dann. Zuletzt, ich wurde von meinem herzigen Mentor Bogyó dazu aufgefordert, auf Deutsch (!) einen Artikel für die internationale Seite einer Studentenpublikation zu schreiben. Sobald ich das erledigt habe kann ich diesen Artikel ja auch hier zum besten geben.


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