Seit dem letzten Eintrag ist nichts passiert. Gar nichts, und schon gar nicht etwas, was der Rede wert gewesen wäre. Ich habe meine Renovierungsfähigkeiten ein wenig ausgebessert, gemeinsam mit einem engagierten Maler und dabei schöne weiße Wände gerollt, mittelschnell und stetig.
Dabei habe ich beobachtet, da ich mich in die Geschehnisse kaum eingemischt habe, wie die Dinge nach und nach verschwinden, aus ziemlich leer ein fast leer wird, das dann schließlich in "leer-aber-da-stehen-noch-ein-oder-zwei-Dinge" und aus diesen Dingen wird dann ein Karton mit Farbe und Feuerwerkskörpern von dem ich beim besten Willen nicht weiß woher, wohin und was damit. (Der Verbleib sei hier unerwähnt)
Zwischendrin versinke ich in eine Schattenexistenz in Hamburg, irgendwo zwischen Internet, Schlaf, ein wenig Sport, die restlichen Kisten in eine fragwürdige Ordnung bringen und im Heizungskeller in der allerletzten Ecke zu einem netten Haufen drapieren. Dazwischen beziehungsweise dazu ist mir noch eine unerwartete Kiste, quasi ein Bonus gekommen: Material, das ich anlässlich meiner Zimmerauflösung im Internat gesammelt, eingelagert und dementsprechend vergessen habe, was mir die Freude der Sortierung verschaffte. Es ist schon eine besondere Aufgabe, während des Übergangs von Studium heute zu Studium morgen noch Material des Studiums ganz-lange-davor zu finden. Spaß machen auch alte Klausuren, alte Konflikte und Skandale, die damals ein soviel größere Signifikanz besaßen.
Nächsten Montag geht es nun endlich los, Flug von Berlin aus, dann Sprachkurs, kurz zurück um Martins Verhochzeitung beizuwohnen, dann voll der Mission vor Ort widmen. Mein wichtigstes Bedürfnis wird sein, eine Erasmus-Isolation zu vermeiden, am meisten Englisch zu sprechen, keine Kontakte außerhalb zu knüpfen. Also: Macht was aus dem Sommer, ich gebe mein Bestes!
Donnerstag, 16. August 2007
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