Freitag, 7. September 2007

Up to Date

Mit dem heutigen Tag befinde ich mich wieder innerhalb der Internet Zeitrechnung. Ein Techniker der upc hat heute meine Telefonsteckdose zerrupft (sieht nicht sehr schick aus), aber gleichzeitig ein Kabel angehängt, das es mir ermöglicht ins Web zu gehen! Daher bin ich zur Zeit am Email aufarbeiten und endlich dieses Blog der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Status - Sprachkurs, Straße, Internet

Am Montag findet mein Sprachkurs ein vorläufiges Ende. Danach geht es in den regulären Semesterbetrieb, obwohl ich noch nicht weiß wann ich welche Kurse belege. Allerdings erschien die Klärung nicht allzu wichtig zu sein und die ELTE hat, wie ich aus vertraulicher Quelle erfahren habe, eher einen Ruf als schlecht organisierte Uni. Das konnten wir auch während des Sprachkurses beobachten: Vor unserem Institut, im Gebäude F im Campus an der Museumsstraße befand sich eine Sandfläche, die im Laufe der Wochen die wir da waren mit dramatischem Tempo zu einer Straße verwandelt wurde. Respekt vor der Geschwindigkeit, aber es fällt mir schwer zu glauben dass die Straße nun Jahre durchhält. In den Kursen heute habe ich mit meiner neuen Kamera (Fuji Finepix S9600 für die Interessierten) einige Bilder geschossen, die ich auch gerne veröffentliche sobald ich eine geeignete Plattform gefunden habe (ich denke Flickr wird viel genutzt? Mal sehen ...).

Programm - Parlament, Ethnographie, Weinfest

Heute Abend geht es erst einmal ins ungarische Parlament, ein sehr eindrucksvolles Gebäude an der Donau, was aber für viele Gebäude in Budapest gilt (das Flusspanorama allein ist eine Reise wert und ich glaube das Ufer insgesamt ist ins Weltkulturerbe aufgenommen). Gestern waren wir gegenüber im Ethographischen Museum. Das ist der ungarischen Volkskultur aus dem Zeitraum nach der Vertreibung der Türken (1699) bis etwa zum Ende des ersten Weltkriegs. Die permanente Ausstellung wurde 1989 eröffnet und seitdem nicht verändert, wie unsere sehr kompetente, ein exzellentes Englisch sprechende Führerin mitteilt. Dennoch sind viele sehr interessante Ausstellungsstücke da (zum Beispiel der grüne Krug, der bei keiner Dorfkonferenz fehlen darf) und durch die kurzweiligen Anekdoten verbringen wir sehr angenehme 1 1/2 Stunden. Die Teilnehmerzahl von Erasmusstudenten ist naturgemäß inzwischen stark geschrumpft, daher sind wir am Ende der Führung nur noch zu dritt. Demnächst wird im gleichen Gebäude die Weltpresseausstellung gastieren, dann begebe ich mich wieder dahin.

Wörter des Tages

Um den Mehrwert dieses Blogs zu erhöhen werde ich einige Wörter des Tages in den Raum werfen. Ungarisch ist eine tolle Sprache, wunderbar logisch, komplex und nahezu beliebig nach Baukastenprinzip erweiterbar, daher empfehle ich sie jedem wärmstens. Die heutigen Highlights:

1) számítógép
Schön dass es ein eigenes ungarisches Wort für Computer gibt. Das was ich gerade tue heißt in der dritten Person számítógépezik bzw. im Infinitiv számítógépezni. Dieses Wort habe ich mir während des gesamten Hochzeitswochenendes zu merken versucht, daher hat es einen Ehrenplatz verdient.

2.) körülbelül
Heißt "ungefähr" und ist ein wunderbar klingendes Wort - etwa wie das englische "roundabout".

3.)
Kurz, knackig, heißt Pferd und spielt wahrscheinlich in der ungarischen Frühgeschichte eine große Rolle, da es ein altes Wort ist. Hat einen wunderbaren unregelmäßigen Plural und ist Teil einer ganzen Wortgruppe, die bei Suffixanhängung Ausnahmen bilden, steinalt sind, und einsilbig cool. Daher ist ló auch ein wenig repräsentativ für fa, haj und so weiter.

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